Löw kündigt Arbeitsteilung bei Torhütern an

Bundestrainer Joachim Löw

Nationalmannschaft in der EM-Qualifikation

Löw kündigt Arbeitsteilung bei Torhütern an

Joachim Löw hat vor den beiden EM-Qualifikationsspielen angekündigt, Manuel Neuer werde gegen Weißrussland spielen, Marc-Andre ter Stegen gegen Nordirland. Auch der neue Abwehrchef Matthias Ginter äußerte sich.

Die englische Nationalmannschaft hat ihr 1000. Länderspiel hinter sich. Durch den 7:0-Sieg gegen Montenegro qualifizierte sich die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate für die Europameisterschaft 2020.

Das könnte der deutschen Nationalmannschaft mit einem Sieg in ihrem 960. Länderspiel gelingen, falls die Niederlande auch noch Schützenhilfe leisten und in Nordirland nicht verlieren würde. Für Joachim Löw wird die Partie am Samstag (16.11.2019) die 180. als Bundestrainer sein. Er geht davon aus, dass er in Mönchengladbach seinen 116. Sieg feiern wird. "Wir werden beide Spiele gewinnen und uns qualifizieren", sagte er auch schon mit Blick auf das abschließende Spiel am Dienstag in Frankfurt gegen Nordirland.

Salomonische Entscheidung

In der zuletzt mal wieder heftiger diskutierten Torwartfrage fasste Löw eine salomonische Entscheidung. "Manu wird morgen gegen Weißrussland in Gladbach spielen", sagte der Bundestrainer am Freitag während der Pressekonferenz, "der Marc gegen Nordirland in Frankfurt."

Löw über die Torwartfrage und seine Viererkette Sportschau 15.11.2019 00:31 Min. Verfügbar bis 15.11.2020 Das Erste

Damit wird Marc-Andre ter Stegen zwar um einen Einsatz in seiner Geburtsstadt Mönchengladbach gebracht, aber er bekommt zumindest die von Löw versprochene Einsatzzeit in einem Pflichtspiel. "Wir stellen nicht nach Wohnzimmer oder Heimatort auf", sagte Löw zu seiner Entscheidung.

Ginter ist es "gewohnt", unter dem Radar zu fliegen

In der Frage nach der Abwehrformation verriet Löw, dass er gegen Weißrussland auf eine Viererkette setzen werde. Einer der beiden Innenverteidiger wird Matthias Ginter sein. Der Gladbacher freute sich jedenfalls schon auf den Einsatz im "Wohnzimmer". Ginter wird von vielen wegen der langwierigen Verletzung von Niklas Süle als Abwehrchef für die kommenden Monate gesehen. Eine Rolle, die ihm vor der Saison kaum jemand zugetraut hätte.

Er sei es "gewohnt", immer ein bisschen unter dem Radar zu fliegen, sagte Ginter auf eine Frage der Sportschau: "Das war schon früher in Freiburg so, dass man mir nicht zugetraut hat, Bundesligaspieler zu werden."

Ginter: "Bin es gewohnt, unter dem Radar zu laufen" Sportschau 15.11.2019 01:32 Min. Verfügbar bis 15.11.2020 Das Erste

Im Gegensatz zu vielen anderen Pressekonferenzen am Vortag eines Spiels gab Löw schon viel von seiner Aufstellung preis. So werde in der Viererkette der zuletzt in Dortmund formschwache Nico Schulz als Linksverteidiger zum Einsatz kommen. Niklas Stark komme nach einem Nasenbeinbruch laut Löw zumindest noch nicht von Beginn an infrage.

Löw: "Gehören nicht zu den Top-Favoriten" Sportschau 15.11.2019 01:14 Min. Verfügbar bis 15.11.2020 Das Erste

Im Mittelfeld will der Bundestrainer mit Joshua Kimmich, Ilkay Gündogan und Toni Kroos beginnen. Im Angriff sei Serge Gnabry gesetzt. Zudem bescheinigte er Timo Werner und Julian Brandt eine gute Form, die für einen Einsatz von Beginn an spricht.

Löw kritisiert kleinliche Schiedsrichter in der Bundesliga

Bei seinen Ausführungen kritisierte Löw die aus seiner Sicht zu kleinliche Regelauslegung der Schiedsrichter bei Zweikämpfen in der Bundesliga. "Es wird für mich viel zu viel abgepfiffen. Das Spiel braucht einen anderen Fluss. Ein Körperkontakt ist nicht immer ein Foul", sagte er in Düsseldorf. Löw nahm aber auch die Profis in die Pflicht: "Die Spieler gehen häufig beim Körperkontakt zu leicht zu Boden. Zweikampfverhalten heißt auf den Beinen bleiben."

red, dpa,sid | Stand: 15.11.2019, 15:06

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