Ilkay Gündoğan im Interview: In acht Monaten zum WM-Titel!?

Sportschau 28.03.2022 06:36 Min. Verfügbar bis 29.03.2023 Das Erste Von Kerstin von Kalckreuth

Fußball | Nationalmannschaft

Gündoğan und die DFB-Elf - Jetzt aber wirklich!

Stand: 29.03.2022, 10:21 Uhr

İlkay Gündoğan fordert einen Stammplatz in der deutschen Nationalmannschaft. Der Test gegen die Niederlande wird umso wichtiger, weil zwei Konkurrenten ausfallen. Für Gündoğan gilt: Jetzt aber wirklich!

Von Marcus Bark

Sollten Thomas Müller und İlkay Gündoğan am Dienstag (29.03.2022) beide für die deutsche Nationalmannschaft zum Einsatz kommen, wovon auszugehen ist, geht die Rechnung glatt auf. Dann wäre Gündoğan bei 56 Länderspielen angekommen, Müller bei 112, also genau der doppelten Anzahl.

Thomas Müller hat im Seniorenbereich schon immer für den FC Bayern gespielt, er war auch nur selten verletzt, aber unter dem Bundestrainer Joachim Löw zumindest schon mal aussortiert.

Müller ist halt auch Müller

Müller ist im September 1989 geboren, Gündoğan gut 13 Monate später. Das ist auch eine Erklärung für den stattlichen Unterschied an Länderspielen, genau wie die Station beim 1. FC Nürnberg, die Gündoğan ansteuerte, bevor er bei Borussia Dortmund landete und damit für die Nationalmannschaft interessant wurde.

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Müller ist eben auch Müller, und der spielt immer, wie Louis van Gaal einst sagte, der am Dienstag als Trainer der Niederlande der Gegner sein wird.

Irgendwie lässt es sich schon erschließen, dass Thomas Müller doppelt so häufig das Nationaltrikot trug. Aber im deutschen Kader findet sich auch ein Julian Draxler, der im September 1993 geboren wurde und schon bei 57 Länderspielen steht. Timo Werner kommt auf 48, dabei ist er erst im März 1996 zur Welt gekommen.

Gut, sie hatten auch keinen Toni Kroos vor sich, auch keinen Philipp Lahm, der von den äußeren Verteidigerpositionen ins zentrale Mittelfeld wechselte.

Prägend unter Pep Guardiola

Es gibt schon Erklärungen dafür, dass Gündoğan noch nie ein prägender Spieler in der deutschen Nationalmannschaft war. Andererseits ist er seit einigen Jahren nun Stammspieler bei Manchester City unter Trainer Pep Guardiola. Zumindest in der Zeit, als Kevin De Bruyne mal länger verletzt ausfiel, war er auch dort prägend. İlkay Gündoğan ist ein Topfußballer, da dürften nur wenige widersprechen.

Aber selbst jetzt, da Kroos den Platz geräumt hat, ist die Frage, ob er einen Stammplatz in der deutschen Nationalmannschaft findet. Joshua Kimmich, geboren im Februar 1995 und schon mit 64 Länderspielen, spielt immer (es sei denn, seine Freundin erwartet ein Kind, wie es gerade der Fall ist).

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Gerade verletzt ist Leon Goretzka, der nicht nur auf der "Sechs", sondern auch auf der "Acht" oder "Zehn" spielen kann, genau wie Jamal Musiala, und damit ist die Liste derer, die İlkay Gündoğan einen Platz streitig machen, nicht mal vollständig.

"Ich muss spielen"

"Wenn ich fit und in Form bin", hat Gündoğan vor ein paar Tagen dem Fachmagazin "kicker" gesagt, "dann habe ich genügend Selbstbewusstein zu sagen: Ich muss spielen." Falls nicht, werde er sich aber auch auf die Bank setzen und keinen Stunk machen.

"Jetzt aber", titelte die Sportschau einen Beitrag über İlkay Gündoğan. Das war nach dem verlorenen Finale in der Champions League und vor der Europameisterschaft. Aber auch bei der EURO lief Gündoğan eher mit. Im Achtelfinale gegen England blieb er die ganze Zeit auf der Bank.

Schon gut 17 Monate später geht es mit dem nächsten Turnier weiter. Der Test gegen die Niederlande wird der erste richtige unter Bundestrainer Hansi Flick sein. Es folgen vier Spiele in der Nations League im Juni, das ist dann schon die lauwarme Phase der Vorbereitung auf die WM in Katar. Für İlkay Gündoğan gilt: Jetzt aber wirklich!

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