"Hall of Fame" für den deutschen Fußball

Fritz Walter nach dem WM-Gewinn 1954 mit dem Pokal

Fußballmuseum Dortmund

"Hall of Fame" für den deutschen Fußball

Die neue "Hall of Fame" des deutschen Fußballs nimmt Gestalt an. Am Donnerstag wurde "Die erste Elf" bekannt gegeben, angeführt von vier Ehrenspielführern.

In der neu geschaffenen "Hall of Fame" des deutschen Fußballs wird "Die erste Elf" von den Ehrenspielführern Fritz Walter (Foto), "Kaiser" Franz Beckenbauer, Uwe Seeler und Lothar Matthäus angeführt. Zum Kreis der ersten Mitglieder in der Ruhmeshalle des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gehören auch Helmut "Boss" Rahn, der zweifache Endspieltorschütze beim "Wunder von Bern" gegen Ungarn (3:2), und als Trainer der Macher des ersten deutschen WM-Triumphes, Sepp Herberger.

Ebenfalls in die Elf gewählt wurden Sepp Maier, Andreas Brehme, Paul Breitner, Matthias Sammer, Günter Netzer und Gerd Müller. Dies gab das Deutsche Fußballmuseum am Donnerstag (22.11.2018) nach dem Votum führender deutscher Sportjournalisten bekannt. Am 1. April 2019 ist in der westfälischen Metropole eine Gala zu Ehren "Der ersten Elf" geplant. In Kürze soll zudem auch "Die erste Elf" des Frauenfußballs gekürt werden.

"Hall of Fame" des deutschen Fußballs

Sportschau | 22.11.2018 | 02:24 Min.

Nazi-Vergangenheit Herbergers in der Diskussion

Der Wahl gingen zum Teil hitzige Diskussionen über die Kandidaten voraus. So wurde die Nazi-Vergangenheit von Herberger ebenso intensiv besprochen wie die Verwicklungen von Beckenbauer in seiner Funktion als WM-OK-Chef in den Skandal um die Vergabe der Weltmeisterschaft 2006. Die WM-Endrunde fand als "Sommermärchen" Eingang in die deutsche Fußball-Historie, hat aber durch die im Nachhinein enthüllten Vorkommnisse um die Vergabe und ominöse Geldflüsse deutlich an Strahlkraft verloren.

So war das Votum bei Beckenbauer nicht einmütig. Ohne Gegenstimme wurden lediglich Fritz Walter, der Kapitän der 1954er-Sieger-Elf, und Stürmer Gerd Müller, Schütze des 2:1-Siegtores im WM-Finale 1974 gegen die Niederlande, gewählt.

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Kein Weltmeister von 2014 dabei - noch

Zur Wahl standen ausschließlich Spieler, die ihre Karriere vor mindestens fünf Jahren beendet haben. Spieler des 2014er-Weltmeisterteams konnten somit noch nicht in die "Hall of Fame" aufgenommen werden. Sukzessive soll jedoch der Kreis der Ausnahmespieler in der Ruhmeshalle des deutschen Fußballs in den kommenden Jahren erweitert und mit einer eigenen Ausstellung im Fußballmuseum in Dortmund geehrt werden.

sid | Stand: 22.11.2018, 21:20

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