Premier League: Liverpool siegt endlich wieder, Patricio verletzt

Torwart Rui Patricio stößt mit Conor Coady zusammen

28. Spieltag

Premier League: Liverpool siegt endlich wieder, Patricio verletzt

Teammanager Jürgen Klopp hat mit dem englischen Fußballmeister FC Liverpool den Absturz in der Premier League gestoppt. Die "Reds" gewannen im ersten Einsatz nach dem Einzug ins Viertelfinale der Champions League mit 1:0 (1:0) bei den Wolverhampton Wanderers und feierten ihren ersten Ligasieg im März.

Diogo Jota (45.+2 Minute) erlöste Liverpool am Montag (15.03.2021) in der Nachspielzeit der ersten Hälfte, nachdem das Team am vergangenen Mittwoch durch ein 2:0 gegen Bundesligist RB Leipzig in der Königsklasse weitergekommen war. Mit jetzt 46 Punkten verbesserte sich der Titelverteidiger auf den sechsten Rang, der Rückstand zum FC Chelsea auf dem letzten Champions-League-Platz beträgt fünf Zähler. Liverpool hatte vor dem Erfolg in Wolverhampton nur eins von sieben Premier-League-Spielen gewonnen.

Patricio lange behandelt

Liverpool jubelt

Liverpool jubelt

Überschattet wurde die Partie in den letzten Spielminuten von einer augenscheinlich schweren Kopfverletzung des Gastgeber-Keepers Rui Patricio. Der 33 Jahre alte Torwart der portugiesischen Europameister-Elf wurde vier Minuten vor dem Abpfiff bei einer Abwehraktion vom Knie eines Mitspielers getroffen. Er blieb am Boden liegen, musste mehr als zwölf Minuten lang auf dem Feld von Ärzten behandelt werden und wurde mit einer Trage abtransportiert. Der Kopf wurde dabei mit einer Halskrause stabilisiert und eine Sauerstoffmaske kam zum Einsatz.

Santo gibt Entwarnung

Wolverhamptons Trainer Nuno Espirito Santo gab später allerdings Entwarnung. "Rui Patricio ist okay", sagte er der BBC. Er sei wach und bei Bewusstsein und könne sich an den Zusammenstoß erinnern: "Die Einschätzung ist positiv, er kommt wieder in Ordnung." Dennoch sollen noch genauere Untersuchungen Aufschluss über die Schwere der Kopfverletzung bringen.

Man United gewinnt ebenfalls nur knapp

Manchester United hatte im Topspiel gegen West Ham United am Sonntag einen knappen Sieg gefeiert. In einem eher zähen Spiel, in dem die Mannschaft von Ole Gunnar Solskjaer sich in der Rolle des Spielgestalters lange Zeit schwer tat, siegten die "Red Devils" am Ende dennoch verdient mit 1:0 (0:0).

Nach einem Eckball von Bruno Fernandes verlängerte West Hams Craig Dawson den Ball unglücklich ins eigene Tor (53. Minute) und sorgte somit dafür, dass die Solskjaer-Elf hinter Stadtrivale Manchester City auf Rang zwei bleibt. West Ham ist Fünfter.

Arsenal gewinnt London-Derby gegen Tottenham

Martin Ödegaard (m.) und Tanguy Ndombele (r.) liefern sich einen rassigen Zweikampf

Tottenham Hotspur verpasste den Sprung auf einen Europa-League-Platz. Das Team von Trainer Jose Mourinho verlor am Sonntag das London-Duell beim FC Arsenal mit 1:2 (1:1).

Erik Lamela (33.) hatte die "Spurs" sehenswert in Führung gebracht, musste in der 76. Minute aber mit Gelb-Rot vom Feld. Zuvor hatten Martin Ödegaard (44.) und Alexandre Lacezette (64.) per Foulelfmeter das Spiel für die Gastgeber gedreht. Während Arsenal trotz des Erfolges Zehnter bleibt, verpasste es Tottenham Hotspur, sich auf Platz fünf zu verbessern.

Tuchels Serie hält bei Nullnummer

Kai Havertz (L) schießt

Kai Havertz (L) schießt

Bereits am Samstag hatte Teammanager Thomas Tuchel mit dem FC Chelsea Federn gelassen. Bei Aufsteiger Leeds United mussten sich die "Blues" mit einem 0:0 begnügen, nach einem Dutzend Pflichtspielen bleiben die Londoner aber unter der Leitung des früheren Bundesliga-Trainers ungeschlagen.

Mit 51 Punkten liegt Chelsea im engen Rennen um die Champions-League-Plätze auf Rang vier. "Das Spiel war okay, manchmal ist es schwer, ein Tor zu erzielen. Wir müssen weiter hart arbeiten und im gegnerischen Strafraum präziser sein", sagte Tuchel nach Abpfiff im BBC-Interview: "Die Jungs sind enttäuscht, das ist ein gutes Zeichen."

Werner zunächst nur auf der Bank

An der Elland Road ließ Tuchel die Nationalspieler Kai Havertz und Antonio Rüdiger von Beginn an mitwirken. DFB-Kollege Timo Werner kam erst in der 68. Minute im Chelsea-Angriff zum Einsatz, konnte den Bann aber auch nicht mehr brechen.

Über Havertz Leistung sagte Tuchel: "Normalerweise hat er einen guten Abschluss und normalerweise reichen die Chancen, die er hatte, um ein Tor zu erzielen."

Bei Leeds saß Verteidiger Robin Koch erstmals seit seiner im Dezember erlittenen Knieverletzung wieder auf der Bank.

Gündogan bei Man City 90 Minuten auf der Bank

Manchester City gewann am späten Samstagabend mühelos 3:0 (0:0) beim FC Fulham. Die Mannschaft von Teammanager Pep Guardiola hielt damit den komfortablen Abstand auf Verfolger Manchester United von 14 Punkten, Citys Stadtrivale hat allerdings eine Partie weniger absolviert. John Stones (47.), Gabriel Jesus (56.) und Sergio Aguero (Foulelfmeter/60.) trafen für die "Citizens".

Vor dem Champions-League-Rückspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Dienstag (21.00 Uhr/Live-Ticker bei sportschau.de) schonte Guardiola zahlreiche Stammkräfte. Auch Nationalspieler Ilkay Gündogan verfolgte den ungefährdeten Sieg über 90 Minuten von der Bank.

Sheffield trennt sich von Wilder - und verliert

Tabellenletzter Sheffield United hat sich am Samstag nach fast fünf Jahren von seinem Teammanager Chris Wilder getrennt. Die Trennung sei in gegenseitigem Einvernehmen erfolgt. Der 53-jährige Wilder hatte die "Blades" aus der dritten in die erste Liga geführt und in der vergangenen Saison als Neunter den Klassenerhalt geschafft. Nach 28 Spielen hat Sheffield in der aktuellen Spielzeit bereits zwölf Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Von den vergangenen sechs Partien hat das Schlusslicht nur eine gewonnen.

Nicht besser lief es einen Tag später beim Auswärtsspiel gegen Leicester City. Dort kassierte United eine 0:5-Klatsche. Herausragender Akteur auf dem Platz war Kelechi Iheanacho, der drei Treffer der "Foxes" erzielte.

red/sid/dpa | Stand: 15.03.2021, 23:08

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