Brügge, Ajax, Celtic, Real Madrid - das sind Europas Meister

Meister in der Bundesliga sind die Bayern, zum zehnten Mal nacheinander. Aber wer sind die Meister in anderen europäischen Ligen? Ein Überblick über Serienmeister und Meister, die überrascht haben.

Der FC Brügge wurde belgischer Meister.

Belgien - FC Brügge:
Der FC Brügge ist zum dritten Mal in Serie belgischer Fußballmeister. Brügge gewann am Sonntag im vorletzten Spiel der Meisterrunde der Jupiler Pro League 3:1 bei Royal Antwerpen und holte sich damit vorzeitig die 18. Meisterschaft insgesamt. Brügge qualifizierte sich auch für die Champions League in der kommenden Saison. Es ist der erste Titel-Hattrick seit 1978, als der Klub unter Trainer Ernst Happel drei Meisterschaften in Serie holte.

Belgien - FC Brügge:
Der FC Brügge ist zum dritten Mal in Serie belgischer Fußballmeister. Brügge gewann am Sonntag im vorletzten Spiel der Meisterrunde der Jupiler Pro League 3:1 bei Royal Antwerpen und holte sich damit vorzeitig die 18. Meisterschaft insgesamt. Brügge qualifizierte sich auch für die Champions League in der kommenden Saison. Es ist der erste Titel-Hattrick seit 1978, als der Klub unter Trainer Ernst Happel drei Meisterschaften in Serie holte.

Niederlande - Ajax Amsterdam:
Vielleicht ist dieser Titel das Ende einer Ära. Ajax wird zum 36. Mal Meister in den Niederlanden. Ein 3:0 gegen Heerenveen am vorletzten Spieltag entscheidet das dieses Mal relativ enge Rennen mit der PSV Eindhoven. Aber nach dieser Saison wir vieles anders. Trainer Henk ten Haag wechselt zu Manchester United, Noussair Mazraoui wird den FC Bayern München verstärken, weitere Top-Spieler wie Sébastien Haller, Ryan Gravenberch oder Talent Jurrien Timber sind im Visier weiterer Spitzenklubs. Es sieht nach Neuaufbau aus in Amsterdam - mal wieder.

Schottland - Celtic Glasgow:
Celtic Glasgow ist zum 52. Mal schottischer Fußballmeister. Dem Team von Trainer Ange Postecoglou genügte am vorletzten Spieltag der Premiership ein 1:1 bei Dundee United. Das Tor für die "Bhoys", die im Dezember schon den Ligapokal gewonnen hatten, erzielte Girogos Giamoukis (53. Minute). Den Ausgleich für Dundee markierte Dylan Levitt (72.). Damit hat Celtic vor dem letzten Spiel vier Punkte Vorsprung auf den Vorjahresmeister und Tabellenzweiten Glasgow Rangers, Frankfurts Finalgegner in der Europa League. Der Australier Postecoglou hatte das Traineramt bei Celtic im vergangenen Sommer übernommen, nachdem Celtic die Meisterschaft mit 25 Punkten Rückstand auf den Erzrivalen Rangers beendet hatte. In dieser Spielzeit lagen die Rangers zwischenzeitlich mit sechs Punkten vorn, bevor Celtic eine Aufholjagd begann.

Türkei - Trabzonspor:
Am letzten Tag im April hatte Abdullah Avcı Grund zur Freude. Der 58-Jährige war gerade mit Trabzonspor Meister in der Türkei geworden, für den Klub war es die erste seit 1984. Also sagte Avci: "Ich wollte mich in die Trabzonspor-Geschichte eintragen lassen. Das ist mir jetzt gelungen." Trabzonspor-Geschichte hat er geschrieben, und auch in der Geschichte des türkischen Fußballs ist es keine ganz kleine Erzählung. Immerhin war es in den vergangenen 37 Jahren erst das zweite Mal, dass der Meister einer Saison nicht aus Istanbul kam.

Spanien - Real Madrid:
Auch in Spanien ist die Geschichte dieser Meisterschaft eng mit einem Trainer verbunden. Carlo Ancelotti, 62, hat Real Madrid zum Titel geführt, das ist erst einmal keine ganz große Überraschung. Der FC Barcelona war ein Klub im Umbruch, auf einen Umbruch folgte eine Krise. Barca war diesmal kein ernsthafter Konkurrent für Real. Trotzdem war es eben nicht irgendein Titel für Ancelotti, er ist nun in allen fünf europäischen Top-Ligen Meister geworden. Das war keinem Trainer zuvor gelungen. Ancelotti, Meister aller Klassen.

Schweiz - FC Zürich:
Als André Breitenreiter im Sommer 2021 den FC Zürich übernommen hat, war die Meisterschaft kein Thema. Der FCZ war ein Klub in der Krise, kurz zuvor hatte er so eben noch den Abstieg vermieden. Zehn Monaten später ist das kein Thema mehr, der FC Zürich ist schon Anfang Mai Meister geworden. In der Schweiz nennen sie Breitenreiter nun einen Bessermacher. Ende Februar, als der FCZ Erster war, aber noch nicht Meister, hat Breitenreiter der Sportschau gesagt, er würde als Trainer gerne mal in der Champions League trainieren. Er könnte sich diesen Traum nun erfüllen.

Frankreich - Paris Saint-Germain:
Auch PSG ist Meister, nur ein Titelkampf war es nicht. Vor dem drittletzten Spieltag der Ligue 1 liegt Paris zwölf Punkte vor dem Verfolger Olympique Marseille. Die Verhältnisse sind ähnlich klar wie in Deutschland, wo es für die Bayern auch keinen Konkurrenten gab. Und noch eine Parallele gibt es zwischen beiden Klubs: Das Abschneiden in der Champions League hat niemanden zufrieden gestellt. PSG schied sogar schon im Achtelfinale aus.

Portugal - FC Porto:
Knapper ging es in Portugal zu, wo der Meister diesmal nicht aus Lissabon kommt, sondern aus Porto. Für den FC Porto war es der 30. Meistertitel, es war einer, mit dem nicht unbedingt gerechnet worden war. Im Jahr zuvor durfte Sporting Lissabon jubeln, mancher Experte erahnte den Beginn einer Ära. Es kam anders, obwohl Porto vor und während der Saison Schlüsselspieler wie Luis Díaz (FC Liverpool) abgegeben hatte.

Griechenland - Olympiakos Piräus:
Ein Meister, über den sich niemand wundern wird: Olympiakos Piräus holte den Titel in Griechenland, es war die 47. Meisterschaft in der Geschichte des Klubs. Es war außerdem der dritte Titel nacheinander, und der 22. in den vergangenen 26 Spielzeiten. Langeweile in der Meisterschaft ist eben doch nicht nur eine deutsche Befindlichkeit. Den Menschen in Piräus wird es gefallen haben, auch dem Abwehrspieler Sokratis, 33, bekannt aus der Bundesliga und seit anderthalb Jahren zurück in Griechenland.

Österreich - RB Salzburg:
Noch so ein Beispiel für Meisterschaften, in denen der Meister meist derselbe ist. In Österreich heißt er RB Salzburg, es ist eher keine Überraschung. Man versteht das beim Blick auf die Statistik: Es war der dreizehnte Titel für Salzburg seit dem Jahr 2007. Der Trainer Matthias Jaissle sagte im Moment des Erfolgs: "Es ist alles andere als selbstverständlich, dass wir mit dieser sehr jungen Mannschaft den Titel geholt haben." Jung ist Salzburgs Mannschaft wirklich, aber das mit dem Titel und der Selbstverständlichkeit kann man auch anders sehen.

Tschechien - Viktoria Pilsen:
Zum ersten Mal seit 2018 und zum insgesamt sechsten Mal wird Pilsen Meister in Tschechien. Am Ende hatte das von Ex-Nationaltrainer Michal Bilek betreute Team im Duell mit Slavia Prag - zuletzt drei Mal in Folge Meister - den längeren Atem und darf von der Champions League träumen. Der tschechische Meister steigt dort in der zweiten Qualifikationsrunde ein.

Stand: 15.05.2022, 18:38 Uhr

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