Pleite gegen Brügge stellt RB Leipzig vor Rätsel

RB Leipzigs Torhüter Peter Gulacsi: "Sehr viele Fehlpässe" 01:22 Min. Verfügbar bis 29.09.2022

Fußball | Champions League

Pleite gegen Brügge stellt RB Leipzig vor Rätsel

In der Gruppe mit Paris und Manchester City hatte Leipzig in der Champions League ohnehin nur Außenseiterchancen. Nach der Niederlage gegen Brügge ist die Situation fast schon ausweglos. Trainer Marsch steht vor einem Rätsel.

Trainer Jesse Marsch (RB Leipzig), Enttäuschung

Nach der überraschenden Niederlage gegen den FC Brügge fiel es RB Leipzigs Kapitän Peter Gulacsi sichtlich schwer, positiv zu bleiben. "Das ist bitter. Die Situation in der Gruppe ist nicht einfach", sagte der ungarische Fußball-Nationaltorwart mit leiser Stimme. "Wir haben jetzt zwei Spiele gegen Paris. Da müssen wir irgendwie Punkte holen, um im Rennen zu bleiben."

Europa League wackelt auch

Fragt sich nur: Im Rennen für was? Und: Wie will RB in Paris überhaupt etwas holen? Die Art und Weise, wie der Vizemeister gegen Brügge 1:2 verlor, lässt massiv daran zweifeln, dass Leipzig die Qualität für das Erreichen des Achtelfinals hat. Und selbst der zur Europa League berechtigende dritte Platz in der Gruppe A ist für den Letzten mit null Punkten nach zwei Spieltagen in weite Ferne gerückt.

Schlechte Leistung überrascht Trainer Marsch

Auch Trainer Jesse Marsch zeigte sich verblüfft, wie sehr seine Mannschaft wenige Tage nach dem 6:0 gegen Hertha BSC und mit der Führung durch Christopher Nkunku im Rücken so in sich zusammenfallen konnte. "Es war eine sehr schlechte erste Halbzeit. Ich war überrascht, dass wir so schlecht gespielt haben. Wir haben unser Tor nicht mit allen Mitteln verteidigt", sagte der 47-Jährige. Dafür bedankten sich Hans Vanaken und Mats Rits mit ihren Treffern für den belgischen Meister.

RB-Coach Jesse Marsch: "Das Problem ist, wir spielen nicht konstant" 00:57 Min. Verfügbar bis 29.09.2022

Nach Brügge ist vor Bochum

Von einer Zielkorrektur in der Königsklasse will Marsch noch nichts wissen. Zumindest sagt er es nicht konkret. "Es ist schwer für uns. Wir haben eine schwere Aufgabe noch schwerer gemacht. Es ist sicher nicht vorbei, aber sehr, sehr schwierig", betonte der US-Amerikaner. Schon am Samstag (02.10.) gegen den VfL Bochum muss seine Mannschaft in der Bundesliga ein anderes Gesicht zeigen.

Kritik von Ralf Rangnick

Nach der erneuten Niederlage mehren sich die Kritiker in Sachen Cheftrainer. So sagte Ex-RB-Coach Ralf Rangnick, man hätte Julian Nagelsmann um jeden Preis halten sollen. Angesprochen auf die Kritik erwiderte RB Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff: "Unser neuer Trainer heißt Jesse Marsch. Auf diesen Trainer sind wir stolz und haben ihn voller Überzeugung verpflichtet. Wir haben gesehen, zu welchen Leistungen die Mannschaft in der Lage ist und wir sind überzeugt, dass die vielen Rädchen, welche wir gedreht haben, ineinandergreifen."

(ten/dpa)

MDR | Stand: 29.09.2021, 14:46

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