Medienberichte - Messi verhandelt offenbar mit PSG

Lionel Messi in einem Spiel mit dem FC Barcelona bei Paris Saint-Germain

Guardiola winkt für den Moment ab

Medienberichte - Messi verhandelt offenbar mit PSG

Paris Saint-Germain soll die besten Chancen haben, Lionel Messi nach dessen Abgang beim FC Barcelona zu verpflichten. Angeblich verhandelt Messis Vater mit dem Klub aus der Ligue 1. Manchester City winkt ab - für den Moment.

Wo will Lionel Messi spielen? Wer kann sich Lionel Messi leisten? Die Schnittmenge der Antworten auf diese beiden Fragen ist klein. Unmittelbar nachdem am Donnerstag (05.08.2021) bekannt geworden war, dass der Superstar den FC Barcelona verlassen wird, kamen die Vereine Paris Saint-Germain und Manchester City ins Spiel.

Pep Guardiola, Trainer bei City und einst Förderer von Messi in Katalonien, winkte am Freitag für den Moment erst einmal ab: "Gerade machen wir uns über ihn keine Gedanken."

Guardiola dürfte bestens informiert sein über den jeweils aktuellen Stand, und wenn sich seine Erkenntnisse mit denen verschiedener Medien decken, scheint PSG derzeit die besten Karten zu haben.

Angeblich Vertrag über zwei Jahre mit Option

"Messi hat 'Ja' zu PSG gesagt", schrieb der Sender "RMC Sport", der sich schon damit beschäftigte, welche Rückennummer Messi erhalten werde. Der 34 Jahre alte Argentinier werde in Kürze einen über zwei Jahre gültigen Vertrag mit der Option auf eine weitere Spielzeit unterzeichnen.

Die große französische Sporttageszeitung "L'Équipe" befasste sich mit Details des Angebots. "Was in den letzten Jahren als unerreichbarer Traum erschien, (...), ist in den letzten Stunden plausibler als je zuvor geworden. Paris Saint-Germain weiß, dass sich eine solche Möglichkeit zweifelsohne nicht mehr ergibt", schrieb das Blatt.

In der englischen Zeitung "The Guardian" schreibt ein in Transferfragen stets gut informierter Autor, dass Messis Vater und Berater Jorge in Paris zu Verhandlungen sei, die aber frühestens am Samstagabend beendet sein könnten. Auch der "Guardian" berichtet von einem Vertrag über zwei Jahre mit Option auf ein weiteres.

Pressekonferenz von Messi am Sonntag

Am Samstagmittag gab der FC Barcelona bekannt, dass Messi am Sonntag um 12 Uhr eine Pressekonferenz im Camp Nou geben wird. Über den Inhalt wurde nichts bekannt. Die spanische Sportzeitung "Marca" schreibt, Messi wolle sich von den Fans verabschieden und die Trennung erklären.

Telefonat mit Pochettino?

Weil sich der extrem hoch verschuldete FC Barcelona den extrem teuren Messi schlicht mehr leisten konnte, gab der Klub am Donnerstag das Ende der Verhandlungen über einen neuen Vertrag und die Trennung bekannt. Noch am selben Abend soll Messi Medienberichten zufolge mit Mauricio Pochettino telefoniert haben, seinem Landsmann, der als Trainer bei PSG auf Thomas Tuchel folgte. Pochettino dementierte am Samstag, mit Messi telefoniert zu haben.

"Manchmal bieten sich Gelegenheiten, manchmal nicht"

Der Trainer hatte sich zu dem vermeintlichen Kontakt am Freitag schon ausweichend geäußert. Er bestätigte aber, dass sein Klub eine Verpflichtung prüfe. "Wir konzentrieren uns auf die neue Saison, aber parallel arbeitet der Klub hart auf dem Transfermarkt, um die Mannschaft so gut wie möglich zu verbessern", sagte Pochettino. Der Verein prüfe Optionen, und natürlich sei Messi eine davon. "Manchmal bieten sich Gelegenheiten, manchmal nicht."

Am Samstag startete Pochettino bei Aufsteiger ES Troyes AC mit seiner ohnehin schon glänzend besetzten Mannschaft in die neue Saison. Es gelang ein mühevoller 2:1-Sieg nach Rückstand. Im Auftaktspiel der Ligue 1 hatten sich am Freitag AS Monaco und der FC Nantes mit 1:1 getrennt.

Kovac: "Wäre ein Upgrade"

Auch danach war ein möglicher Wechsel Messis zu dem vom Staat Katar finanzierten Klub aus der französischen Hauptstadt ein Thema. Monacos Trainer Niko Kovac sagte, die Liga erhielte durch Messi ein "Upgrade", daher wäre dessen Wechsel zu PSG gut. "Für mich ist er der weltbeste Spieler", sagte der ehemalige Trainer des FC Bayern. "Aber ich weiß nicht, ob er kommt. Wenn es passiert, können wir alle in Frankreich sehr glücklich sein."

bar/dpa/sid | Stand: 08.08.2021, 08:34

Darstellung: