Wegen Milliarden-Deal: Real, Barcelona und Bilbao verklagen spanische Liga

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Wegen Milliarden-Deal: Real, Barcelona und Bilbao verklagen spanische Liga

Real Madrid, der FC Barcelona und Athletic Bilbao gehen gemeinsam gerichtlich gegen den milliardenschweren Teilverkauf der spanischen La Liga vor.

Die drei Klubs haben die Einigung über eine Abgabe von zehn Prozent der Anteile an die internationale Beteiligungsgesellschaft CVC offiziell angefochten, das teilten die Klubs am Freitag (17.009.2021) mit. Der Deal untergrabe die Bestimmungen des aktuellen Reglements, hieß es in der Begründung.

Klubs kritisieren einen angeblich "irregulären Prozess"

Die Klubs behaupten, das Geschäft sei "im Rahmen eines irregulären Prozesses" zustande gekommen, "der die erforderlichen Mindestgarantien für eine Operation von solcher Bedeutung und Dauer" nicht eingehalten habe. Im August hatten 38 von insgesamt 42 Profi-Klubs zugestimmt.

Neben Real Madrid und Barcelona verweigerten auch Bilbao und ein weiterer Verein, der ungenannt bleiben wollte, ihre Zustimmung. Diese mangelnde Einheit wirkte sich kurzfristig auch auf das finanzielle Volumen der Vereinbarung aus.

Volumen des Geschäfts sank von 2,7 auf 2,1 Milliarden

Statt der ursprünglich angekündigten 2,7 Milliarden Euro will der frühere Formel-1-Eigentümer CVC wegen des Boykotts besonders der beiden Branchenriesen lediglich 2,1 Milliarden Euro für zehn Prozent an dem neuen Joint-Venture-Unternehmen "La Liga Impulso" zahlen.

Real Madrid und Barcelona widersetzen sich vor allem wegen der 50-jährigen Laufzeit der vereinbarten Partnerschaft.

sid/dpa | Stand: 17.09.2021, 21:39

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