Barcelonas Pierre-Emerick Aubameyang (r) erzielt das Tor zum 4:0 gegen Madrid vorbei an Real-Torhüter Thibaut Courtois.

Fußball | Primera División "Das weiße Desaster": Abrechnung mit Real nach Klatsche

Stand: 21.03.2022 08:45 Uhr

Was für ein Auftritt des FC Barcelona. Die Katalanen düpieren ihren Erzrivalen. Und das bekommt Real Madrid auch von den spanischen Medien zu spüren.

Erst nahm der FC Barcelona die Königlichen schonungslos auseinander, dann die spanischen Medien. Die schmachvolle 0:4-Klatsche im heimischen Estadio Santiago Bernabau werden die Profis von Real Madrid um Ex-Weltmeister Toni Kroos nicht so schnell abschütteln können.

"Xavis Mannschaft tanzt mit der von Ancelotti. Die bizarren Entscheidungen des Italieners beschleunigen das weiße Desaster", schrieb die Sportzeitung "As" in Richtung von Real-Coach Carlo Ancelotti. "Eine Chordarbietung der Mannschaft von Xavi gegen ein zerbrechliches Madrid, das unfähig ist, den Ball zu halten oder zu erobern und im eigenen Stadion fällt", befand "Marca".

"Ein stolzer Abend im Bernabeau"

Vier Tore ins Mark der Madrilenen. Pierre-Emerick Aubameyang, einst bei Borussia Dortmund, brachte den FC Barcelona in der 29. Minute in Führung. Noch vor der Pause erhöhte Ronald Araujo (38.), ehe Ferran Torres (47.) kurz nach dem Seitenwechsel die Hoffnungen der Heimfans auf ein Aufbäumen der Gastgeber zunichte machte. Mit seinem zweiten Treffer (51.) besiegelte Aubameyang den Triumph der Katalanen im ewig jungen Duell der beiden spanischen Topclubs.

"Ein stolzer Abend im Bernabeau", schrieb Nationaltorwart Marc-André ter Stegen bei Twitter. "Beim letzten Clasico unter unserem neuen Trainer haben wir schon gemerkt, dass wir wieder rankommen", sagte Barça-Kapitän Sergio Busquets. Die Partie im Supercup hatten sie 2:3 nach Verlängerung im Januar verloren und damit die fünfte Clásico-Niederlage nacheinander kassiert.

"Wir entwickeln uns weiter", betonte Busquets nun. Im November 2015 hatte der FC Barcelona zuletzt mal mit 4:0 bei Real Madrid gewonnen. "Eine totale Absichtserklärung des Trainer von Barcelona", pries "El Mundo deportivo" den Coach der Katalanen, Xavi Hernandez.

Niederlagen im Clásico tun immer weh

Auch wenn Real in der spanischen Meisterschaft mit 66 Punkten und der klaren Führung dem Titel entgegenstrebt, wird Ancelotti sich nach einigen taktischen Maßnahmen erklären müssen. Zweiter in der Tabelle ist FC Sevilla (57), der vor der Real-Pleite gegen Real Sociedad San Sebastián daheim nur 0:0 gespielt hatte.

Der FC Barcelona ist Dritter, punktgleich mit Atlético Madrid (54). Kein Trost für die Königlichen. "Es ist traurig, weil Niederlagen im Clásico immer wehtun", sagte Reals Nacho Fernández: "Das Ergebnis sagt alles."