Jérôme Boateng im Sportschau Club: "War fast weg vom FC Bayern"

Jerome Boateng

Sportschau Club

Jérôme Boateng im Sportschau Club: "War fast weg vom FC Bayern"

Von Markus Kramer

Im Sportschau Club äußert sich Weltmeister und Champions-League-Sieger Jérôme Boateng zu seinem Zwist mit der Bayern-Führung. Außerdem spricht Boateng über die Nationalmannschaft, sein soziales Engagement sowie seine großes Interesse für Mode.

Der Spieler des FC Bayern München feierten am 18. Mai 2019 nach dem fulminanten 5:1 gegen Eintracht Frankfurt im heimischen Stadion die deutsche Meisterschaft. Nur einer wirkte betrübt, verließ die Arena zeitnah nach Schlusspfiff und fehlte später bei den Double-Feierlichkeiten auf dem Münchner Marienplatz: Jérôme Boateng.

Im Sportschau Club äußert sich der Innenverteidiger ausführlich zu der damaligen Situation. "Im Nachhinein hätte ich das sicherlich anders gemacht", so Boateng. "Für die Leute war es schwer zu beurteilen, was da mit mir los war. Ich war enttäuscht und sehr nachdenklich."

Schwierige Zeit beim FC Bayern

Neben seiner schwierigen sportlichen Situation unter dem damaligen Trainer Niko Kovac missfiel Boateng insbesondere, dass die Klubführung der Münchner seinem angestrebten Vereinswechsel einen Riegel vorgeschoben hatte - obwohl Boateng "eigentlich schon fast weg vom FC Bayern" war. "Mir wurde zugesagt, dass mir keine Steine in den Weg gelegt werden. Am Ende wurde es trotzdem nicht zugelassen."

Boateng: "War eigentlich schon fast weg vom FC Bayern" Sportschau 23.12.2020 00:49 Min. Verfügbar bis 23.12.2021 Das Erste

Auch die mangelnde Kommunikation war für Boateng ein Problem: "Ich hätte mir gewünscht, dass man sich mit dem Spieler beschäftigt und mal ein ehrliches Gespräch führt". Erst mit der Ankunft des heutigen Bayern-Trainers Hansi Flick besserte sich Boatengs Situation. "Der FC Bayern kann sich glücklich schätzen, so einen herausragenden Trainer zu haben - mit so viel Fachwissen, aber auch mit Fingerspitzengefühl für die Spieler", schwärmt der 32-Jährige in den höchsten Tönen über Flick, der Boateng stets Einsatzzeit gewährte.

"Absolut offen" für Nationalmannschaft

Das Thema Kommunikation beschäftigt Boateng auch mit Blick auf die Nationalmannschaft. Die Entscheidung von Bundestrainer Joachim Löw, ihn nicht mehr zu nominieren, sei "absolut legitim". Die "Art und Weise" kritisiert Boateng aber. Für die Nationalmannschaft würde Boateng dennoch gerne nochmals auflaufen: "Wenn ich gefragt werde, bin ich absolut offen dafür. Für Deutschland zu spielen, war immer das Größte."

Nationalmannschaft? Boateng: "Bin absolut offen dafür" Sportschau 23.12.2020 00:35 Min. Verfügbar bis 23.12.2021 Das Erste

Angesprochen auf sein großes soziales Engagement für benachteiligte Kinder wird Boateng deutlich und fordert dazu auf. "Ich hoffe, dass Sportler oder auch andere Personen sich damit beschäftigen, denn es ist extrem wichtig", sagt Boateng. "Nicht jeder kann einem Fußballverein beitreten, nicht jeder wird gefördert."

Boatengs Faible für Mode

Seine ausgeprägte Leidenschaft für Mode ist für Boateng nicht der großen Rede wert: "Ich glaube, das ist kein Problem, wenn man Sachen ausprobiert und sich für Mode interessiert. Das gehört einfach zu mir dazu. Das sind meine Interessen."

Der Sportschau Club mit Jérôme Boateng Sportschau 23.12.2020 29:08 Min. Verfügbar bis 23.12.2021 Das Erste

Stand: 23.12.2020, 19:22

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