EM-Qualifikation - Matchball für Belgien

Eden Hazard

7. Spieltag

EM-Qualifikation - Matchball für Belgien

Belgien kann sich in Gruppe I als erstes Team für die Fußball-EM 2020 qualifizieren. In anderen Gruppen ist die Gemengelage schwieriger. Sportschau.de hat den Überblick.

Mit einem Doppelspieltag geht es in der Qualifikation zur Fußball-EM 2020 auf die Zielgerade. Den Anfang machen am Donnerstag (10.10.2019) die Gruppen C, E, G und I. sportschau.de blickt auf die Duelle und die Konstellation in den Gruppen.

Gruppe C: Niederlande - Nordirland und Weißrussland - Estland

Mit einem Sieg gegen Nordirland und dann zwölf Zählern könnten die Niederlande nach Punkten zu den Briten und zu Deutschland aufschließen. Eine Entscheidung im Dreikampf fällt erst im November. Nationaltrainer Ronald Koeman hat davor gewarnt, den Gegner zu unterschätzen. "Es gibt überhaupt keinen Grund zur Bequemlichkeit", sagte Koeman: "Wir müssen uns noch qualifizieren." Der Bondscoach war leicht unzufrieden mit dem Training und der Motivation seiner Spieler. "Wir müssen konzentriert sein", sagte er. Die Kampfbereitschaft der Nordiren sei nicht zu unterschätzen: "Es sind Kampfmaschinen, die es einem Gegner schwer machen können." Die Niederlande wollen nach der verpassten EM 2016 und WM 2018 endlich wieder bei der Endrunde eines großen Turniers dabei sein. Weißrussland und Estland können sich beide nicht mehr qualifizieren und kämpfen im direkten Duell um Platz vier in der Gruppe.

Gruppe E: Kroatien - Ungarn und Slowakei - Wales

Gleich vier Teams machen sich noch Hoffnung auf die zwei Tickets - die ersten beiden einer jeden Gruppe qualifizieren sich für die Endrunde. Die beste Ausgangslage in Gruppe E hat Tabellenführer Kroatien. Der Vizeweltmeister kann mit einem Sieg gegen Ungarn einen großen Schritt in Richtung Qualifikation tun. Doch auch die Slowaken sind noch im Rennen, das Duell mit Wales ist wegweisend. Interessant ist die Konstellation in der Gruppe E auch für Deutschland. Löst Ungarn nicht über die Qualifikation das Ticket, hat Deutschland im Falle der Qualifikation 2020 sicher drei Vorrunden-Heimspiele in München.

Gruppe G: Lettland - Polen, Nordmazedonien - Slowenien und Österreich - Israel

Polen kann mit einem Sieg in Lettland einen großen Schritt Richtung EM machen. Gruppe G hat es aber in sich. Auch Slowenien, Österreich, Israel und Nordmazedonien machen sich noch Hoffnungen. In Wien kommt es zum Duell zwischen Österreich und Israel, wo der ehemalige österreichische Nationalspieler Andreas Herzog auf der Trainerbank sitzt.

Dem war im Hinspiel ein wahrer Coup gelungen, als er mit seinem Team einen souveränen 4:2-Sieg gegen sein Heimatland einfuhr. Herzog schwärmte von einem "Sahnetag", in Österreich war von Blamage und Schmach die Rede. Jetzt folgt das Rückspiel und auch das steckt schon vor dem Anpfiff voller Brisanz. Denn die Österreicher stehen gewaltig unter Druck. Die Mannschaft von Teamchef Franco Foda liegt mit zehn Punkten nur auf dem dritten Platz, hinter Polen und Slowenien. "Ich glaube, uns allen ist bewusst, dass es eine sehr wichtige Woche für uns ist", erklärte der angeschlagene Bayern-Profi David Alaba, dessen Einsatz noch fraglich ist. Unabhängig davon hat Foda die Marschroute bereits ausgegeben: dominant auftreten, aggressiv gegen den Ball spielen, gutes Umschaltspiel zeigen - und so gegen Israel drei Punkte einfahren.

Gruppe I: Kasachstan - Zypern, Belgien - San Marino und Russland - Schottland

Belgien kann praktisch für die Endrunde planen. Ein Heimsieg gegen San Marino, und die "Roten Teufel" sind als erstes Team sicher bei der EM dabei. Auch Russland ist klar auf EM-Kurs. Als Tabellenzweiter hat das Team schon acht Punkte Vorsprung auf den Dritten aus Zypern. Bei einem Sieg gegen Schottland ist fast schon alles klar für die Russen. Zypern muss derweil in Kasachstan antreten.

sid/dpa | Stand: 10.10.2019, 11:15

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