Nations League - Italien und Belgien komplettieren das Final Four

Andrea Belotti

6. Spieltag in der Nations League

Nations League - Italien und Belgien komplettieren das Final Four

Italien und der WM-Dritte Belgien haben sich am letzten Gruppenspieltag der Nations League den Einzug ins Finalturnier gesichert. Österreich steigt in die A-Liga auf.

Die Belgier um Kevin de Bruyne und Doppeltorschütze Romelu Lukaku besiegten am Mittwochabend Dänemark mit 4:2 (1:1). Italien gewann gegen Bosnien-Herzegowina mit zwei Traumtoren 2:0 (1:0).

Zuvor hatten sich schon Frankreich und Spanien nach dem 6:0 gegen die deutsche Nationalmannschaft für die Endrunde kommenden Oktober qualifiziert. Das Turnier wird wohl in Italien stattfinden, die UEFA muss das bei der Sitzung ihres Exekutivkomitees am 3. Dezember aber noch bestätigen.

Lukaku-Doppelpack

Es war das "Finale" in Gruppe A2 zwischen Belgien und Dänemark - beide Mannschaften hatten noch die Chance auf die nächste Runde. Die Belgier, denen ein Unentschieden gereicht hätte, erwischten einen Blitzstart und lagen bereits nach drei Minuten durch einen Treffer von Youri Tielemans vorn. Für die starken Dänen glich Jonas Wind (18. Minute), der erstmals bei einem Pflichtspiel in der Startelf stand, per Kopf aus.

Lukaku (r.) zeigt wo's lang geht

Lukaku (r.) zeigt wo's lang geht

In der zweiten Hälfte beendeten jedoch Lukaku mit einen Doppelpack (57./69.) und De Bruyne (88.) die dänischen Ambitionen aufs Finale. Die Skandinavier konnte zwischendurch mit Hilfe eines Eigentors von Belgiens Torwart Thibaut Courtois (86.) verkürzen.

Niederlande siegt "vergebens"

Für die Italiener galt es in der Gruppe 1 nicht nur das 1:1 gegen die Bosnier aus dem Hinspiel auszubügeln. Als Tabellenführer hatten sie auch den Finaleinzug in der eigenen Hand. Dementsprechend engagiert gingen die Azzurri im Grbavica Stadion in Sarajewo zu Werke und gingen mit einem sehenswerten Treffer von Andrea Belotti (22.) in Führung. Domenico Berardi (68.) zauberte nach einer feinen Vorlage von Manuel Locatelli das nächsten Tor - und die Italiener ins Finale.

Depay (r.) erlöst die Niederländer

Depay (r.) erlöst die Niederländer

Im zweiten Spiel der Gruppe 1 hatten Polen und die Niederlande auf einen Ausrutscher Italiens hoffen müssen. Da Italien aber gewann und Bosnien bereits als Absteiger feststand, ging es beim 2:1 (1:0) Sieg von Oranje nur noch um die Statistik. Für Polen traf Kamil Jozwiak (6.), die Niederlande drehten das Spiel durch Tore von Memphis Depay (77.) und Georginio Wijnaldum (84.) und schlossen die Gruppe auf Rang zwei ab. England, das in der Gruppe 2 bereits vorher als Dritter feststand, besiegte die bereits abgestiegenen Isländer mit 4:0 (2:0).

B-Liga: Norwegen verpasst den Aufstieg

Ohne BVB-Jungstar Erling Haaland haben Norwegens Fußballer nach der Niederlage am Grünen Tisch auch den Gruppensieg und damit den Aufstieg in die A-Liga verpasst. Die B-Mannschaft der Nordeuropäer schaffte am Mittwochabend im Wiener Ernst-Happel-Stadion zwar ein verdientes 1:1 (0:0), das reichte aber in der Endabrechnung nicht. Vor leeren Rängen gingen die Gäste durch Ghayas Zahid in der 61. Minute in Führung, doch Adrian Grbic traf in der Nachspielzeit (90.+4) noch für die ÖFB-Mannschaft von Trainer Franco Foda.

Selbst ein 1:0 hätte den Norwegern in der B1-Gruppe nichts genutzt, da sie Anfang September das Heimspiel gegen Österreich mit 1:2 verloren hatten.

Wenige Stunden zuvor hatte die UEFA mitgeteilt, dass die aus Corona-Gründen abgesagte Partie gegen Rumänien für Norwegen als 0:3-Niederlage gewertet wird. Angesichts des positiven Falls bei den Norwegern und der Absage durch den norwegischen Fußballverband habe das Spiel am vergangenen Sonntag nicht wie geplant in Bukarest stattfinden können.

Türkei, Wales und Tschechien jubeln

Neben den Österreichern sind auch die Ungarn durch ein 2:0 (0:0) gegen die Türkei Gruppensieger in der B-Klasse, ebenso wie Tschechien durch einen 2:0-Sieg über die Slowakei und Wales, das sich 3:1 gegen Finnland durchsetzte. In der C-Liga steigen Albanien, Slowenien und Armenien gemeinsam mit den bereits seit Dienstag feststehenden Montenegrinern auf.

dpa/red | Stand: 18.11.2020, 22:53

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