UEFA: Entscheidungen zu Nations League und Champions League

Das Logo der UEFA im UEFA-Sitz in Nyon

Sitzung des Exekutivkomitees

UEFA: Entscheidungen zu Nations League und Champions League

Das mächtige Exekutivkomitee der UEFA trifft sich heute in Ljubljana. Auf der Tagesordnung stehen wichtige Entscheidungen zur Nations League und zur EURO 2020. Außerdem werden drei Endspiele der Champions League vergeben.

Die wichtigsten Punkte auf der Agenda in Sloweniens Hauptstadt:

Nations League

In Deutschland wurde der neue Wettbewerb bislang eher kritisch gesehen, in anderen Ländern ist man hingegen begeistert von der Nations League. Deswegen soll die A-Liga, die höchste Staffel, von zwölf auf 16 Teams erweitert werden. Dann hätte jedes Team sechs statt vier Spiele und jeder Verband noch höhere Einnahmen.

Ein Nutznießer wäre die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw. Trotz des sportlichen Abstiegs bei der ersten Auflage 2018 dürfte man bei der nächsten Auflage im Herbst 2020 wieder bei den besten Teams mitspielen.

Champions League

Eigentlich sollte der Gastgeber für das Finale 2021 im Mai bestimmt werden. In München und St. Petersburg gab es aber zwei Kandidaten, von denen keiner brüskiert werden sollte. Also schrieb die UEFA auch noch die Endspiele 2022 und 2023 aus.

Die noch nicht bestätigte, aber sehr wahrscheinliche Lösung lautet nun: St. Petersburg bekommt das Endspiel 2021. München ist 2022 und damit genau zehn Jahre nach dem dramatischen "Finale dahoam" des FC Bayern gegen Chelsea wieder dran. 2023 bekommt London den Zuschlag, 100 Jahre nach Eröffnung des legendären Wembley Stadions.

Auslosung der EURO 2020

Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees in Nyon am 27.09.2018

Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees in Nyon am 27.09.2018

Hier geht es um das Prozedere der Auslosung der Endrunde. Die EM wird mit 24 Teilnehmern von zwölf Gastgebern ausgetragen, das macht das Turnier zu einer logistisch komplizierten Angelegenheit. Auch die Zeremonie zur Ermittlung der sechs Vorrundengruppen am 30. November in Bukarest ist speziell. Es wird wohl ein System aus Setzen und Ziehen geben, das die UEFA-Funktionäre nun offiziell verabschieden.

Alle qualifizierten Gastgeber müssen in ihrer Heimgruppe spielen. Für Deutschland ist das die Gruppe F. Ausgeschlossen sind für die deutsche Mannschaft Gruppenspiele mit anderen Gastgebern wie England, den Niederlanden, Spanien oder Italien, die definitiv in ihren Gastgebergruppen landen.

Je nachdem, welchen Lostopf die deutsche Mannschaft auf Grundlage der Leistungen in der EM-Qualifikation erreicht, wird sie also auf die jeweilige Position 1 - 4 in ihrer Gruppe gesetzt. Ungarn kann als Co-Gastgeber dieser Gruppe nicht im gleichen Lostopf sein. Mannschaften ohne Gastgeberrecht wie Weltmeister Frankreich oder Titelverteidiger Portugal werden aus ihren Töpfen frei zugelost.

So funktioniert die EM-Qualifikation Sportschau 06.09.2019 01:20 Min. Verfügbar bis 06.09.2020 Das Erste

DFB nicht mit am Tisch

All diese Entscheidungen trifft das Exekutivkomitee, ohne dass ein Vertreter des DFB mit am Tisch sitzt. Seit dem Rücktritt von Reinhard Grindel als DFB-Präsident ist dessen Platz in dem Gremium unbesetzt. Am 3. März 2020 soll dieser beim UEFA-Kongress in Amsterdam wieder vergeben werden. Möglicherweise zieht dann DFB-Vizepräsident Rainer Koch in das Gremium ein.

Im Exekutivkomitee sitzen grundsätzlich 20 Menschen: Neben dem UEFA-Präsidenten Aleksander Ceferin sind das 15 vom UEFA-Kongress gewählte Vertreter der Landesverbände sowie eine Frau. Hinzu kommen zwei Vertreter der Klubs und einer der europäischen Ligen. In Ljubljana sind durch Grindels Rücktritt 19 Personen stimmberechtigt. Bei Abstimmungen reicht eine einfache Mehrheit.

nch/dpa | Stand: 24.09.2019, 07:41

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