Spanische Fußballer wehren sich gegen Liga-Spiele in USA

Sergio Ramos von Real Madrid

Plane von LaLiga

Spanische Fußballer wehren sich gegen Liga-Spiele in USA

Fußballprofis der spanischen Primera División wehren sich gegen die Pläne, Liga-Spiele in den USA auszutragen - und drohen mit Streik.

Nach einem Treffen mit Kapitänen von Erstligavereinen bezeichnete der Präsident der spanischen Spielergewerkschaft AFE, David Aganzo, die Pläne der LaLiga als verrückt. Er drohte mit einem Streik, falls die Liga ihre Pläne weiter verfolgt.

Am Treffen nahmen unter anderem die Nationalspieler Sergio Ramos von Champions-League-Sieger Real Madrid und Sergio Busquets von Landesmeister FC Barcelona teil. Beim Treffen hätten sich alle Kapitäne "einstimmig" gegen Gastspiele in den USA und Kanada ausgesprochen, sagte der Ex-Profi Aganzo vor Journalisten.

Widerstand "mit allen Mitteln"

Die Spieler seien ob der Pläne "alle überrascht und empört". Man habe beschlossen, mit allen Mitteln dagegen vorzugehen. "Wir Fußballer stehen nicht zum Verkauf. Wir denken nicht nur ans Geld. Wir denken in erster Linie an die Fans und an die Gesundheit", versicherte Aganzo.

Unter Berufung auf LaLiga hatte die Zeitung El País die Pläne enthüllt, erstmals in der Geschichte der spanischen Landesmeisterschaft offizielle Partien außerhalb der Landesgrenzen auszutragen.

Ein Spiel pro Saison in Nordamerika

Zunächst solle ein Spiel pro Saison nach Nordamerika verlagert werden, hieß es. Ein entsprechender Vertrag sei mit dem US-Sportunternehmen Relevent unterzeichnet worden. Durch das auf 15 Jahre begrenzte Abkommen solle der spanische Fußball in den USA und Kanada populärer gemacht werden, sagte LaLiga-Präsident Javier Tebas.

Den Angaben zufolge könnte bereits in der am vorigen Wochenende begonnenen Spielzeit eine Begegnung in den USA ausgetragen werden, voraussichtlich mit Teilnahme von einem der Topclubs FC Barcelona oder Real Madrid.

dpa | Stand: 07.01.2020, 10:13

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