Ronaldo akzeptiert Steuernachzahlung und Bewährungsstrafe

Cristiano Ronaldo nach seiner Gerichtsverhandlung

Urteil

Ronaldo akzeptiert Steuernachzahlung und Bewährungsstrafe

Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo ist wegen Steuerhinterziehung von einem Gericht in Madrid schuldig gesprochen worden.

Der 33-Jährige akzeptierte bei der Anhörung am Dienstag (22.01.2019) einen bereits im Vorfeld ausgehandelten Deal mit der Staatsanwaltschaft und muss fast 19 Millionen Euro an Steuernachzahlungen und Geldstrafen leisten. Zudem wurde der Portugiese zu einer Haftstrafe von 23 Monaten und 30 Tagen verurteilt, wie das spanische Fernsehen berichtete. Bei nicht vorbestraften Verurteilten ist es in Spanien üblich, dass eine Haftstrafe von bis zu zwei Jahren zur Bewährung ausgesetzt wird.

Haftstrafe wird in Geldstrafe umgewandelt

Einem Gefängnisaufenthalt konnte der ehemalige Profi von Real Madrid somit umgehen. Die Haftstrafe wurde vom Gericht in eine Geldstrafe von rund 360.000 Euro umgewandelt, zusätzlich muss der 33-Jährige Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 3,2 Millionen Euro zahlen. Im Rahmen seines Deals mit der Justiz hatte Ronaldo 2018 schon einer Zahlung von 18,8 Millionen Euro an die spanischen Behörden zugestimmt.

Einnahmen aus Bildrechten im Fokus der Vorwürfe

Die zuständige Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte hatte Ronaldo vorgeworfen, über Briefkastenfirmen mehrere Millionen Euro Steuern am spanischen Fiskus vorbeigeschleust zu haben. Dabei geht es speziell um Einnahmen aus Bildrechten, die der Stürmer zwischen 2011 und 2014 hinterzogen haben soll.

Steuerprozess von Xabi Alonso vertagt

Der "Fall Cristiano Ronaldo" gehörte zu den spektakulärsten Verfahren wegen Steuerhinterziehung durch Fußball-Profis von spanischen Vereinen. Auch der argentinische Superstar Lionel Messi vom FC Barcelona war 2016 bzw. 2017 wegen Steuerbetrugs zu einer 21-monatigen Gefängnisstrafe sowie einer Geldstrafe von 2,09 Millionen Euro verurteilt worden. Auch Messi musste die Haftstrafe nicht antreten.

Der Prozess gegen Bayern Münchens ehemaligen Fußballprofi Xabi Alonso wegen Steuerhinterziehung ist am Dienstag vertagt worden. Das Gericht in Madrid will zunächst klären, ob es überhaupt zuständig ist. Die Staatsanwaltschaft fordert fünf Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von vier Millionen Euro. Dem 37-Jährigen wird vorgeworfen, in seiner Zeit bei Real Madrid zwei Millionen Euro Steuern hinterzogen zu haben. Alonso pocht auf seine Unschuld und hat eine außergerichtliche Einigung abgelehnt.

Stand: 22.01.2019, 12:41

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