Italiens Klubs wollen Rassismus stärker bekämpfen

Zeichen gegen Rassisimus beim Derby Inter gegen Milan

Offener Brief

Italiens Klubs wollen Rassismus stärker bekämpfen

Die 20 Profi-Klubs der Serie A in Italien wollen härtere Maßnahmen gegen rassistische Beleidigungen ergreifen. In einem offenen Brief bekennen sie sich zu einem "ernsten Problem" mit Rassismus in den Stadien.

"Wir müssen anerkennen, dass wir ein ernsthaftes Problem mit dem Rassismus in italienischen Stadien haben und dass wir ihn womöglich im Laufe der Jahre nicht ausreichend bekämpft haben", hieß es in einem gemeinsamen offenen Brief, der am Freitag (29.11.2019) auf den Webseiten der Serie A und deren Vereine veröffentlicht wurde.

Auch in der laufenden Saison seien einige Spieler Opfer rassistischer Beleidigungen geworden, schrieben die Vereine. Diese Bilder seien um die Welt gegangen und hätten überall Debatten ausgelöst. "Das ist eine Quelle der Frustration und Scham für uns alle." In den vergangenen Wochen hätten die Verantwortlichen der Vereine "konstruktive Diskussionen" mit der Serie A, dem italienischen Fußballverband FIGC und internationalen Experten geführt. Ziel sei es, "dieses Problem anzugehen und zu beseitigen".

Mario Balotelli von Brescia Calcio

Mario Balotelli von Brescia Calcio

Anfang November hatten Anhänger des Vereins Hellas Verona beim Heimspiel gegen Brescia Calcio dessen Stürmerstar Mario Balotelli mehrfach mit Affenlauten und rassistischen Rufen beleidigt. Der dunkelhäutige Spieler wurde als Sohn ghanaischer Eltern in Italien geboren. Hellas Verona hatte daraufhin gegen einen führenden Fan-Vertreter ein mehr als zehnjähriges Stadionverbot verhängt.

dpa | Stand: 30.11.2019, 13:42

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