Mahrez und Co. - die Top-Einkäufe der Premier League

Manchester Citys Riyad Mahrez

Zum Transferschluss in England

Mahrez und Co. - die Top-Einkäufe der Premier League

Von Robin Tillenburg

Das Transferfenster der Premier League ist geschlossen - zumindest was die Zukäufe angeht. Verkauft werden darf aber weiterhin.

Der "Deadline Day" am Donnerstag (09.08.2018) verlief überraschend ruhig. "Große" Transfers tätigte nur der FC Everton, der sich kurz vor Schluss für 30 Millionen Euro noch die Dienste von Barcelonas Innenverteidiger Yerry Mina sicherte und gleichzeitig André Gomes von dort auslieh. Nennenswert außerdem noch: Freiburgs Caglar Söyüncü wechselte für 21,1 Millionen Euro zu Leicester City.

Das war es am letzten Tag der Transferfrist aber dann auch. Vor einem Jahr war beschlossen worden, dass in dieser Spielzeit die Frist für Neuzugänge bereits mit dem Saisonstart enden soll. Insgesamt gab die Liga über 1,3 Milliarden Euro für Verstärkungen aus. Die Einnahmen stehen bisher bei knapp 400 Millionen Euro.

Teure Keeper

Besonders viel Geld wurde bei den Keepern gezahlt. Kepa, den der FC Chelsea für die festgeschriebene Ablösesumme von 80 Millionen Euro von Athletic Bilbao holte, ist seit Anfang August der teuerste Keeper aller Zeiten. Er löste damit den Brasilianer Alisson ab.

Dessen Zeit als Rekordhalter war relativ kurz, denn auch er wurde erst Mitte Juli vom FC Liverpool verpflichtet. 62,5 Millionen Euro hatte der Klub von Trainer Jürgen Klopp an die AS Rom überwiesen.

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Liverpool mit dem dicksten Scheckbuch

Die "Reds" führen die Liste der Transferausgaben in Englands Beletage auch an. Über 180 Millionen Euro ließ man sich die Dienste von Alisson, dem Ex-Leipziger Naby Keita (60 Millionen), Fabinho (45, vom AS Monaco) und Xherdan Shaqiri (14,7, Stoke City) kosten.

Teuerster Feldspieler dieser Periode ist übrigens Riyad Mahrez. Der Algerier verlässt Leicester City und trägt ab sofort für die stolze Summe von 67,8 Millionen Euro das himmelblaue Trikot vom Meister Manchester City, der ansonsten auf Kontinuität setzt und auf weitere Hochkaräter verzichtete.

Tottenham geht leer aus

Beinahe skurril wirkt die Bilanz von Tottenham Hotspur. Der Vorjahresdritte gab keinen einzigen Euro aus und verpflichtete auch keinen neuen Spieler. Akteure verloren hat der Kader der "Spurs" allerdings auch nicht. In den sozialen Medien machte der Witz die Runde, dass das einzige Papier, das die Verantwortlichen dort in diesem Transferfenster unterschrieben haben, die Geburtstagskarte von Stürmer Harry Kane sei.

United ohne große Namen

Manchester United verzichtete etwas überraschend auf die großen Namen - man soll unter anderem bei Bayerns Jérôme Boateng abgeblitzt sein - und investierte zusammen über 80 Millionen Euro in die Dienste des brasilianischen Mittelfeldmannes Fred von Schachtjor Donezk und des 19-Jährigen Rechtsverteidigers Diogo Dalot (FC Porto).

Neben Kepa sicherte sich Chelseas neuer Coach Maurizio Sarri auch direkt die Dienste seines "Lieblingsspielers" Jorginho, den er schon beim SSC Neapel trainiert hatte. Die Italiener bekamen stolze 57 Millionen Euro "Schmerzensgeld" - klingt eher nicht nach Freundschaftspreis.

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Arsenal bedient sich in der Bundesliga

Die Riege der Top-Sechs der abgelaufenen Spielzeit wird komplettiert vom FC Arsenal. Auch hier ist mit Unai Emery ein neuer Trainer am Werk, der in Lucas Torreira (30 Millionen, UC Sampdoria), Torhüter Bernd Leno (20, Bayer Leverkusen) und Sokratis (16, Borussia Dortmund) gleich drei hochkarätige neue Spieler für seinen Kader bekommen hat.

Der teuerste Neueinkauf, der nicht von den "großen" sechs Klubs geholt wurde, ist übrigens Richarlison. Der brasilianische Flügelspieler spielt nicht mehr beim FC Watford, sondern zukünftig beim FC Everton, der dafür 39 Millionen Euro an die "Hornets" überwies. Dicht dahinter rangiert Felipe Anderson, den West Ham United für 38 Millionen Euro vom Lazio Rom loseiste.

Stand: 10.08.2018, 08:30

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