Manchester City ist englischer Meister

Jubel bei Manchester City

Premier League, 34. Spieltag

Manchester City ist englischer Meister

Manchester City hat zum fünften Mal die englische Fußball-Meisterschaft geholt.

Das Team des früheren Bayern-Trainers Pep Guardiola profitierte davon, dass Lokalrivale Manchester United am Sonntag (15.04.2018) eine peinliche 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen den Tabellenletzten West Bromwich Albion kassierte. Bei fünf verbleibenden Spielen und 16 Punkten Vorsprung auf den Tabellenzweiten United ist Spitzenreiter City nicht mehr einzuholen.

Pflicht gegen Tottenham, dann Meister "auf der Couch"

Man United, das den Erzrivalen und Nachbarn in der vergangenen Woche noch mit 3:2 (0:2) düpiert hatte, war gegen West Brom die spielbestimmende Mannschaft, kam bei strömendem Regen im Old Trafford aber nicht zum Torerfolg. In der 73. Minute erzielte dann Jay Rodriguez das überraschende Führungstor für das Liga-Schlusslicht und machte Manchester City damit vorzeitig zum Meister. City hatte am Samstagabend mit 3:1 (2:1) bei Tottenham Hotspur gewonnen.

Nach drei Pflichtspiel-Niederlagen hintereinander beendeten Gabriel Jesus (22. Minute), Ilkay Gündogan (25./Foulelfmeter) und Raheem Sterling (72.) im Wembley-Stadion Citys Minikrise und ließen die Fans und ihren Trainer endlich wieder jubeln. "Es war eine wichtige Probe, besonders nach der letzten Woche", betonte Guardiola. "Die Leistung war überragend."

Dominante Saison

Guardiola hatte im Hinblick auf die am Samstag noch unwahrscheinlich erscheinende Chance, bereits am Sonntag Meister zu werden, gescherzt, er wolle lieber Golf spielen, als vor dem Fernseher zu sitzen. "Das einzige Ergebnis, das mich interessiert, ist Bogey oder Birdie", sagte er. "Wir verlassen uns auf uns selbst. Das Team war neun Monate lang so gut. Die Spieler "verdienen alle meinen Respekt."

Mit einer Tordifferenz von +68, nur zwei Niederlagen und achtundzwanzig Siegen sind die "Citizens", die am sechsten Spieltag die Tabellenführung übernommen hatten und diese dann nicht mehr abgaben, über den gesamten Saisonverlauf das Maß aller Dinge in der Premier League gewesen. Sergio Agüero mit bisher 21 Toren, Sterling mit 17 und Gabriel Jesus mit zehn Treffern sind die erfolgreichsten Torschützen des Guardiola-Teams. Kevin De Bruyne (15) und Nationalspieler Leroy Sané (12) sind zudem Top-Vorbereiter der Liga.

Klopp siegt mit Liverpool auch in der Liga

Champions-League-Halbfinalist FC Liverpool hat unterdessen nach dem 3:0 (1:0) gegen den AFC Bournemouth weiter beste Chancen, auch in der nächsten Saison in der Königsklasse zu starten. Wieder mal war es das Offensivtrio Sadio Mané (7.), Mohamed Salah (69.) und Roberto Firmino (90.), das Anfield zum Beben brachte. "Die Jungs waren fantastisch", schwärmte Jürgen Klopp. Premier-League-Topscorer Salah verblüffte den Coach bereits mit seinem 30. Liga-Tor. "Das ist doch verrückt!"

Klopps Trainerkumpel David Wagner verschaffte sich mit Huddersfield Town Luft im Abstiegskampf. Die "Terriers" schlugen den FC Watford mit 1:0 (0:0) dank eines späten Tors von Tom Ince (90.+1). "Ein riesiger Sieg", freute sich Wagner, dessen Team sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze hatte.

Chelsea dreht Partie, Arsenal verliert

Die Konkurrenz hatte allerdings ein Spiel weniger absolviert. Der Tabellen-18. FC Southampton verlor am Samstag nach Zwei-Tore-Führung bei Meister Chelsea noch mit 2:3 (0:2). Chelsea geriet bereits in der 21. Minute durch ein Tor von Dusan Tadic in Rückstand, in der 60. Minute erhöhte Jan Bednarek für Southampton. Chelsea sicherte sich aber durch Tore des eingewechselten Olivier Giroud (70. Minute/78.) und Eden Hazard (75.) noch die drei Punkte. Der deutsche Nationalverteidiger Antonio Rüdiger stand bei Chelsea nicht im Kader.

Am Sonntag kassierte der FC Arsenal schon die neunte Auswärtspleite in dieser Premier-League-Saison. Bei Aufsteiger Newcastle United unterlagen die "Gunners" ohne Weltmeister Mesut Özil mit 1:2 (1:1). Nach der Arsenal-Führung durch Alexandre Lacazette (14.) drehten Ayoze Pérez (29.) und Matt Ritchie (68.) die Partie für Newcastle. Arsenal hat nur noch eine theoretische Chance auf Platz vier.

Wolverhampton steigt auf

Nach sechsjähriger Abstinenz kehrt der englische Fußball-Traditionsklub Wolverhampton Wanderers in die Premier League zurück. Der dreimalige Meister profitierte am Samstag vom 1:1 des Verfolgers FC Fulham in der zweiten Liga gegen Brentford. Damit sind die "Wolves" nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in der Championship zu verdrängen und stehen als erster Aufsteiger fest. Im Kampf um das zweite Ticket ins Oberhaus haben der Tabellenzweite Cardiff City (83 Punkte) und Fulham (82) die besten Karten.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 15.04.18, 22.50 Uhr

dpa/red | Stand: 15.04.2018, 19:01

Darstellung: