Premier League - Chelsea siegt mit Werner und Havertz

Timo Werner (r.) im Laufduell mit Adam Lallana

Start in die Saison 2020/21

Premier League - Chelsea siegt mit Werner und Havertz

Der FC Chelsea hat mit doppelter Verstärkung aus der Bundesliga das Montagabendspiel (14.09.2020) der englischen Premier League bei Brighton & Hove Albion gewonnen: Timo Werner und Kai Havertz standen in der Startelf.

Am ersten Spieltag der englischen Premier League hatten die beiden deutschen Nationalspieler das Vertrauen ihres Trainers fRank Lampard und feierten mit ihrem neuen Team einen letztlich ungefährdeten 3:1 (1:0)-Sieg. Jorginho erzielte das erste Tor per Foulelfmeter in der 23. Spielminute, nachdem Werner gefoult worden war. Nach dem Ausgleich durch Leandro Trossard (54. Minute) trafen Reece James (56.) und Kurt Zouma (66.) für das Team aus London.

Rüdiger auf der Bank

Der dritte deutsche Nationalspieler bei Chelsea, Antonio Rüdiger, sah von der Bank aus einen flotten Start seines Teams und das Foul von Torwart Mathew Ryan am schnellen Werner, das zur frühen Strafstoß-Führung führte. Der ehemalige Leipziger zeigte sich nicht nur in dieser Szene sehr agil bei seinem Premier-League-Debüt. Der aus Leverkusen nach London gewechselte Havertz lieferte hingegen eine weniger auffällige Partie. Knapp zehn Minuten vor dem Abpfiff wurde er ausgewechselt.

Chelsea hatte vor der Saison seinen Kader kostspielig vergrößert. Von den Neuzugängen standen aber nur die beiden deutschen Nationalspieler auf dem Platz. Hakim Ziyech und Ben Chilwell fehlten wegen Verletzungen. Der mit Paris im Champions-League-Endspiel gegen Bayern unterlegene Thiago Silva hat erst vergangene Woche mit dem Training in London begonnen und stand noch nicht im Kader.

Im ersten Spiel des Montags hatte Sheffield United gegen die Wolverhampton Wanderers mit 0:2 (0:2) verloren. Die Wanderers gewannen dank der schnellen Tore von Raul Jimenez (3.) und Romain Saiss (6.)

Everton siegt bei den "Spurs"

Jubel bei den Spielern von Everton über den Auftaktsieg bei Tottenham

Jubel bei den Spielern von Everton über den Auftaktsieg bei Tottenham

Der vor allem in der Offensive erneuerte FC Everton hatte tags zuvor mit 1:0 bei den Tottenham Hotspur gewonnen und unterstrich damit seine Ambitionen nach dem enttäuschenden zwölften Platz der Vorsaison. Dominic Calvert-Lewin sorgte mit einem sehenswerten Kopfballtreffer (55.) nach einer Freistoßvorlage von Lucas Digne für den entscheidenden Treffer an der New White Hart Lane.

Von Evertons Neuzugängen zeigte vor allem der spielfreudige James Rodriguez, dass er eine echte Verstärkung für das Team von Carlo Ancelotti werden könnten. Im Tor vereitelte Nationalkeeper Jordan Pickford zwei gute Chancen von Dele Alli and Matt Doherty und machte den Fehlstart für die "Spurs" perfekt.

Vardy schießt Leicester zum Sieg

Leicester City feierte zum Auftakt einen am Ende ungefährdeten 3:0-Erfolg bei Aufsteiger West Bromwich Albion. Timothy Castagne, Neuzugang von Atalanta Bergamo, führte sich mit seinem Führungstreffer (56. Minute) direkt famos bei den "Foxes" ein, Jamie Vardy sorgte mit zwei Treffern per Strafstoß (74., 84.) für die Entscheidung.

Meister Liverpool siegt gegen Leeds nach packendem Spiel

Meister FC Liverpool startete schon am Samstag mit drei Punkten und einem torreichen Spiel in die neue Saison. Gegen Aufsteiger Leeds United schaffte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp an der heimischen Anfield Road ein spätes und knappes 4:3 (3:2). Mohamed Salah sorgte zwei Minuten vor Schluss mit seinem dritten Treffer in dieser Partie für einen erfolgreichen Start für den Titelverteidiger.

Liverpools Salah (r.) im Spiel gegen Leeds

Liverpools Salah (r.) im Spiel gegen Leeds

"Was ich super fand, war gegen einen so aufopferungsvoll und komplett anders verteidigenden Gegner Fußball zu spielen", sagte Klopp nach dem Spiel. Am ersten Spieltag sei das für seine Mannschaft "auch nicht einfach" gewesen, daher sei er glücklich über den Sieg. Die Gegentore wolle er sich noch einmal genau ansehen. Die generelle Ausrichtung, die Liverpool beim Spiel gezeigt habe, habe ihm aber "wirklich gut gefallen".

Leeds hatte in der Begegnung drei Mal ausgeglichen. Auf einen von Robin Koch, Neuzugang aus Freiburg, verursachten und von Salah verwandelten Handelfmeter zum 1:0 (4. Minute), antwortete der Außenseiter mit einem Solo von Jack Harrison zum 1:1 (12.).

Wild ging es weiter hin und her. Liverpools erneute Führung durch Virgil van Dijk (20.) beantwortete Leeds zehn Minuten später mit dem 2:2 durch Patrick Bamford, der einen Querschläger von van Dijk für Leeds verwertete (30.). Knapp 180 Sekunden später lag Liverpool aber schon wieder vorne. Salah erzielte mit einem wuchtigen Schuss aus 14 Metern in den rechten Winkel das 3:2 (33.).

Leeds lässt nicht locker

Damit ging es auch in die Pause. Hoch intensiv, aber nicht mehr ganz so treffsicher machten beide Teams in den zweiten 45 Minuten weiter. Das von Marcelo Bielsa gecoachte Leeds machte weiter mit und jubelte schon, als Harrison in der 58. Minute einen sehenswerten Heber im Liverpooler Tor unterbrachte. Aber Uniteds Angreifer stand zuvor im Abseits.

Kurz darauf erzielte der Außenseiter aber doch zum dritten Mal den Ausgleich: Mateusz Klich nahm ein Zuspiel von Helder Costa im Starfraum mit und schob an Liverpools Keeper Alisson vorbei zum 3:3 ein (66.). Liverpool, das beim Titelgewinn in der Vorsaison öfter Spiele noch in den letzten Minuten an sich riss, konnte auch dieses Mal nachlegen.

Fabinnho holte mit einem Solo einen Elfmeter raus, den Salah kaltschnäuzig im Siegtreffer verwandelte (88.). Liverpool behielt die drei Punkte, aber Leeds verdiente sich bei seinem ersten Premier-League-Auftritt seit 2004 eine Menge Respekt.

Arsenal gibt sich keine Blöße

Der FC Arsenal hat zum Auftakt dagegen gegen Aufsteiger FC Fulham klar mit 3:0 (1:0) gewonnen. Arsenal ging früh durch einen Treffer von Alexandre Lacazette (9. Minute) in Führung, der Fehler in der Abwehr der Hausherren ausnutzte. Der brasilianische Neuzugang Gabriel, den Arsenal erst vor kurzem vom OSC Lille verpflichtet hatte, bescherte den Londonern nach einer Ecke seines ebenfalls neuen Landsmanns Willian den zweiten Treffer (50.). Top-Torjäger Pierre-Emerick Aubameyang (57.) besiegelte den Sieg im Londoner Derby, das vor leeren Rängen ausgetragen wurde.

 Arsenals Pierre-Emerick Aubameyang (M) beim Jubel über das 3:0

Arsenals Pierre-Emerick Aubameyang (M) beim Jubel über das 3:0

Mesut Özil musste den Sieg seiner Mannschaft von der Bank aus beobachten. Arsenal-Coach Mikel Arteta hatte ihm bereits am Freitag wenig Hoffnung auf einen Einsatz gemacht.

Schon seit längerem ist bekannt, dass Arsenal seinen Topverdiener, dessen Vertrag noch bis zum Sommer 2021 läuft, loswerden will. Özil hat einen vorzeitigen Abschied allerdings kategorisch ausgeschlossen.

sid/dpa | Stand: 14.09.2020, 23:15

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