2-7-2 - die Taktikrevolution des Thiago Motta

Jugendtrainer bei Paris St. Germain

2-7-2 - die Taktikrevolution des Thiago Motta

Der ehemalige Weltklassespieler Thiago Motta peilt nach seinem Karriereende eine Trainerlaufbahn an. Bisher reicht es nur zum Job des U19-Coaches bei Paris St. Germain. Doch dort plant Motta jetzt Revolutionäres.   

Thiago Motta hat während seiner Karriere mit den ganz großen Trainern der Welt zusammen gearbeitet - zum Beispiel mit José Mourinho, Carlo Ancelotti und Louis van Gaal. Nach seiner aktiven Laufbahn ist der Brasilianer jetzt selbst ins Trainergeschäft eingestiegen. Bis jetzt reicht es allerdings nur zum Job des U19-Coaches bei seinem ehemaligen Arbeitgeber Paris St. Germain.

Dort plant der 36-Jährige jetzt Revolutionäres. So will er das Jugendteam des französischen Meisters künftig in einem 2-7-2-System aufs Spielfeld schicken.

Torwart spielt im Mittelfeld

2-7-2 - das ergibt zusammen elf. Die üblichen Taktiksysteme 4-3-3 oder 4-4-2 ergeben nur zehn, und das gibt schon einen ersten Hinweis auf Mottas Taktik. Denn alle anderen Systeme schließen den Torwart aus, während Motta ihn als vollwertigen Spieler ansieht. "Für mich ist der Torwart einer von sieben Mittelfeldspielern", sagte Motta der italienischen "Gazzetta dello Sport".

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Das hieße dann rein theoretisch, dass sich der Keeper vor den beiden Abwehrspielern im 2-7-2-System bewegt. Ein Torwart wie Marc-André ter Stegen vom FC Barcelona würde sich darüber gewiss freuen, denn er gilt als sehr guter Fußballer - jedenfalls für einen Torwart. Ob das auch bei Paris St. Germain so funktioniert, bleibt abzuwarten.  

Nachfolger von Tuchel?

Dahinter steckt Offensivgeist. "Meine Idee ist es, offensiv zu spielen. Ich will, dass der Spieler mit dem Ball drei oder vier Anspielmöglichkeiten hat und immer von zwei Spielern abgesichert wird", sagte Motta der Sporttageszeitung.

Gedanken machen sollten sich schon mal die beiden Torhüter der Profimannschaft in Paris, Alphonse Areola und Gianluigi Buffon. Ginge es nach Motta, dann fänden sie sich wohl schon bald weit vor ihrem Kasten wieder. Der Ex-Profi schielt schon auf den Trainerposten bei Saint-Germain: "Ich habe nichts gegen Tuchel, aber es ist mein Ziel, auf der Bank der ersten Mannschaft zu sitzen."

red | Stand: 22.11.2018, 11:25

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