Neymar verpasst Copa America

Neymar liegt am Boden

Verletzung im Testspiel

Neymar verpasst Copa America

Schock für die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft: Das Team muss bei der Copa America im eigenen Land auf seinen Superstar Neymar verzichten.

Das bestätigte der brasilianische Verband am Donnerstag (06.06.2019). Der 27-Jährige könne angesichts der "Schwere" seiner kurz zuvor beim 2:0 (2:0)-Testspielsieg gegen Katar erlittenen Blessur "weder fit sein", noch könne er "rechtzeitig genesen, um teilzunehmen", heißt es in der Mitteilung.

Neymar hatte sich bei einer unglücklichen Aktion in der Anfangsphase den zuletzt schon zweimal lädierten rechten Fuß verdreht. Bereits nach 20 Minuten wurde der Stürmer von Frankreichs Meister Paris Saint-Germain ausgewechselt. Neymar nahm daraufhin zunächst mit dickem Eisverband auf der Bank Platz und wurde schließlich von zwei Betreuern gestützt in die Kabine geführt. Noch vor Spielschluss machte er sich auf Krücken auf den Weg zu einer genaueren Untersuchung im Krankenhaus.

Schon zwei lange Zwangspausen

Im Februar des vergangenen Jahres hatte Neymar im gleichen Fuß eine schwere Bänderdehnung sowie einen Haarriss im äußeren Mittelfußknochen erlitten. Erst kurz vor Beginn der WM in Russland wurde der Stürmer wieder fit. Beim Liga-Duell mit PSG Ende Januar gegen Racing Straßburg wurde der Fuß erneut in Mitleidenschaft gezogen, auch damals folgte eine mehrwöchige Zwangspause.

Glanzloser Sieg gegen Katar

Die Standortbestimmung gegen den nächsten WM-Gastgeber Katar, der wie auch Japan als Gastland an der Südamerikameisterschaft in Brasilien teilnimmt, war vor den 34.204 Zuschauern im Estadio Mana Garrincha der brasilianischen Hauptstadt eine einseitige Angelegenheit. Dennoch kam die "Selecao" nur vor der Pause dank der England-Legionäre Richarlison (17. Minute) vom FC Everton und Gabriel Jesus (25.) von Manchester City zu Treffern. Am Sonntag steht in Porto Alegre die finale Generalprobe gegen Honduras an. Brasilien trifft bei dem Heimturnier in der Vorrunde auf Bolivien, Venezuela und Peru.

dpa/sid | Stand: 06.06.2019, 08:34

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