Klopp beklagt "klares Problem" mit dem VAR

Jürgen Klopp

Premier League

Klopp beklagt "klares Problem" mit dem VAR

Nach dem 1:1 gegen Manchester United fühlte sich Liverpools Trainer Klopp vom Videoassistenten klar benachteiligt. Mittlerweile kocht die Debatte um den Video Assistant Referee (VAR) auch in England hoch.

Es war eine Szene in der 36. Spielminute, die Jürgen Klopp so erzürnte. Vor dem Führungstreffer von Manchester United durch Marcus Rashford hatte Liverpools Divock Origi rund 70 Meter vor dem eigenen Tor in einem Zweikampf mit Victor Lindelöf den Ball verloren. Klopp sah ein klares Foul "und nichts anderes".

Dass der Schiedsrichter Martin Atkinson die Aktion aber unbestraft ließ und Rashford im folgenden Angriff traf, war für den Welttrainer des Jahres zunächst auch gar kein Problem. "Ich war mir zu 100 Prozent sicher, dass der VAR das Tor zurücknehmen würde", sagte Klopp. Tat er aber nicht. "Wir haben ein klares Problem mit dem VAR", ärgerte sich Klopp daraufhin.

“So macht es keinen Sinn!” – Klopp hadert mit VAR Sportschau 21.10.2019 00:39 Min. Verfügbar bis 21.10.2020 Das Erste

Flores: "Sehr subjektive Sache"

Klopp stellte in diesem Zusammenhang die Sinnhaftigkeit der Videoassistenten infrage. Bei Handspiel oder Abseits sei das ja eine gute Sache, "aber ohne den VAR", war sich Klopp sicher, "hätte der Referee gepfiffen. Diesmal vermutlich nicht, weil andere die Entscheidung ja treffen. Das machten sie aber nicht."

In England wird in diesen Tagen somit jene Diskussion lauter, die in Deutschland ausgestanden scheint. "Ich dachte ja immer, dass der VAR objektiv ist. Mittlerweile denke ich, dass das eine sehr subjektive Sache ist", klagte Teammanager Quique Sanchez Flores vom FC Watford. Watford hatte beim 1:1 (1:0) bei Tottenham Hotspur nach einem vermeintlichen Foulspiel keinen Strafstoß erhalten.

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Auch ManUniteds Spielweise war schuld

Ähnlich erging es Liverpools Verfolger Manchester City beim 2:0 (2:0) bei Crystal Palace. "Ich bin ein großer Fan des VAR, aber es sollten weise Entscheidungen getroffen werden", sagte Teammanager Sean Dyche vom FC Burnley, nachdem der Ausgleich seines Teams bei Leicester City (1:2) wegen einer sanften Berührung zweier Gegenspieler aberkannt worden war.

Dass in Manchester ein deutlich härteres Vorgehen unbestraft blieb, obwohl laut Liverpools Kapitän Jordan Henderson "unzählige ähnliche Situationen geahndet wurden", bestärkte Klopp in dessen Einschätzung. Und schürte seinen ohnehin vorhandenen Zorn auf alles andere zusätzlich. "Wir hätten es besser machen müssen", klagte Klopp. Und außerdem: "Manchester hat nur verteidigt." Also zusammengefasst: "So ziemlich alles ist gegen uns gelaufen."

Stand: 21.10.2019, 14:08

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