Kovac und Volland - angekommen in Monaco

Kevin Volland (R) bei der Auswechslung mit seinem Trainer Niko Kovac (L)

Französische Liga

Kovac und Volland - angekommen in Monaco

Niko Kovac und Kevin Volland schwimmen mit der AS Monaco auf der Erfolgswelle. Vorläufiger Höhepunkt war der Sieg bei Serienmeister Paris Saint-Germain. Vom Titel will Trainer Kovac nichts wissen, seinen Stürmer Volland sieht er aber zu Höherem berufen.

Nein, von der Meisterschaft will AS Monacos Trainer Niko Kovac trotz der derzeitigen Erfolgsserie seines Teams nichts wissen. Obwohl die Monegassen in der französischen Ligue 1 seit über zwei Monaten ungeschlagen und nun Tabellenvierter sind, bleibe das Saisonziel ein Europapokal-Platz. "Nein, es ändert sich nichts, auch wenn es eine berechtigte Frage ist", sagte der 49-Jährige nach dem 2:0-Sieg bei Meister Paris Saint-Germain.

Der frühere Coach des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München sieht seine Mannschaft zumindest aber auf dem "richtigen Weg, ich bin sehr zufrieden und sehr glücklich mit unserer aktuellen Situation. Aber wir sind noch nicht auf dem Niveau von Lille und Lyon", sagte Kovac mit Blick auf die Tabelle.

Zurück ins internationale Geschäft

Monaco liegt mit 52 Punkten als Vierter nur noch zwei Zähler hinter Paris, das Dritter ist. Tabellenführer bleibt OSC Lille (58), Olympique Lyon (55) folgt auf Platz zwei. "Unser Ziel ist es, uns von den Plätzen fünf und sechs zu distanzieren. Es sind noch mehr als zehn Spiele, es ist noch zu früh, um über irgendetwas zu reden", sagte Kovac. Der Vorsprung auf Platz fünf beträgt aber schon satte zwölf Punkte. Im vergangenen Jahr hatte Monaco als Neunter das internationale Geschäft verpasst.

Der Sieg beim Titelverteidiger kam trotz der Serie überraschend. Erst zuletzt hatte Paris in der Champions League den FC Barcelona beim 4:1 dominiert. Doch daran konnte PSG gegen Monaco nicht anknüpfen. Die taktisch gut eingestellte Mannschaft von Kovac hatte vor allem Superstar Kylian Mbappé gut im Griff.

Kovac ist angekommen in Monaco. Im Sommer hatte er das Team mit seinem Bruder Robert übernommen. Nach gutem Saisonstart gab es die ersten Niederlagen und Anfang Dezember setzte es dann drei Pleiten in Serie. Doch die Ergebnis-Krise ist längst überwunden.

Volland treffsicher

Dafür mitverantwortlich ist Kevin Volland. Der ehemalige Leverkusener hat sich in seinem ersten Jahr schnell unverzichtbar gemacht. Zwölf Tore in 24 Spielen hat er schon erzielt. Kovac hat sich deshalb für ein Comeback seines Schützlings in der Nationalmannschaft stark gemacht. "Kevin ist der einzige deutsche typische Mittelstürmer. Wie es Miroslav Klose war. Er ist ein Stoßstürmer, der seinen Körper einbringen und viele Tore erzielen und vorbereiten kann", sagte der Coach. Der 28 Jahre alte Angreifer hat das bisher letzte seiner zehn Länderspiele im November 2016 absolviert.

"Genau das, was wir in Monaco gebraucht haben"

"Bei ihm weiß man, was man bekommt: Qualität. Er steht in jedem Jahr für mehr als 15 Tore und viele Assists. Das ist genau das, was wir in Monaco gebraucht haben. Kevin ist mit seiner Art und Weise sehr wichtig, weil er nicht nur Tore schießt, sondern im Training und bei Spielen arbeitet und vorangeht", erklärte Kovac. In der Bundesliga erzielte Volland insgesamt 86 Tore für Hoffenheim und Leverkusen, ehe er im Sommer in Monaco unterschrieb.

red/dpa/sid | Stand: 22.02.2021, 11:43

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