City-Drama spielt Liverpool in die Karten

Nicolas Otamendi, Fernandinho und Claudio Bravo (v.l.) sind bedient

Premier League, 19. Spieltag

City-Drama spielt Liverpool in die Karten

Liverpool scheint in der englischen Premier League unaufhaltbar. Nach dem eigenen Sieg bei Verfolger Leicester patzte auch noch Titeltverteidiger Manchester City. Zum Abschluss des 19. Spieltags unterlag Manchester am Freitag (27.12.2019) in Unterzahl bei den Wolverhampton Wanderers nach 2:0 noch mit 2:3 (1:0).

City-Torwart Ederson musste schon nach zwölf Minuten wegen einer Notbremse vor dem Strafraum mit Rot vom Platz. Trotzdem ging das Team von Trainer Pep Guardiola in Führung. Allerdings brauchte Raheem Sterling dazu drei Anläufe. Der englische Stürmer scheiterte erst mit einem Elfmeter und dessen Wiederholung an "Wolves"-Torwart Rui Patricio, ehe er den Nachschuss des zweiten Versuchs doch noch unterbrachte (25.).

Wolverhampton kämpft sich zurück

Danach zogen sich die "Citizens" gut aus der Affäre und erhöhten zu Beginn der zweiten Halbzeit nach einem Konter erneut durch Sterling auf 2:0 (50.). Aber Wolverhampton kämpfte sich in die Partie. Der wuchtige Adama Traoré vollendete ein Solo mit einem Schuss aus knapp 20 Metern zum 1:2 (55.). Danch drängten die Gastgeber Manchester immer weiter zurück und belohnten sich in der Schlussphase. Zunächst gelang Raul Jimenez (82.), der einen Querpass von Traoré aus fünf Metern unter Ersatztorwart Claudio Bravo ins Netz drückte, der Ausgleich. Dann drehte Verteidiger Matt Doherty mit einem Schuss aus 15 Metern die Partie zum 3:2 (89.) endgültig.

Manchester City bleibt durch die Niederlage mit 38 Punkten Dritter hinter Leicester City (39) und hat nach der Hälfte der Saisonspiele schon 14 Punkte Rückstand auf Tabellenführer Liverpool.

Liverpool richtig stark

Roberto Firmino (l.) und Jürgen Klopp

Roberto Firmino (l.) und Jürgen Klopp

Das Team von Trainer Jürgen Klopp hatte bereits am Donnerstag Leicester mit 4:0 (1:0) distanziert und hat aufgrund der Klub-WM sogar noch ein Spiel weniger als die Konkurrenz. Roberto Firmino brachte das hoch überlegene Liverpool in Leicester in Führung (31. Minute) und legte später nach (74.). James Milner (72., Handelfmeter) und Trent Alexander-Arnold (78.) steuerten die weiteren Tore bei. Damit feierte der Tabellenführer am zweiten Weihnachtstag seinen höchsten Saisonsieg und bleibt weiter ohne Niederlage.

Firmino hatte die "Reds" bereits bei der Klub-WM mit einem Last-Minute-Treffer gegen CF Monterrey (2:1) ins Finale geschossen - und dort in der Verlängerung gegen Flamengo Rio de Janeiro (1:0 n.V.) ebenfalls für den Siegtreffer gesorgt. Sein Doppelpack gegen Leicester war das Sahnehäubchen auf einer perfekten Woche.

Leicester kaum mal vor dem Tor

Fünf Tage nach dem Triumph bei der Klub-WM in Katar gab Liverpool von Beginn an Vollgas und erspielte sich schon in den ersten, wilden Minuten Großchancen. Sadio Mané und Mohamed Salah vergaben allerdings ungewohnt kläglich. Auch Leicester begann mutig mit vielen Pässen in die Tiefe, ohne gefährlich zu werden.

Als die Partie gerade etwas an Schwung verlor, schlug Firmino erstmals zu: Der ehemalige Hoffenheimer köpfte Trent Alexander-Arnolds scharfe Flanke am zweiten Pfosten aus kurzer Distanz ein. Spätestens danach hatte Liverpool die Partie fest im Griff, die Pausenführung war hoch verdient und nur wegen der schwachen Chancenverwertung knapp.

Caglar Söyüncü verursacht Handelfmeter

In der zweiten Hälfte blieb Liverpool dominant, das erhoffte Spitzenspiel entpuppte sich als einseitige Angelegenheit. Für das zweite Tor musste allerdings ein durch Caglar Söyüncü verursachter Handelfmeter her. Der ehemalige Freiburger berührte den Ball im eigenen Strafraum mit dem Arm. Dieser befand sich zwar nah am Körper, Söyüncü bewegte sich aber aktiv Richtung Ball. Milner verwandelte den Elfmeter souverän.

Danach kam Liverpool richtig in Fahrt: Firmino und Alexander-Arnold schlossen schöne Spielzüge sehenswert ab und schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Jetzt drei Heimspiele für Liverpool

Liverpool bekommt weiterhin wenig Zeit zum Verschnaufen, drei Heimspiele innerhalb von acht Tagen stehen an: am Sonntag gegen die Wolverhampton Wanderers (17.30 Uhr), vier Tage später am Donnerstag, 2. Januar 2020, gegen Sheffield United - und weitere drei Tage später am Sonntag, 5. Januar, im FA Cup gegen Everton.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 27.12.19, 22.50 Uhr

Stand: 27.12.2019, 22:43

Premier League

RangTeamSP
1.FC Liverpool3492
2.Manchester City3469
3.FC Chelsea3460
4.Leicester City3459
5.Manchester Utd.3355
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18.AFC Bournemouth3428
19.Aston Villa3327
20.Norwich City3421
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