Kroos verlängert bei Real Madrid bis 2023

Toni Kroos und Zinédine Zidane

Primera Division

Kroos verlängert bei Real Madrid bis 2023

Toni Kroos hat seinen Vertrag bei Real Madrid bis 2023 verlängert. Der Nationalspieler steht aber nach der schwachen Saison bei den "Königlichen" in der Pflicht.

Die Vertragsverlängerung von Toni Kroos bei Real Madrid wurde auch bei seiner Familie mit großer Freude aufgenommen. Felix Kroos, Zweitligaspieler bei Union Berlin, der sich mit dem großen Bruder gerne mal über die sozialen Netzwerke piesackt, verbreitete die offizielle Mitteilung von Real Madrid auch auf seinem Twitter-Kanal - und garnierte die Meldung mit drei Geldsäcken.

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Der 2014er-Weltmeister erschien gemeinsam mit Sohn Leon bei der offiziellen Pressekonferenz der "Königlichen" in Madrid - und präsentierte stolz das Real-Trikot mit der Nummer "2023".

"Dies ist ein sehr spezieller Tag für mich", sagte Kroos in perfektem Spanisch: "Ich bin mir sicher, dass wir in den kommenden vier Jahren noch einige Erfolge feiern werden. Der Klub hat seit dem ersten Tag immer an mich geglaubt."

Kroos in Madrid nicht mehr unantastbar

Die Real-Spieler um Toni Kroos (2.v.r.) bejubeln einen Treffer gegen Villareal

Die Real-Spieler um Toni Kroos (2.v.r.) bejubeln einen Treffer.

Eine weitere titellose Saison, das wurde am Montag (20.05.2019) auch sehr deutlich, sollten sich Kroos und Co. nicht erlauben. Nach der Unterschrift unter den neuen Millionenvertrag posierte Kroos mit seinem Sohn und Klubpräsident Florentino Perez. Dass im Hintergrund die Champions-League-Trophäen der Vergangenheit glitzerten, durfte man auch als klaren Arbeitsauftrag für den 29-Jährigen sehen, der mit Real nach drei Titeln in Folge in der Königsklasse früh im Achtelfinale scheiterte.

"Ich bin sehr motiviert, die Dinge zu verändern. Wir wollen wieder unser Top-Level erreichen", sagte der frühere Bayern-Profi und sprach auch von der "Vorstellung", seine Karriere in Madrid beenden zu wollen.

Von den Medien musste sich Kroos aber im Anschluss reihenweise kritische Fragen gefallen lassen. Der Spielmacher, 2014 für 25 Millionen Euro von München nach Madrid gewechselt, ist in der spanischen Hauptstadt nach einer durchwachsenen Saison längst nicht mehr unantastbar.

Toni Kroos: "Letzter langfristiger Vertrag" Sportschau 21.05.2019 00:55 Min. Verfügbar bis 21.05.2020 Das Erste

Titelgewinne drohen zu verblassen

Die zwölf Titel, darunter drei Königsklassen-Titel in Serie (2016, 2017 und 2018) und die spanische Meisterschaft 2017, sind nicht vergessen - drohen aber zu verblassen. Zuletzt hatte es sogar Spekulationen um einen vorzeitigen Abschied gegeben, Kroos' alter Kontrakt lief bis 2022. Bei einer Blitzumfrage der "Marca" hielten bis zum frühen Nachmittag lediglich 57 Prozent der Fans den Rentenvertrag für Kroos (233 Pflichtspiele für Real) für eine gute Entscheidung.

Die schwache Saison mit Platz drei in La Liga und vor allem die 19 Punkte Rückstand auf den Erzrivalen FC Barcelona drückten in Madrid auf die Seele. Das trost- und chancenlose Königsklassen-Aus gegen Ajax Amsterdam wurde auch dem Taktgeber Kroos angekreidet. Auf dem Höhepunkt der Krise wurde der Nationalspieler von Spanien-Kommentator Bernd Schuster gar als "Dieseltraktor" diffamiert.

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Zidane zählt weiter auf Kroos

"Ich habe mitgeholfen, viele Titel zu gewinnen", sagte Kroos und versicherte: "Wir werden auch in Zukunft zu den Top-Vereinen gehören." Der vereinseigene TV-Sender zeigte am Montag in Dauerschleife die besten Kroos-Szenen aus den jüngsten fünf Spielzeiten.

Trainer Zinédine Zidane plant die Rückkehr auf den Thron trotz der zuletzt gewachsenen Zweifel mit seinem Strategen Kroos. "Ich zähle auf ihn", hatte der Franzose zuletzt gesagt. Der Mittelfeldmann sei "ein sehr guter Spieler, nicht nur für mich. Daran wird sich nichts ändern". Das muss Kroos jetzt unter Beweis stellen. Der Vertrag bis 2023 ist Wertschätzung und Verpflichtung zugleich.

sid/dpa | Stand: 21.05.2019, 10:15

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