Zu stark für ManCity - Aubameyang schießt Arsenal ins FA-Cup-Finale

Hector Bellerin (l.) jubelt mit Pierre-Emerick Aubameyang

Überraschung in Wembley

Zu stark für ManCity - Aubameyang schießt Arsenal ins FA-Cup-Finale

Lehrling Mikel Arteta hat seinen Meister Pep Guardiola besiegt - und Pierre Emerick Aubameyang hat dabei den Unterschied gemacht. Durch einen verdienten Erfolg über Manchester City hat der FC Arsenal das Finale im FA Cup erreicht.

Im siebten Aufeinandertreffen mit dem schwerreichen Scheichklub hat Aubameyang erstmals getroffen - und dann gleich doppelt. Beim 2:0 (1:0) in Wembley war der Ex-Dortmunder der Mann des Abends - weil er zwei seiner drei Großchancen eiskalt nutzte. Arsenal trifft nun im Finale (1. August wieder in Wembley) auf den Sieger des zweiten Halbfinalspiels zwischen Manchester United und dem FC Chelsea am Sonntag (19.07.2020).

Erste Chance noch vergeben

Schon in der 17. Minute hatte Aubameyang die Führung für die "Gunners" auf dem Fuß, doch nach einem brillanten Steilpass von Abwehrchef David Luiz schoss er frei vor dem City-Tor Keeper Ederson an. Zwei Minuten später war die Situation deutlich komplizierter, doch die löste der Arsenal-Kapitän genial: Mit dem rechten Außenrist drückte er per Dropkick eine Flanke von Pépé vom zweiten Pfosten aus ins lange Eck.

City drückte danach, kam aber kaum zu herausgespielten Torszenen. Kevin De Bruyne blieb bei den "Sky Blues" ebenso blass wie Ilkay Gündogan, aber Arsenal-Coach Arteta, der ab der Saison 2016/17 als Co-Trainer bei City unter Guardiola arbeitete, hatte auch eine herausragende Defensivtaktik entworfen.

David Luiz und Mustafi stark

Vor allem die oft gescholtenen David Luiz und Shkodran Mustafi machten einen Top-Job, ließen die City-Stars Raheem Sterling, Gabriel Jesus und Riyad Mahrez nicht zur Entfaltung kommen.

Mit einem simplen Konter über die linke Außenbahn fuhr Aubameyang dann in der 71. Minute den Lohn für eine enorm engagierte Vorstellung für den FC Arsenal ein: Kieran Tierney hatte die Linie entlang steil gespielt, "Auba" war zu schnell für die gesamte City-Abwehr und schob Ederson die Kugel cool durch die Beine.

Viele hohe Bälle vors "Gunners"-Tor

Auch sieben Minuten Nachspielzeit halfen dem ratlos wirkenden Guardiola nicht mehr, eine Wende auch nur anzudeuten. "Gunners"-Keeper Emiliano Martinez, der den verletzten Bernd Leno fehlerlos vertrat, musste nur noch ein paar hoch und weit geschlagene Bälle herunterpflücken - mehr kam nicht auf ihn zu.

Entlarvend war am Ende die Torschuss-Statistik: Die lautete zwar 4:16, doch City brachte nur einen einzigen seiner 16 Versuche auf das Gehäuse - Arsenal hingegen alle vier.

ch | Stand: 18.07.2020, 22:41

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