Goldener Ball - Modric gewinnt, Eklat um Moderator

Ballon d'Or

Goldener Ball - Modric gewinnt, Eklat um Moderator

Das Triple von Luka Modric ist perfekt: Durch seinen Sieg bei der "Ballon d'Or"-Wahl der französischen Fachzeitung "France Football" holte der kroatische Vizeweltmeister nach seinen Ehrungen als "Europas Fußballer des Jahres" und "Weltfußballer des Jahres" auch die dritte und letzte große individuelle Auszeichnung im Jahr 2018.

Luka Modric küsst den Ballon d'Or

Luka Modric

Der 33-Jährige von Real Madrid setzte sich bei der Wahl durch Fachjournalisten aus aller Welt vor Cristiano Ronaldo (Juventus Turin) sowie Antoine Griezmann (Atletico Madrid) und Kylian Mbappé (Paris St. Germain) durch.

Lionel Messi (FC Barcelona) kam auf den fünften Rang. Der brasilianische Topstar Neymar (Paris St. Germain) verfehlte als Zwölfter eine Top-10-Platzierung. Deutsche Spieler und Profis aus deutschen Vereinen standen nicht auf der Nominierungsliste mit 30 Namen.

Marozsan Dritte bei den Frauen

Ada Hegerberg

Ada Hegerberg

Bei der Premiere des "Goldenen Balls" für Frauen erreichte die deutsche Nationalmannschafts-Kapitänin Dzsenifer Marozsan mit Rang drei ein starkes Ergebnis. Mehr Stimmen sammelten nur Ada Hegerberg aus Norwegen und die dänische Europa-Fußballerin Pernille Harder.

Moderator entschuldigt sich nach Verfehlung

Für Kopfschütteln sorgte der Moderator Martin Solveig, als er Hegerberg bei der Preisverleihung fragte, ob sie "twerken" wolle, also tief in der Hocke mit dem Po wackeln. Die 23-Jährige reagierte sichtlich entsetzt und wandte sich mit einem abrupten "Nein" ab.

Die Frage des Moderators löste in den sozialen Netzwerken heftige Reaktionen aus, ihm wurden Respektlosigkeit und Sexismus vorgeworfen. Solveig, der auch als DJ bekannt ist, entschuldigte sich via Twitter: Er habe Hegerberg seinen Spruch erklärt und sie habe ihm gesagt, dass sie verstanden habe, dass es ein Witz gewesen sei. "Dennoch entschuldige ich mich bei allen, die möglicherweise beleidigt wurden", fügte Solveig hinzu.

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Pulisic bei den Jungen Zweiter hinter Mbappé

In der U21-Kategorie belegte US-Jungstar Christian Pulisic von Bundesliga-Spitzenreiter Borussia Dortmund beim erwarteten Erfolg von Mbappé (110 Punkte) den starken zweiten Platz (31).

Mit dem "Ballon d'Or" werden seit 1956 die überragenden Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Zunächst konnten nur europäische Spieler gewählt werden, seit 1995 alle Fußballer von europäischen Klubs und seit 2007 jeder Profi.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 03.12., 22.50 Uhr

dpa/sid | Stand: 04.12.2018, 08:32

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