Transfers - Spanien investiert deutlich mehr als England

Ferland Mendy

Liste der teuersten Einkäufe

Transfers - Spanien investiert deutlich mehr als England

Von Marcus Bark

Auf dem europäischen Transfermarkt wurden im Sommer bereits mehr als zwei Milliarden Euro umgesetzt. Die Klubs der spanischen La Liga gaben deutlich mehr Ablöse aus als die der Premier League. Vier der 19 Spieler, die teurer als 30 Millionen Euro waren, wechselten zu einem Bundesligisten.

Matthijs de Ligt ist schon zum FC Barcelona gewechselt. Also fast. Auch Paris Saint-Germain ist sich mit dem 19 Jahre alten Innenverteidiger einig gewesen. Angeblich. Dann war plötzlich der Wechsel zu Juventus Turin nahezu perfekt.

Allerdings gibt es wohl Probleme zwischen dem italienischen Meister und Ajax Amsterdam. Dem niederländischen Klub soll Juves Angebot von 65 Millionen Euro zu gering sein. Daher, so heißt es jetzt, dürfe sich der FC Barcelona wieder Hoffnungen machen.

75 Millionen Euro zu wenig für die Top 3

Es bleibt spannend, wer das Rennen um de Ligt machen wird. Es bleibt auch spannend, ob Ajax für ihn mehr kassieren wird als für Frenkie de Jong, der für 75 Millionen Euro vom FC Barcelona verpflichtet wurde.

Joao Felix im Kreis der Super-Transfers - die Rekordtransfers Sportschau 05.07.2019 00:38 Min. Verfügbar bis 05.07.2020 Das Erste

Diese Summe reicht schon am 5. Juli des Jahres 2019 nicht mehr für einen Medaillenplatz im Wettbewerb um die höchste Ablöse des Transfersommers. Knapp zwei Monate sind in den meisten Topligen Europas noch Wechsel möglich. In England schließt das Fenster allerdings schon einen Tag bevor der FC Liverpool am 9. August mit einem Spiel gegen Norwich City die Saison eröffnet.

La Liga bei Ausgaben weit vorne

Die Premier League gilt gemeinhin als jene Liga, deren Klubs am meisten Geld ausgeben. Diese Annahme ist - Stand: 5. Juli 2019 - weit daneben. Die Vereine der höchsten englischen Liga gaben 580 Millionen Euro aus (Quelle für sämtliche Ablöseangaben: transfermarkt.de), die der spanischen La Liga schon 870 Millionen.

Das meiste Geld für einen Spieler investierte Atlético Madrid, das 126 Millionen Euro für das Ausnahmetalent João Félix an Benfica zahlte. Für Marcos Llorente von Real Madrid wurden 30 Millionen Euro fällig, für Felipe vom FC Porto 20.

Dennoch steht für Atlético im Saldo ein Plus. Das liegt vor allem an den Verkäufen des französischen Weltmeisters Lucas Hernández für 80 Milllionen Euro an den FC Bayern und von Rodrigo für 70 Millionen an Manchester City.

Transfers teurer als 30 Millionen Euro (Stand: 5. Juli 2019)
SpielerAblöse in Mio. Euroalter Vereinneuer Verein
João Félix126BenficaAtlético Madrid
Eden Hazard100FC ChelseaReal Madrid
Lucas Hernández80Atlético MadridFC Bayern
Frenkie de Jong75Ajax AmsterdamFC Barcelona
Rodrigo70Atlético MadridManchester City
Tanguy Ndombélé60Olympique LyonTottenham Hotspur
Luka Jovic60Eintracht FrankfurtReal Madrid
Aaron Wan-Bissaka55Crystal PalaceManchester United
Éder Militão50FC PortoReal Madrid
Ferland Mendy48Olympique LyonReal Madrid
Rodrygo45FC SantosReal Madrid
Mateo Kovacic45Real MadridFC Chelsea
Raúl Jiménez38BenficaWolverhampton W.
Konstantinos Manolos36AS RomSSC Neapel
Benjamin Pavard35VfB StuttgartFC Bayern
Jasper Cillessen35FC BarcelonaFC Valencia
Ayoze Pérez33,4Newcastle UnitedLeicester City
Kerem Demirbay32TSG HoffenheimBayer Leverkusen
Mats Hummels30,5FC BayernBorussia Dortmund

Ein sattes Minus von 208 Millionen Euro verzeichnet Real Madrid. "Los Blancos" tauchen in der Tabelle der 19 Spieler, die mehr als 30 Millionen Euro kosteten, gleich fünf Mal auf.

Mehr als eine Milliarde Euro für 19 Spieler

Addiert wurde für die 19 Spieler mehr als eine von insgesamt weit mehr als zwei Milliarden Euro ausgegeben. Da sich die Bayern Benjamin Pavard für 35 Millionen leisteten, tauchen sie zweimal in der Liste auf, auch bei den abgebenden Vereinen sind sie vertreten, da Borussia Dortmund einen Sockelbetrag von 30,5 Millionen für Mats Hummels nach München überweisen muss.

Dieses Element beinhaltet Daten von Twitter. Sie können die Einbettung auf unserer Datenschutzseite deaktivieren.

Die Bundesliga ist in der Tabelle vier Mal mit aufnehmenden Vereinen vertreten, die Premier League sechs Mal, La Liga acht Mal. Ein Verein aus der italienischen Serie A ist vertreten, allerdings nicht Juventus Turin, das prominente Spieler wie Aaron Ramsey und Gianluigi Buffon ablösefrei verpflichtete.

Die Ligue 1 fehlt ganz, weil PSG sich auf dem Transfermarkt bislang sehr zurückgehalten hat. Im Saldo steht beim französischen Meister gar ein Plus. Noch.

Stand: 05.07.2019, 13:30

Darstellung: