Burundi jubelt - Afrika-Cup sorgt für Turbulenzen

Afrika-Cup - Burundi feiert die Sensation Sportschau 24.03.2019 00:50 Min. Verfügbar bis 24.03.2020 Das Erste

Afrika-Cup

Burundi jubelt - Afrika-Cup sorgt für Turbulenzen

Von Olaf Jansen

Pierre-Emerick Aubameyang und seine Gabuner konnten es nicht verhindern: Burundi qualifizierte sich erstmals für den Afrika-Cup. Überhaupt jubelt Ostafrika über das nun feststehende 24er Feld des Turniers, das vom 21. Juni bis 19. Juli in Ägypten ausgetragen wird.

Als der Schlusspfiff im "Prince Louis Rwagasore Stadium" von Bujumbura ertönte, gab es bei den Fans kein Halten mehr: Die Menschen strömten aus der Arena und den vielen Bars und bevölkerten innerhalb von Minuten die Straßen der Hauptstadt Burundis. Der Jubel war riesig und emotional - ihr Nationalteam hatte es geschafft: Erstmals in seiner Geschichte hat sich das kleine ostafrikanische Land für die Endrunde des Afrika-Cups qualifiziert.

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"Opfer" Burundis, das vor dem letzten Gruppenspieltag am Samstag (23.03.19) in Gruppe C punktgleich mit Gabun auf Rang zwei gelegen hatte, waren eben jene Gabuner mit ihrem Topstar Pierre-Emerick Aubameyang. Aufgrund des burundischen Hinspielsiegs in Gabun hätten Aubameyang und Kollegen nun in Burundi gewinnen müssen, um sich noch am Fußballzwerg vorbeizuschieben.

Aubameyang kann seinem Team nicht helfen

Dies aber gelang nicht. Gabuns Angreifer mühten sich nach Kräften, konnten Burundis Abwehr aber nicht knacken. In der 76. Minute ging Burundi sogar in Führung, als der in Saudi Arabien beschäftigte Cedric Amissi zum 1:0 traf. Spannung kam auf, als acht Minuten vor dem Ende Burundis Abwehrmann Omar Ngandu ein Eigentor zum 1:1 unterlief - dabei blieb es aber. Und die Straßen von Bujumbura wurden zur Party-Zone. Bis tief in die Nacht hinein.

Ostafrika jubelt - vier Teams dabei

Insgesamt geriet die Qualifikation für den Afrika-Cup, bei dem im Sommer erstmals 24 Teams antreten werden, zu einem großen Triumph der ostafrikanischen Teams. Mit Burundi, Uganda, Kenia und Tansania gelang gleich vier Mannschaften die Qualifikation für das Endturnier. So etwas hat es noch nie zuvor gegeben. In der Vergangenheit fanden Afrikas Top-Fußball-Events in der Regel ohne ostafrikanische Beteiligung statt - Ostafrika gilt auf dem Kontinent fußballerisch als eine Region von Entwicklungsländern.

Die Aufstockung auf 24 Teams für das Endturnier sorgte zudem für weitere Debüts auf höchster Ebene: Neben Burundi werden auch Madagaskar und Mauretanien erstmals überhaupt beim Endturnier dabei sein.

Simbabwe hofft auf ein paar Tage Freude

Und auch das wirtschaftlich am Boden liegende Simbabwe kann sich auf ein paar Tage Fußballfreuden im Sommer einstellen. In der Hauptstadt Harare konnte sich das Nationalteam, das 2012 wegen mehrerer Korruptionsfälle für mehrere Monate aufgelöst wurde, im entscheidenden Match mit 2:0 gegen Kongo-Brazzaville durchsetzen. Der Triumph wurde allerdings von einem Unglücksfall überschattet. In der aufgeheizten Stimmung rund um das Stadion kam bereits vor dem Anpfiff ein Fan während einer Panik im dichten Gedränge zu Tode.

Insgesamt konnten sich mit Ausnahme von Sambia und Togo alle bekannten Nationen für das Endturnier qualifizieren. Dem ursprünglich geplanten Ausrichterland Kamerun, das den Cup wegen organisatorischer Mängel im Dezember verloren hatte, gelang als letztem Team der "Großen" die Qualifikation mit einem souveränen 3:0 gegen die Inselgruppe der Komoren.

Ägytens Organisatoren arbeiten auf Hochtouren

In Ägypten, das den Turnierzuschlag erst Mitte Januar erhalten hatte, laufen die Vorbereitungen auf das Turnier derweil auf Hochtouren.

Afrika-Cup - Kurze Vorbereitungszeit für Ägypten

Sportschau 08.01.2019 01:06 Min. Verfügbar bis 08.01.2020 ARD

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Die vorhandenen Stadien, die letztmals 2006 für einen Afrika-Cup genutzt wurden, werden auf Vordermann gebracht, Hotels renoviert, Busse und Bahnen entstaubt und fit gemacht für das Turnier. Zudem wird die ohnehin große Menge an Sicherheitspersonal auf den Umgang mit Fans, Spielern und Funktionären vorbereitet.

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Nach einer Inspektion des afrikanischen Fußballverbandes in Ägypten wurde vereinbart, das Endturnier nur in sechs statt in ursprünglich acht Stadien auszutragen. Gespielt wird nun in Kairo im Air Force Stadion sowie im International Stadium. Zudem finden Spiele in den Stadien von Port Said, Ismailia, Suez und Alexandria statt.

Stand: 25.03.2019, 10:57

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