FIFA-Kongress - Infantino stellt sich zur Wiederwahl

FIFA-Präsident Gianni Infantino beim FIFA-Kongress in Moskau (l.) neben Russlands Präsident Putin

FIFA-Kongress in Moskau

FIFA-Kongress - Infantino stellt sich zur Wiederwahl

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat in seiner Ansprache beim Kongress in Moskau den Fußball-Weltverband und auch sich selbst in den rosigsten Farben gezeichnet. Anschließend verkündete er am Mittwoch (13.06.2018) seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit.

Am 26. Februar 2016, am Tag seiner Wahl, sei die FIFA "klinisch tot" gewesen. "Heute, zwei Jahre und ein paar Monate später, ist die FIFA am Leben, voller Freude und Leidenschaft sowie mit einer Vision für die Zukunft", sagte der Schweizer. Infantino, der Joseph S. Blatter im Zuge des FIFA-Skandals abgelöst hatte, stellte die Reformen und Veränderungen unter seiner Führung hervor. Diese seien "ausschlaggebend für die Renaissance" des Weltverbandes gewesen. "Wir haben Personen mit der allerhöchsten Integrität in unsere Organe gewählt. Wir haben eine neue Struktur mit absoluter Transparenz", sagte der 48-Jährige: "Alles ist klar und öffentlich dokumentiert."

"Ich verkünde Euch allen - ich werde mich wieder zur Wahl stellen"

In seinem Schlussstatement verkündete er dann, dass er sich beim nächsten FIFA-Kongress am 5. Juni 2019 in Paris zur Wahl stellen wird. "Wir bringen die FIFA in eine neue Ära", sagte Infantino. "Ich verkünde Euch allen - ich werde mich wieder zur Wahl stellen in Paris", sagte er zu den Delegierten. In der französischen Hauptstadt findet am 5. Juni 2019 der nächste FIFA-Kongress statt, bei dem auch die Präsidentschaftswahl ansteht. Nach den neuen FIFA-Statuten kann Infantino noch zweimal für vier Jahre wiedergewählt werden.

Auch die Finanzlage des Weltverbandes wertete er zu seinen Gunsten. Die FIFA machte im Jahr 2017 mit 189 Millionen Dollar weniger Verlust als erwartet. Da die WM die Haupteinnahmequelle des Weltverbandes ist, rechnet die FIFA in ihrem Finanzausblick mit einem Anstieg der Reserven in diesem Jahr auf 1,653 Milliarden Dollar. "Die finanzielle Zukunft sieht noch rosiger aus", sagte Infantino.

Putin mit Standing Ovations empfangen

Auch Russlands Präsident Wladimir Putin stimmte vor dem Kongress begeisterte Töne an. "Sie werden überall erfahren, dass wir gastfreundliche Menschen sind. Die Menschen werden so begeistert sein, dass sie gerne zurückkommen", sagte Putin: "Unser Land ist bereit, um diese WM auszurichten. Alles wird reibungslos funktionieren." Im Moskauer Expocenter wurde Putin von den FIFA-Delegierten mit Standing Ovations empfangen.

red/sid/dpa | Stand: 13.06.2018, 15:22

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