Wahl zum Weltfußballer ohne Spieler aus der Bundesliga

Wahl der Weltfußballer*innen

Wahl zum Weltfußballer ohne Spieler aus der Bundesliga

Die Wahl zum Weltfußballer der FIFA wird ohne einen Spieler aus Deutschland oder der Bundesliga ablaufen. Bei den Frauen hat es Dzsenifer Marozsan auf die Liste der Nominierten geschafft.

Kylian Mbappé

Kylian Mbappé

Die FIFA nennt die Auszeichnung "The Best", die Preisträger sollen am 24. September bei einer Show in London gekürt werden.

In die so genannte Shortlist, die zehn Spieler umfasst, haben es dagegen drei Franzosen geschafft. Wie gewohnt sind auch Lionel Messi und Cristiano Ronaldo nominiert. Neymar fehlt dagegen überraschend.

Nominierungen bei den Männern
SpielerTrainer
Kevin De Bruyne (Belgien)Jürgen Klopp (Deutschland)
Cristiano Ronaldo (Portugal)Massimiliano Allegri (Italien)
Lionel Messi (Argentinien)Stanislav Cherchesov (Russland)
Luka Modric (Kroatien)Zlatko Dalic (Kroatien)
Kylian Mbappé (Frankreich)Didier Deschamps (Frankreich)
Mohamed Salah (Ägypten)Pep Guardiola (Spanien)
Harry Kane (England)Roberto Martinez (Spanien)
Antoine Griezmann (Frankreich)Diego Simeone (Argentinien)
Raphael Varane (Frankreich)Gareth Southgate (England)
Eden Hazard (Belgien)Ernesto Valverde (Spanien)
Zinédine Zidane (Frankreich)

Klopp als einziger deutscher Trainer auf der Liste

Jürgen Klopp ist der einzige deutsche Coach auf der Liste zur Wahl für den Trainer der Jahres. Die Konkurrenz ist namhaft: Zinédine Zidane, der zuletzt drei Mal in Folge die Champions League mit Real Madrid gewann, Frankreichs Weltmeistertrainer Didier Deschamps und WM-Finalist Zlatko Dalic aus Kroatien stehen ebenfalls auf der Liste.

Wie die Abstimmung abläuft

Vier Gruppen dürfen bei der Abstimmung bis zum 10. August mitmachen. Die Trainer der Nationalmannschaften, die Spielführer der Nationalmannschaften, ein Kreis von Fachjournalisten und Fans in einer Online-Abstimmung auf der FIFA-Webseite. Das Votum jeder der vier Gruppen zählt jeweils zu einem Viertel, erklärt die FIFA in ihren Regularien. Drei Spieler kommen so in die Endauswahl, wo in der Show die Rangfolge bekannt gegeben wird.

Der "Ballon d'Or", den die französische Fachzeitschrift "L'Équipe" vergibt, gilt jedoch als die prestigeträchtigere Auszeichnung.

Marozsan bei den Frauen nominiert

Dzsenifer Marozsan

Dzsenifer Marozsan

Dzsenifer Marozsan, Spielführerin der deutschen Frauen-Nationalmannschaft, steht derweil auf der Liste bei der Wahl zur Weltfußballerin. Neben Marozsan, die derzeit wegen einer Lungenembolie auf unbestimmte Zeit pausieren muss, steht unter anderem auch Pernille Harder (Dänemark) vom VfL Wolfsburg zur Wahl. In Birgit Prinz (2003 bis 2005), Nadine Angerer (2013) und Nadine Keßler (2014) haben bislang drei deutsche Spielerinnen die Auszeichnung erhalten.

Nominierungen bei den Frauen
SpielerinnenTrainer*innen
Dzsenifer Marozsan (Deutschland)Martina Voss-Tecklenburg (Deutschland)
Lucy Bronze (England)Stephan Lerch (Deutschland)
Pernille Harder (Dänemark)Emma Hayes (England)
Ada Hegerberg (Norwegen)Mark Parsons (England)
Amandine Henry (Frankreich)Reynald Pedros (Frankreich)
Sam Kerr (Australien)Alen Stajcic (Australien)
Saki Kumagai (Japan)Asaka Takakura (Japan)
Marta (Brasilien)Vadao (Brasilien)
Megan Rapinoe (USA)Jorge Vilda (Spanien)
Wendie Renard (Frankreich)Sarina Wiegman (Niederlande)

Voss-Tecklenburg und Lerch als Kandidaten

Die künftige Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg sowie Stephan Lerch vom deutschen Meister VfL Wolfsburg sind derweil für die Wahl zum besten Trainer/Trainerin 2018 im Frauenfußball nominiert worden. Voss-Tecklenburg ist derzeit noch für die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft zuständig, wird aber nach der derzeit noch laufenden WM-Qualifikation die Nachfolge von Horst Hrubesch antreten. Der 33-jährige Lerch schaffte mit den VfL-Frauen gleich in seinem ersten Jahr als Chefcoach das Double aus Meistertitel und Pokalsieg und erreichte mit dem Team das Champions-League-Finale.

dpa/nch | Stand: 24.07.2018, 16:18

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