Rückkehr ins Old Trafford: Mourinho zitiert Mandela

Mourinho: "Ich war schon immer bescheiden"

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Rückkehr ins Old Trafford: Mourinho zitiert Mandela

Eine spezielle Rückkehr für "The Special One": Als neuer Trainer von Tottenham Hotspur spielt José Mourinho im Old Trafford gegen seinen ehemaligen Verein Manchester United.

Auf der Pressekonferenz am Dienstag machte Mourinho keinen Hehl daraus, wie besonders das Spiel in Manchester am Mittwochabend (04.12.19) für ihn wird. "Ins Old Trafford zurückzukehren bedeutet, an einen Ort zurückzukehren, an dem ich glücklich war", sagte der Portugiese. "Das kann ich sagen. Ich habe ein tolles Verhältnis zu den Manchester-United-Fans."

Mourinho trainierte Manchester United von Mai 2016 bis zu seiner Entlassung im Dezember 2018. Er gewann mit den "Red Devils" den Supercup, den Ligapokal und die Europa League. "Ich erwarte, dass man mir Respekt entgegenbringt, aber es ist mir auch klar, dass die United-Fans genau das Gegenteil von dem wollen, was ich will", erklärte Mourinho vor seiner Rückkehr. "Ich will, dass Tottenham gewinnt. Während des Spiels erwarte ich also, dass sie mich vergessen und ihre Mannschaft unterstützen und versuchen, das Ergebnis holen, das sie wollen."

Mourinho: "United analysiere ich nur als Gegner" Sportschau 04.12.2019 00:31 Min. Verfügbar bis 04.12.2020 Das Erste

Nach dem Aus in Manchester arbeitete Mourinho als TV-Experte

Seine Zeit in Manchester bezeichnete der 56-Jährige als lehrreich. Nach der Trennung arbeitete er zunächst als TV-Experte - und genoss bei einem Auftritt in Manchester eine freundliche Begrüßung der Fans. "Ich fühlte mich wirklich geehrt von so einem wunderbaren Empfang", berichtete Mourinho.

Tottenham Hotspur liegt als Fünfter der Premier-League-Tabelle vier Plätze vor dem Neunten Manchester United. Mourinhos "Spurs" haben allerdings nur zwei Punkte Vorsprung auf seinen Ex-Klub. Das Duell ist damit nicht nur aus persönlicher, sondern auch aus sportlicher Sicht sehr interessant. "Ich mag die großen Spiele", freute sich Mourinho. "Ich spiele gern gegen die besten Teams, und das ist das Wichtigste."

Unter Mourinho erzielen die "Spurs" mehr als drei Tore pro Spiel

Seine ersten drei Spiele mit den "Spurs" hat Mourinho allesamt gewonnen - und das durchaus ungewöhnlich. 4:2, 3:2, 3:2 - macht im Schnitt mehr als drei erzielte und zwei kassierte Tore pro Spiel. Beide Werte liegen deutlich über Mourinhos Durchschnittswerten, die er bei Manchester United oder dem FC Chelsea erzielte. Hat sich "The Special One" verändert? Ist Mourinho auf einmal ein Trainer, der das Spektakel liebt? Für solche Zuschreibungen ist es nach drei Spielen wohl noch zu früh - auf jeden Fall geht es bei den Tottenham Hotspurs aktuell aber immer ziemlich spektakulär zu.

Nach seinem Aus in Manchester Ende 2018 hat Mourinho ein Jahr später laut eigener Aussage mit seinem Ex-Klub abgeschlossen. "Das Kapitel ist für mich geschlossen. Ich habe mir meine Zeit danach genommen. Der Prozess ist beendet." Manchester United sei eine Erfahrung für ihn, ein Teil seiner Geschichte. Mourinho wählte dann noch - für ihn typisch - einen möglichst großen Vergleich: "Wie es Nelson Mandela sagte: Du verlierst nie, du gewinnst oder du lernst. Ich habe dort etwas gewonnen und gelernt."

Im Trainervergleich: erzielte und kassierte Tore im Schnitt
TrainerVereinSpieleerzielte Tore (Schnitt)kassierte Tore (Schnitt)
José MourinhoTottenham Hotspur33,332
Manchester United1441,740,9
FC Chelsea1361,860,96
Jürgen KloppFC Liverpool2312,181,1
Borussia Dortmund31821,09
Pep GuardiolaManchester City1962,610,91
FC Bayern München1612,570,8

sid/dpa/red | Stand: 04.12.2019, 07:00

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4.FC Chelsea1629
5.Manchester Utd.1624
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18.FC Southampton1615
19.Norwich City1611
20.FC Watford169
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