FC Arsenal kündigt 55 Mitarbeitern, will aber weiter Geld für Spieler ausgeben

Eine Eckfahne im Stadion von Arsenal London

Özil gerät erneut in Kritik

FC Arsenal kündigt 55 Mitarbeitern, will aber weiter Geld für Spieler ausgeben

Wenige Tage nach dem Gewinn des englischen FA Cups gibt der FC Arsenal bekannt, 55 Mitarbeitern kündigen zu müssen. Der Grund: die geringen Einnahmen während der Coronakrise. Die Fans reagieren mit Hohn und Spott. Und auch Mesut Özil bekommt sein Fett weg.

Der Premier-League-Verein FC Arsenal will 55 Stellen im Klub streichen. Das kündigte Arsenal am Mittwoch (05.08.2020) auf seiner Website an und begründete den geplanten Schritt mit finanziellen Auswirkungen der Coronakrise. In neue Spieler will der Rekord-Pokalsieger aber trotzdem weiter investieren.

Die wichtigsten Einnahmequellen hätten sich "erheblich verringert", hieß es in der Mitteilung vom Mittwoch. Das läge vor allem an Einbußen bei TV-Geldern und fehlende Zuschauereinnahmen an den Spieltagen.

Empörung in den sozialen Medien

Der Klub verwies auf die "erhebliche finanzielle Unterstützung" der US-Eigentümer Kroenke Sports & Entertainment. Zudem hätten Spieler und Personal durch freiwilligen Gehaltsverzicht geholfen, die finanziellen Auswirkungen der Pandemie einzudämmen und damit ermöglicht, dass weiter in die Mannschaft investiert wird. Das sei auch weiterhin "eine wesentliche Priorität", hieß es.

In sozialen Medien sorgte die geplante Maßnahme teils für Empörung. "Wenn die Spieler einen Teil ihres Gehalts an die Mitarbeiter spenden würden, könnten sie das doch sicher abdecken?", schrieb ein Nutzer auf Arsenals Twitter-Account. "Peinlich", kommentierte ein anderer. Auch Arsenals Topverdiener Mesut Özil, der zuletzt nicht mal mehr im Kader stand, geriet am Mittwoch erneut in die Kritik. "Werdet Özil los", schrieb ein Fan, "Problem gelöst". Der Ex-Weltmeister soll laut britischen Medien rund 350.000 Pfund (ca. 387.000 Euro) pro Woche verdienen. Özils Vertrag in London läuft noch bis Sommer 2021.

dpa | Stand: 05.08.2020, 22:19

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