Niederlande demonstrieren Stärke, Belgien mit Arbeitssieg

Memphis Depay (l.) und Georginio Wijnaldum feiern das 2:0 gegen Weißrussland

EM-Qualifikation, 1. Spieltag

Niederlande demonstrieren Stärke, Belgien mit Arbeitssieg

Gegen Weißrussland haben sich die Niederlande für das Nachbarschaftsduell mit Deutschland am Sonntag (24.03.2019, 20.45 Uhr) warmgeschossen. Auch Belgien und Kroatien siegten. Schottland wurde hingegen von einem Fußball-Zwerg überrascht.

Besonders überzeugend präsentierte sich "Oranje" beim 4:0 (2:0) gegen Weißrussland - der Erzrivale Deutschland kann kommen. Im De Kuip von Rotterdam traf Memphis Depay bereits nach 50 Sekunden für die Mannschaft von Bondscoach Ronald Koeman, die sich letztmals 2014 für ein großes Turnier qualifiziert hatte. Georginio Wijnaldum vom FC Liverpool (21. Minute), erneut Depay (55./Foulelfmeter) und Wijnaldums Klubkollege Virgil van Dijk (86.) erhöhten für den Gastgeber, der als Tabellenführer der Gruppe C ins Duell mit der Mannschaft von Joachim Löw am Sonntag in Amsterdam geht.

Ärgerlich für die Niederländer war lediglich die Verletzung von Tete kurz nach seiner Einwechslung, wodurch die Gastgeber die letzten 20 Minuten in Unterzahl agierten.

Im Parallelspiel besiegte Nordirland in Belfast die Auswahl Estlands durch die Tore von Niall McGinn (56.) und Kapitän Steven Davis (75./Elfmeter) mit 2:0 (0:0).

Hazard-Brüder in der Startelf, Golowin fliegt spät vom Platz

Der Weltranglistenerste Belgien feierte in der EM-Qualifikation einen Start nach Maß. Die "Roten Teufel" setzten sich am ersten Spieltag mit 3:1 (2:1) im Duell der Gruppenfavoriten gegen WM-Gastgeber Russland durch, müssen sich aber zunächst in der Gruppe I mit Platz drei begnügen. Auf den ersten Rang schoss sich Zypern durch ein 5:0 (4:0) gegen San Marino.

Youri Tielemans (14.) und Kapitän Eden Hazard (45./Foulelfmeter, 88.) erzielten die Treffer für Belgien. Denis Tscheryschew (16.) traf für den WM-Viertelfinalisten, der in der Schlussphase Alexander Golowin mit Gelb-Rot verlor (90.+1). Bei den Belgiern stand Bundesligaprofi Thorgan Hazard von Borussia Mönchengladbach ebenso wie der ehemalige Dortmunder Michy Batshuayi in der Startelf. BVB-Star Axel Witsel hatte wegen einer Muskelverletzung passen müssen. Die Belgier, die das Jahr 2018 mit einer 2:5-Pleite in der Schweiz abgeschlossen hatten, taten sich gegen die Russen recht schwer.

Kasachstan überrascht gegen Schottland

Kasachstan sorgte unterdessen für eine kleine Überraschung. Der 117. der Fußball-Weltrangliste gewann gegen Schottland, das auf Platz 40 rangiert, ohne große Mühe mit 3:0 (2:0) und feierte damit in der Gruppe I einen Start nach Maß. Der schottische Trainer Alex McLeish schloss nach der Blamage in Kasachstan auf Nachfrage einen Rücktritt aus und sagte: "Das war ein Desaster, aber der Gegner hat auch gut gespielt. Wir kommen wieder zurück."

Die Kasachen treffen im zweiten Spiel am Sonntag ebenfalls vor heimischem Publikum auf Russland. Die Schotten, die mit Zweitligaprofi David Bates vom Hamburger SV und dem ehemaligen Leipziger Oliver Burke angetreten waren, gastieren am Sonntag bei Fußball-Zwerg San Marino.

Knappe Erfolge für Kroatien und Polen

Kroatien mühte sich in Gruppe E gegen Außenseiter Aserbaidschan in Zagreb zu einem 2:1 (1:1). Den Siegtreffer erzielte der Hoffenheimer Bundesligaprofi Andrej Kramaric in der 79. Minute. Im zweiten Spiel dieser Gruppe setzte sich die Slowakei gegen Ungarn 2:0 (1:0) durch. Ondrej Duda von Bundesligist Hertha BSC in der 42. Minute sowie Albert Rusnak (85.) erzielten die Treffer in Trnava.

In Gruppe G gewann Polen mit Bayern Münchens Torjäger Robert Lewandowski das Duell der prominentesten Teams in Wien gegen Österreich mit 1:0 (1:0). Krzysztof Piatek erzielte in der 63. Minute nach einem Eckball den Siegtreffer. Die Tabellenführung übernahm Nordmazedonien durch ein 3:1 (2:0) gegen Lettland, Platz drei belegt Slowenien nach einem 1:1 (0:0) in Israel.

Die beiden bestplatzierten Teams jeder der zehn Gruppen qualifizieren sich direkt für die paneuropäische EM 2020.

sid/dpa/red | Stand: 21.03.2019, 22:45

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