EM-Qualifikation - Bundesliga-Stars lassen Schweiz jubeln

 Breel Embolo (r.) legt seinen Arm um Denis Zakaria

EM-Qualifikation

EM-Qualifikation - Bundesliga-Stars lassen Schweiz jubeln

Der Stuttgarter Steven Zuber und Gladbachs Denis Zakaria haben die Schweiz am ersten Spieltag der EM-Qualifikation zum Sieg über Georgien geschossen. Schweden, Italien und Spanien feierten ebenfalls einen gelungenen Start.

Die Schweiz kam in Tiflis am Samstag (23.03.2019) vor 54.000 Zuschauern zu einem jederzeit ungefährdeten 2:0 (0:0). Der Stuttgarter Steven Zuber brachte die Eidgenossen in der 56. Minute auf die Siegerstraße, ehe der Gladbacher Denis Zakaria in der 80. Minute den Endstand markierte. Damit übernahm das Team von Trainer Vladimir Petkovic die Tabellenführung in der Gruppe D, weitere Gegner sind Dänemark, Gibraltar und Irland.

Der von Hoffenheim nach Stuttgart ausgeliehene Zuber unterstrich seine derzeit gute Form mit seinem Treffer. Der Schalker Breel Embolo machte zuvor einen langen Ball fest und legte glänzend für den Mittelfeldspieler auf, der von halblinker Position im Strafraum den Ball ins lange Eck schlenzte. Leichter hatte es Zakaria, der den abprallenden Ball von Georgiens glänzend parierendem Keeper Giorgi Loria, der in der Winterpause vom Zweitligisten 1. FC Magdeburg verpflichtet wurde, nur ins leere Tor abstauben musste.

Ramos schießt Spanien zum Sieg

Spanien mühte sich am in Gruppe F zu einem 2:1 (1:0) gegen Norwegen. In Valencia bewahrte Sergio Ramos von Real Madrid die Spanier mit seinem Siegtreffer in der 71. Minute vor einem Ausrutscher. Zuvor hatte Joshua King (65.) für Norwegen die erstmalige Führung des Weltmeisters von 2010 durch Rodrigo (16.) ausgeglichen. Spaniens Nationaltrainer Luis Enrique hatte mit Beginn der EM-Qualifikation ähnlich wie Bundestrainer Joachim Löw den Umbruch eingeleitet.

Schweden setzt sich durch

Auch der schwedischen Fußball-Nationalmannschaft glückte ein gelungener Start in der EM-Qualifikation. Das Team von Trainer Janne Andersson besiegte am ersten Spieltag der Gruppe F Rumänien mit 2:1 (2:0) und feierte damit eine erfolgreiche Generalprobe für das skandinavische Duell am kommenden Dienstag in Norwegen.

Der Mann der ersten Hälfte war Bundesligaprofi Robin Quaison. Dem Mittelfeldspieler vom FSV Mainz 05 gelang nicht nur in der 33. Minute der Führungstreffer, der 25-Jährige bereitete auch sieben Minuten später das zweite Tor der Gastgeber durch Victor Claesson vor. Nach der Pause ließ Schweden die Zügel etwas schleifen und kassierte durch Claudiu Keserü (58.) den Anschlusstreffer.

In einem weiteren Spiel der Sechsergruppe setzte sich Malta im Außenseiterduell gegen die Färöer mit 2:1 (1:0) durch. Die Malteser mussten nach einer Roten Karte für Andrei Agius ab der 62. Minute in Unterzahl auskommen.

Guter Start von Italien

Die italienische Nationalmannschaft startete optimal. Die "Squadra Azzurra" setzte sich mit 2:0 (1:0) gegen Finnland durch. Nicolo Barella (7.) erzielte gegen Finnlands Torhüter Lukas Hradecky (Bayer Leverkusen) die frühe Führung. Moise Kean (74.) entschied das Spiel auf Vorlage des ehemaligen Dortmunders Ciro Immobile.

Italien muss sich die Tabellenführung in der Gruppe J aber mit Griechenland teilen. Die Griechen siegten in Liechtenstein ebenfalls mit 2:0 (1:0). In Liechtenstein bewahrten Konstantinos Fortounis (45.+1) und Stuttgarts Anastasios Donis (80.) die Griechen vor einem Fehlstart. Dahinter schoss sich Bosnien und Herzegowina mit einem 2:1 (1:0) gegen Armenien auf Rang drei. Die Bosnier belohnten sich durch Rade Krunic (33.) und Deni Milosevic (80.) für einen engagierten Auftritt.

Englands Sterling zerlegt Tschechien

Raheem Sterling bejubelt sein drittes Tor gegen Tschechien

Die Engländer hatten schon am Freitag beim 5:0 (2:0) im Wembley-Stadion einen Start nach Maß erwischt. Der von Trainer Gareth Southgate von Beginn an gebrachte Dortmunder Jadon Sancho legte von halbrechts gut auf den mitlaufenden Sterling auf, der den Ball zur Führung nur ins leere Tor schieben musste (24. Minute).

Nach einem Foul an Sterling im Strafraum verwandelte Harry Kane (45.+2) für die "Three Lions" zur 2:0-Halbzeitführung. Nichts ging diesmal ohne Sterling: Der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler von Manchester City erhöhte mit einem Doppelschlag (62./68.) auf 4:0. Den Endstand markierte Tomas Kalas per Eigentor.

Englands Gruppengegner Bulgarien kam gegen Montenegro nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Der Ex-Karlsruher Stefan Mugosa (50.) schoss die Gäste in Führung. Der ehemaliger Mainzer Todor Nedelew (80.) traf per Elfmeter zum Ausgleich.

Frankreich startet souverän

Weltmeister Frankreich feierte einen gelungenen Start in die EM-Qualifikation, dem Münchner Kingsley Coman bleibt dagegen das Pech treu. Das Team von Didier Deschamps gewann das Auftaktspiel in Chisinau gegen Moldau mit 4:1 (3:0) und setzte sich damit gleich an die Spitze der Gruppe H. Antoine Griezman (24.), Raphael Varane (27.) sowie Olivier Giroud (36.) und Kylian Mbappe (87.) trafen für die "Equipe Tricolore". Vladimir Ambros war für die Gastgeber (89.) erfolgreich.

Unglücklich verlief der Tag wieder einmal für Coman. Der für die Startelf eingeplante Offensivspieler musste wegen Rückenproblemen kurzfristig verzichten und wurde kurz vor dem Anpfiff durch Blaise Matuidi ersetzt. Coman steht erstmals wieder seit 16 Monaten im Kader der Franzosen. Der 22-Jährige laborierte in den vergangenen Monaten immer wieder an Verletzungen. Zuletzt hatte er wegen eines Muskelfaserrisses gefehlt und war erst kurz vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League gegen den FC Liverpool wieder fit geworden.

Calhanoglu trifft für die Türkei

In der Gruppe H feierten zudem die Türkei durch ein 2:0 (1:0) in Albanien und Island mit einem 2:0 (1:0) in Andorra Auftakterfolge. Der ehemalige Bundesligaprofi Hakan Calhanoglu traf für die Türkei zum 2:0. Die beiden bestplatzierten Teams jeder der zehn Gruppen qualifizieren sich direkt für die paneuropäische EM 2020.

dpa/sid | Stand: 23.03.2019, 22:48

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