Unruhen überschatten torlosen Clásico zwischen Real und Barca

Ivan Rakitic im Zweikampf mit Toni Kroos

FC Barcelona - Real Madrid 0:0

Unruhen überschatten torlosen Clásico zwischen Real und Barca

Remis im Clásico: Der FC Barcelona hat im Duell mit Real Madrid die Tabellenführung in Spanien verteidigt. Überschattet wurde die Partie von politischen Unruhen, laut Polizei wurden 21 Menschen verletzt.

Barcelona kam am Mittwoch (18.12.2019) im heimischen Camp Nou gegen den Erzrivalen Real zu einem gerechten 0:0 und bleibt damit aufgrund der um zwei Treffer besseren Tordifferenz Erster vor Madrid. Real wartet damit seit sieben Spielen auf einen Erfolg gegen Barca.

Die deutschen Nationalspieler wussten im Clasico durchaus zu überzeugen. Barca-Torhüter Marc-André ter Stegen zeigte einige starke Paraden, Toni Kroos glänzte als Ballmagnet bei Real mit den meisten gespielten Pässen.

Politischer Protest am Camp Nou

Ausschreitungen am Rande des Clasicos

Ausschreitungen am Rande des Clasicos

Das Duell der Erzrivalen stand im Schatten politischer Proteste in Katalonien. Die ursprünglich für den 26. Oktober angesetzte Partie war bereits damals wegen der Unruhen verschoben worden. Nun sorgten die Unabhängigkeitskämpfer beim Nachholspiel des zehnten Spieltags erneut für Unruhen und verliehen ihren Forderungen nach der Aushandlung eines Unabhängigkeitsreferendums für Katalonien mit neuerlichen Protesten Nachdruck.

Auf Initiative der Unabhängigkeitsplattform Tsunami Democratic hatten sich bereits fünf Stunden vor dem Anpfiff tausende Separatisten versammelt und die Zufahrtswege zum Camp Nou versperrt. Während des Spiels brannten sie vor dem Stadion Absperrungen nieder. Die Polizei berichtete von 21 Verletzten.

Aufwendige Sicherheitsvorkehrungen

Die Mannschaften waren vor dem Spiel unter dem Schutz von zwei Helikoptern und zahlreichen der insgesamt rund 3.000 Sicherheitskräfte zum Stadion eskortiert worden. Wegen der besonderen Lage hatten beide Teams zuvor nur 700 Meter von der Arena entfernt im selben Hotel eingecheckt.

Ramos jetzt alleiniger Clásico-Rekordspieler

Im Spitzenspiel der Primera Division erarbeiteten sich die "Königlichen" früh leichte Vorteile. Gerard Piqué klärte einen Kopfball von Casemiro (17. Minute) für den geschlagenen ter Stegen auf der Linie, den nächsten Versuch des Brasilianers (26.) parierte die deutsche Nummer zwei dann selbst. Auf der Gegenseite wurden die Hausherren vor allem mit ihrem schnellen Umschaltspiel gefährlich. Sergio Ramos, der mit seinem 43. Einsatz im Duell der Erzrivalen zum alleinigen Rekordspieler der Clasico-Geschichte aufstieg, verhinderte auf der Torlinie akrobatisch den 13. Saisontreffer von Lionel Messi (31.), Jordi Alba (41.) scheiterte kurz vor der Pause allein vor dem Tor kläglich.

In einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit vergaben Messi (60.) und Suarez (74.) sowie auf der Gegenseite Gareth Bale (68.) die besten Gelegenheiten, Bales vermeintlicher Siegtreffer (72.) wurde wegen Abseits aberkannt.

dpa/sid/red | Stand: 18.12.2019, 22:51

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