112 Millionen Ablöse - Juventus verpflichtet Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo (r.)

Toptransfer

112 Millionen Ablöse - Juventus verpflichtet Cristiano Ronaldo

Cristiano Ronaldo verlässt Real Madrid und schließt sich Juventus Turin an.

Der Transfer von Weltfußballer Cristiano Ronaldo vom Champions-League-Sieger Real Madrid zu Juventus Turin ist perfekt. Die "Königlichen" bestätigten den Wechsel am Dienstag (10.07.2018).

Wie Juventus am Dienstagabend bestätigte, beträgt die Ablösesumme für den 33 Jahre alten Portugiesen 112 Millionen Euro. Damit ist der Mega-Deal einer der teuersten Transfers im Profifußball. Nach Medienberichten soll Ronaldo in Turin künftig 30 Millionen Euro pro Jahr verdienen und einen Vierjahresvertrag erhalten.

Ronaldo: "Zeit, einen neuen Abschnitt zu beginnen"

In einer Stellungnahme bedankte sich der Portugiese für seine neun Jahre in Madrid, "beim Klub, bei den Fans und dieser Stadt. Aber ich denke, es ist an der Zeit, einen neuen Abschnitt in meinem Leben zu beginnen. Deshalb habe ich den Klub gebeten, dem Transfer zuzustimmen. Ich bitte alle, vor allem unsere Fans, um Verständnis. Diese Jahre in Madrid waren wahrscheinlich die glücklichsten meines Lebens."

Cristiano Ronaldo wechselt zu Juventus Turin

Sportschau | 10.07.2018 | 01:05 Min.

Vorausgegangen war am Dienstag ein Treffen zwischen Juve-Präsident Andrea Agnelli und Ronaldo in dessen Urlaubsdomizil an der griechischen Costa Navarino. Agnelli war am Morgen nach mit einem Privatflugzeug von Pisa nach Kalamata geflogen. Dort kam es schließlich zur Einigung.

Khedira: "Ein besonderer Tag für Juve"

Unklar ist noch, ob Ronaldo am 23. Juli mit den Italienern auf US-Tour geht. Sami Khedira, deutscher Nationalspieler in Diensten von Juventus, begrüßte den Neuzugang bereits beim italienischen Rekordmeister. "Willkommen in Turin, Cristiano", twitterte Khedira, der mit dem Portugiesen bereits bei Real Madrid gespielt hatte: "Wir haben zusammen großartige Momente in Madrid erlebt. Ich habe große Lust, wieder mit dir zu arbeiten. Heute ist ein besonderer Tag für Juve", schrieb Khedira.

Der 33-Jährige war 2009 von Manchester United nach Madrid gewechselt und gewann mit den "Königlichen" viermal die Champions League, zwei spanische Meisterschaften, zweimal den spanischen Pokal, dreimal die Klub-WM und wurde noch viermal Weltfußballer. Seine Rekorde und Statistiken im Dress der Madrilenen lesen sich wie Fabelwerte: 438 Pflichtspiele absolvierte er für den Hauptstadtklub, 450 Tore und 131 Assists stehen dabei zu Buche. In Turin hofft man nun, dass der Portugiese dieses Niveau noch einige Jahre halten kann.

Top 10 - die teuersten Fußballer aller Zeiten

Spanien, England, Frankreich und Italien: Das sind die Top-Ligen, wenn es um die ganz großen Transfersummen geht. Ganz vorn steht mit weitem Abstand der Brasilianer Neymar, aber auch sein Landsmann Coutinho kostete eine atemberaubende Summe.

Gonzalo Higuain

Platz 10: 90 Millionen - Gonzalo Higuain - 2016 vom SSC Neapel zu Juventus Turin
Gonzalo Gerardo Higuain mischt in dieser Liste ganz vorne mit. Dass es ein Spieler unter die Top 10 schafft ohne Bezug zu den spanischen Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona oder in die Premier League, scheint irritierend. Allerdings spielte Higuain immerhin sechs Jahre für die "Königlichen" aus Madrid - also doch ein kleiner Bezug. In Neapel wurde er 2015 Torschützenkönig der Serie A: 36 Tore. Auch für Juve bewies er schon seine Treffsicherheit.

Platz 10: 90 Millionen - Gonzalo Higuain - 2016 vom SSC Neapel zu Juventus Turin
Gonzalo Gerardo Higuain mischt in dieser Liste ganz vorne mit. Dass es ein Spieler unter die Top 10 schafft ohne Bezug zu den spanischen Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona oder in die Premier League, scheint irritierend. Allerdings spielte Higuain immerhin sechs Jahre für die "Königlichen" aus Madrid - also doch ein kleiner Bezug. In Neapel wurde er 2015 Torschützenkönig der Serie A: 36 Tore. Auch für Juve bewies er schon seine Treffsicherheit.

Platz 9: 94 Millionen - Cristiano Ronaldo - 2009 von Manchester United zu Real Madrid
Der extrovertierte Portugiese wurde im vergangenen Jahr bereits zum fünften Mal zum Weltfußballer gewählt. Seine Bilanz allein in der spanischen "La Liga" ist phänomenal. In 292 Partien erzielte er 311 Tore und bereitete zusätzliche 95 Treffer vor (Stand: 07.01.2018). Ronaldo hat unter Beweis gestellt, dass er jeden Cent für die Madrilenen wert war.

Platz 8: 100 Millionen - Romelu Lukaku - 2017 vom FC Everton zu Manchester United
"Wenn Manchester United und José Mourinho anklopfen, ist das im Leben eine einmalige Möglichkeit - eine, die ich nicht ausschlagen konnte", sagte Romelu Lukaku unmittelbar nach seinem Wechsel. Der Grund für das Interesse des portugiesischen Trainers liegt auf der Hand. Der 24-Jährige hatte für die "Toffees" 87 Tore (29 Assists) in 166 Pflichtspielen geschossen. Diese Bilanz soll er bei den "Red Devils" nun noch verbessern.

Platz 7: 101 Millionen - Gareth Bale - 2013 von Tottenham Hotspur zu Real Madrid
Der Waliser war knapp drei Jahre der Spitzenreiter - zu seiner Ablösesumme gibt es jedoch unterschiedliche Aussagen (hier genannte Ablösesummen beziehen sich auf die Angaben von transfermarkt.de). Bevor Bale zu Real Madrid kam, spielte er für den FC Southampton und Tottenham Hotspur. Bale zeigte auch während der Europameisterschaft in Frankreich seine Klasse und zog mit seinem Team sensationell bis ins Halbfinale ein. Mit Real Madrid gewann er drei Mal die Champions League.

Platz 6: 105 Millionen Euro - Paul Pogba - Juventus Turin zu Manchester United (2016)
Paul Labile Pogba war im August 2016 der teuerste Fußballer aller Zeiten. Ablösefrei wechselte er 2012 nach Turin. Dann kam er nach vier Jahren zurück nach Manchester, wo er bereits in der U18 spielte. Mit Juve holte er vier Mal in Folge die italienische Meisterschaft. Nach Zlatan Ibrahimovic, Henrich Mchitarjan und Eric Bailly war der französische Nationalspieler der vierte Top-Transfer der "Red Devils" in dieser Transferperiode. Einen großen Titel gab es für Pogba dort immerhin schon: den Sieg in der Europa League 2016/17.

Platz 5 117 Millionen - Cristiano Ronaldo - 2018 von Real Madrid zu Juventus Turin
Nach der Saison 2017/18, die mit dem dritten Champions-League-Titel der Madrilenen in Serie endete, vermisste "CR7" dem Vernehmen nach die Wertschätzung in der spanischen Hauptstadt. So zog es ihn zur "Alten Dame" nach Turin - für keinen anderen 33-Jährigen hätte man wohl 117 Millionen Euro bezahlt. Allein das zeigt die Ausnahmestellung des Angreifers im Weltfußball.

Platz 4: 147 Millionen Euro - Ousmane Dembélé - 2017 von Borussia Dortmund zum FC Barcelona
Er gilt als Super-Dribbler und als ein großes (Fußball-)Versprechen für die Zukunft. Ousmane Dembélé hatte bei Borussia Dortmund gezeigt, dass er den Unterschied ausmachen kann. Deshalb haben die Katalanen tief in die Tasche gegriffen und den 20-Jährigen verpflichtet. Er gilt zudem als torgefählich, eigenwillig, durchsetzungsstark. Dembélé soll in Barcelonas Offensive mithelfen, einen Umbruch einzuleiten - ein Muskelriss am linken Oberschenkel setzte ihn allerdings lange außer Gefecht. Dembélé ist der teuerste Verkauf in der Geschichte der Bundesliga.

Platz 3: 160 Millionen Euro - Philippe Coutinho - 2018 vom FC Liverpool zum FC Barcelona
Der brasilianische Offensivspieler soll bei den Katalanen zunächst die Lücke füllen, die sein Landsmann Neymar mit seinem Abgang nach Paris im vergangenen Sommer hinterlassen hatte. Der 25-Jährige hat starke technische Fähigkeiten, kann defensiver eingesetzt werden und gilt deshalb auch bereits als strategischer Vorgriff für den näher rückenden Abgang des Spielmachers Andres Iniesta (33).

Platz 2: 180 Millionen Euro - Kylian Mbappé - 2017 von AS Monaco zu Paris St. Germain
Kylian Mbappe trumpft gerade auf der großen Bühne - der WM 2018 - mit Frankreich auf und steht im WM-Finale. Dabei ist der Stürmer erst 19 Jahre alt. Das Kicken lernte der Franzose beim AS Monaco und wechselt im Sommer 2018 nach einer einjährigen Leihe nun fest zu Paris Saint-Germain. Und zwar für 180 Millionen Euro.

Platz 1: 222 Millionen - Neymar - 2017 vom FC Barcelona zu Paris St. Germain
Der Transfer des Brasilianers war spektakulär und sprengte die ohnehin schon fast verschwundenen Grenzen von Profitransfers. Die Scheichs aus Katar wollten Glamour für ihren französischen Hauptstadtklub, was sie sich in bis dato nicht gekannter Höhe haben kosten lassen. Die 222 Millionen Euro lösten neben viel Begeisterung bei den Fans der Pariser auch einen Aufschrei der Empörung über ungezügelten Kapitalismus in der restlichen Fußballwelt aus.

red | Stand: 10.07.2018, 19:30

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