Medien: Boss des FC Sion kündigt Spielern fristlos

BVB-Spieler in einem Testspiel gegen den FC Sion (Archivfoto)

Wegen der Corona-Krise

Medien: Boss des FC Sion kündigt Spielern fristlos

Der Schweizer Fußball-Erstligist FC Sion hat laut Medienberichten mehreren Spielern wegen der finanziellen Folgen der Coronavirus-Krise fristlos gekündigt.

Wie der "Blick" am Donnerstag (19.03.2020) schreibt, habe Vereinspräsident Christian Constantin den Topverdienern der Mannschaft "aus guten Gründen" und "wegen höherer Gewalt" die Kündigung ausgesprochen.

"All unserer Einkommen beraubt"

"Wir sind all unserer Einkommen beraubt. Es ist uns untersagt, ihnen ihre Arbeitsleistung anzubieten und es ist ihnen untersagt, ihre Leistung zu erbringen", zitierte die Schweizer Zeitung aus einem Schreiben Constantins. Vom Verein gab es dazu zunächst keine Stellungnahme.

Laut "Blick" soll Constantin vor der Kündigung versucht haben, die Spieler zu Kurzarbeit zu verpflichten. Diese hätten jedoch wegen der kurzen Frist bis Mittwoch um 12 Uhr das Schreiben nicht unterzeichnet.

Spielergewerkschaft kündigt Protest an

"In dieser kurzen Zeitspanne war es unmöglich, die Sache seriös abzuklären. Und vom Klub war für Nachfragen niemand erreichbar. Was der FC Sion da gemacht hat, ist alles andere als korrekt", zitierte die Zeitung den Agenten eines Profis. Die Schweizer Spielergewerkschaft SAFP kündigte bereits Widerspruch an.

red/dpa | Stand: 19.03.2020, 18:56

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