Copa America - Was Sie über das Turnier in Brasilien wissen sollten

Vorbereitungen auf die Copa America 2019 in der Arena Fonte Nova

Copa America

Copa America - Was Sie über das Turnier in Brasilien wissen sollten

Mitte Juni beginnt in Brasilien die 46. Copa America. Superstar Neymar wird nicht dabei sein, das weiß man schon. Dafür spielen Katar und Japan mit. Ein Überblick.

Der Modus:

Neben zehn südamerikanischen Teams (Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Kolumbien, Paraguay, Peru, Uruguay und Venezuela) nehmen Japan und Katar ab dem 15. Juni als Gastmannschaften an der Copa America teil. Gespielt wird in drei Gruppen mit je vier Mannschaften. Die ersten beiden Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale. Dort dürfen auch die beiden besten Gruppendritten antreten. Das Finale findet am 7. Juli statt.

Die Spielorte:

Gespielt wird in diesen sechs Stadien:

Estadio Morumbi in São Paulo (67.052 Plätze)
Arena do Gremio in Porto Alegre (60.540 Plätze)
Estadio Mineirao in Belo Horizonte (62.160 Plätze)
Estadio Maracanã in Rio de Janeiro  (74.738 Plätze)
Arena Fonte Nova in Salvador (48.747 Plätze)
Arena Corinthians in São Paulo (48.000 Plätze)

Das Eröffnungsspiel zwischen Gastgeber Brasilien und Bolivien findet in São Paulo statt, das Finale in Rio de Janeiro.

Die Favoriten:

Natürlich die Brasilianer, auch wenn sie auf ihren verletzten Superstar Neymar verzichten müssen. Doch Trainer Tite hat im vergangenen Jahr eine Mannschaft geformt, die auch ohne Neymar den Titel gewinnen kann. Zweiter Topfavorit sind die Argentinier, denen der neue Trainer Lionel Scaloni im vergangenen halben Jahr einen personellen Neuanfang verordnet hat. Zuletzt gewann Argentinien ein Freundschaftsspiel 5:1 gegen Nicaragua, zuvor gab es einen knappen Sieg gegen Marokko und sogar eine Niederlage in Venezuela. Immerhin ist Lionel Messi fit, für viele Argentinier dürfte das als Hoffnungsschimmer vorerst reichen.

Anpfiff zur Copa America ohne Neymar

Sportschau 13.06.2019 03:13 Min. Verfügbar bis 13.06.2020 ARD

Doch andere Mannschaften haben aufgeholt. Chile hat immer noch einen tollen Kader und könnte als Geheimfavorit durchgehen, ebenso die Kolumbianer, angeführt von Radamel Falcao und Kapitän James Rodriguez. Auch Uruguay ist stark, was nicht zuletzt am überragenden Sturmduo Edinson Cavani und Luis Suárez liegt. Es dürfte spannend werden.

Copa America: Das Wichtigste zum Turnier in Brasilien Sportschau 11.06.2019 01:33 Min. Verfügbar bis 11.06.2020 Das Erste

Der Rekordsieger:

Kein Land gewann die Copa America häufiger als Uruguay (15 Titel). Es folgen Argentinien (14) und Brasilien (7).

Der aktuelle Champion:

Aktueller Titelträger ist allerdings Chile - und das gleich doppelt: Vor vier Jahren gewann "La Roja" das Turnier im eigenen Land, ein Jahr später auch die Sonderausgabe anlässlich des 100-jährigen Bestehens des südamerikanischen Fußballverbandes CONMEBOL, das in den USA ausgetragen wurde.

Die Wahl des Austragungsortes:

Die CONMEBOL vergibt die Austragung in alphabetischer Reihenfolge nach einem Rotationsprinzip an alle Mitgliedsverbände. Brasilien sollte eigentlich schon die Endrunde 2015 austragen, allerdings hatte das Land schon den Confed Cup 2013 sowie die WM 2014 ausgetragen und die Olympischen Sommerspiele 2016 waren schon in Planung. Deshalb schlug Brasilien Chile einen Tausch vor, der von der CONMEBOL genehmigt wurde.

Die Sicherheitsmaßnahmen:

Brasilien hat für den Zeitraum der Endrunde umfassende Sicherheitsmaßnahmen angekündigt. Zum Auftaktspiel Brasilien - Bolivien in Sao Paulo werden Scharfschützen und Spürhunde im Land des fünfmaligen Fußball-Weltmeisters eingesetzt, um die Sicherheit für die zahlreichen Fans zu gewährleisten. In den Stadien sind insgesamt bis zu 10.000 Sicherheitskräfte im Einsatz, die Polizei will derweil außerhalb der Arenen Ausschreitungen durch Hooligans verhindern. "Mit all unserer Erfahrung kann ich garantieren, dass wir die Voraussetzungen für eine sichere Copa America haben", sagte Cesar Martinez, Sprecher des Justiz- und Sicherheitsministeriums, der Nachrichtenagentur AFP.

tbe/sid/dpa | Stand: 13.06.2019, 06:00

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