Brasilien gewinnt Copa-Halbfinale gegen Argentinien

Jubel bei Brasilien, Enttäuschung bei Argentiniens Lionel Messi (r.)

Wieder kein Titel für Lionel Messi

Brasilien gewinnt Copa-Halbfinale gegen Argentinien

Gastgeber Brasilien hat bei der Copa America den Erzrivalen Argentinien geschlagen und ist ins Finale eingezogen. So muss Lionel Messi noch länger auf den ersten Titel mit der "Albiceleste" warten.

Brasilien raubte dem 32-Jährigen in Belo Horizonte mit einem 2:0 (1:0) im Halbfinale der Südamerika-Meisterschaft die nächste Chance auf einen Titel mit Argentinien. Viele bleiben dem fünfmaligen Weltfußballer, der im Klubtrikot mit dem FC Barcelona schon alles gewann, nicht mehr.

Die Brasilianer treffen nun im Finale im Maracana auf den Sieger des zweiten Vorschlussrunden-Duells zwischen Titelverteidiger Chile und Peru. Für Messi geht es noch nach Sao Paulo zur Partie der Halbfinal-Verlierer um Platz drei. Vielleicht nächstes Jahr erneut zur Copa America, dann daheim. Und 2022 zur WM in Katar.

Messi unermüdlich

Trotz der Niederlage am Dienstag (02.07.2019/Ortszeit) bot Messi seine beste Turnierleistung, kurbelte unermüdlich das Spiel mit teils spektakulären Aktionen an, legte Sergio Agüero bei dessen Kopfball an die Latte (30. Minute) auf, scheiterte mit einem Schuss am Pfosten (58.) und war hauptverantwortlich für das Torschussverhältnis von 13:4 zugunsten der Argentinier.

Brasilien effizienter

Effizienter waren jedoch die Gastgeber, die nun auch die fünfte Copa America am Zuckerhut gewinnen können und ihren insgesamt neunten Triumph beim ältesten Nationenturnier der Welt anstreben. Gabriel Jesus (19.) und der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino (71.) machten das mit 55.000 Zuschauern gefüllte Mineirao-Stadion, wo Brasilien 2014 gegen Deutschland sein 1:7-Fiasko erlebt hatte, zum Hexenkessel.

"Es war ein hartes Spiel, aber wir waren sehr konzentriert", sagte Brasiliens Dani Alves nach dem Abpfiff: "Ich bin sehr froh. Wir haben viel für diesen Sieg gearbeitet." Der Argentinier Nicolas Tagliafico räumte ein: "Sie waren effizienter als wir."

sid/dpa | Stand: 03.07.2019, 07:03

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