CL-Quali - Belgrad verlängert Salzburgs Trauma

Spielszene aus Red Bull Salzburg gegen Roter Stern Belgrad

4. Runde

CL-Quali - Belgrad verlängert Salzburgs Trauma

Salzburg ist zum elften Mal in der Qualifikation zur Champions League gescheitert - diesmal gegen Roter Stern Belgrad. Die PSV Eindhoven und Benfica Lissabon setzten sich dagegen durch.

Für die drei unterlegenen Teams bleibt nur der Start in der Gruppenphase der Europa League.

Red Bull Salzburg - Roter Stern Belgrad 2:2 (Hinspiel 0:0)

Red Bull Salzburg, das in der Champions League FC Salzburg genannt wird, zeigte sich zu Beginn überlegen. Die Mannschaft nutzte aber erst kurz vor dem Pausenpfiff eine ihrer Chancen, als Munas Dabbur eine Flanke von links durch Andreas Ulmer mit dem rechten Innenrist ins Tor verlängerte. Kurz nach Wiederanpfiff wurde Salzburgs Hannes Wolf von Milos Degenek im Strafraum gefoult, Dabbur verwandelte den Elfmeter sicher zum 2:0 (48.).

Belgrad aber kam zurück - und wie: Innerhalb von wenigen Sekunden schaffte Roter Stern mit zwei Toren zum 2:2 den Ausgleich (65./66.). Beim ersten Tor hatte Degenek eine Flanke von rechts auf Nabouhane Ben am zweiten Pfosten geschlagen, der nur noch den Fuß hinhalten musste. Dann war es Degenek selbst, der einen Freistoß aus dem Mittelfeld per Kopf ins Salzburger Tor verlängerte. Am Ende war Ben wohl wiederum noch minimal am Ball und galt als Torschütze. Belgrad setzte sich so dank der Auswärtstorregel durch.

"Es ist ein herber Schlag und tut jetzt richtig weh", sagte Salzburgs Trainer Marco Rose: "Wir hätten es uns heute wirklich verdient, da wir auch nach dem 2:2 noch Torchancen gehabt haben. Aber es ist jetzt einfach ein extrem bitterer Abend."

PSV Eindhoven - FC BATE Borissow 3:0 (Hinspiel 3:2)

Die PSV hatte schon in Weißrussland mit einem Sieg und drei Auswärtstoren gute Voraussetzungen geschaffen und legte im Rückspiel gleich nach. Steven Bergwijn setzte sich im Strafraum stark durch und brachte Eindhoven in Führung (14.). Luuk de Jong köpfte noch vor der Pause zum 2:0 ein (36.).

Zu diesem Zeitpunkt brauchte BATE bereits drei Tore, der Wille war gebrochen. Eindhoven spielte die Partie cool zu Ende, Hirving Lozano schloss noch einen Konter zum 3:0 ab (62.).

PAOK Saloniki - Benfica Lissabon 1:4 (Hinspiel 1:1)

PAOK Saloniki ging mit dem 1:1 und dem Auswärtstor aus dem Hinspiel im Rücken in das Spiel - und erzielte prompt die Führung: Aleksandar Prijovic schob den Ball nach einer sehenswerten Freistoßvariante ein (13.) und ließ die Außenseiter träumen.

Doch Benfica antwortete deutlich: Jardel köpfte eine Ecke vom Elfmeterpunkt zum Ausgleich ins Tor (20.), dann foulte Torwart Alexandros Paschalakis im Strafraum Franco-Emanuel Cervi. Den fälligen Strafstoß verwandelte Eduardo Salvio souverän (26.). Und in der 39. Minute versenkte Pizzi einen Rückpass von der Grundline von Cervi zum 3:1 für Benfica im Tor. Der Favorit setzt sich dann klar durch, Salvio verwandelte noch einen weiteren Foulelfmeter (49.).

32 Teilnehmer stehen fest

Damit steht das Teilnehmerfeld der Gruppenphase in der Champions League fest, zuvor hatten sich AEK Athen, Ajax Amsterdam und Young Boys Bern qualifiziert. 32 Mannschaften nehmen an der Gruppenphase in acht Vierer-Gruppen teil. Die Auslosung findet am Donnerstag (30.08.2018) um 18 Uhr in Monaco statt.

nch/sid/dpa | Stand: 29.08.2018, 22:46

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