WM 2018 - Berater soll Beckenbauers Stimme zum Kauf angeboten haben

Franz Beckenbauer steht auf der Bühne bei der Gala zur Einweihung der Hall of Fame des deutschen Fußballs

Vergabe WM 2018

WM 2018 - Berater soll Beckenbauers Stimme zum Kauf angeboten haben

Franz Beckenbauer steht erneut im Fokus eines Skandals: Nach Medienberichten soll sein Berater Fedor Radmann die Stimme Beckenbauers bei der Vergabe der WM 2018 angeboten haben.

Das russische Portal "The Insider" hatte am Mittwoch (30.10.2019) angebliche interne Unterlagen des früheren russischen Bewerbungskomitees veröffentlicht.

In den Unterlagen ist die Rede davon, mit welchen finanziellen Methoden Wahlmänner davon zu überzeugen seien, ihre Stimmen zu verkaufen. Wie das Portal berichtet, soll Fedor Radmann (75) - ein Vertrauter und Berater des "Kaisers" - dessen Stimme zum Verkauf angeboten haben.

Es geht um 4,5 Millionen Euro

Drei Millionen Euro soll allein Beckenbauers Stimmabgabe gekostet haben, zusätzliche 1,5 Millionen Euro sollen für die erfolgreiche Vergabe aufgerufen worden sein. Russland hatte sich bei der Vergabe im Dezember 2010 in Zürich gegen die Doppelbewerber Belgien/Niederlande und Spanien/Portugal durchgesetzt.

Stimmabgabe bis heute geheim

Wem die einzelnen Mitglieder der FIFA-Exekutive am 2. Dezember 2010 in Zürich ihre Stimmen gaben, ist bis heute geheim. In Kreisen der FIFA wurde damals spekuliert, dass Beckenbauer für Russland 2018 und für das im ersten Wahlgang ausgeschiedene Australien votiert und im nächsten Wahlgang für Katar 2022 gestimmt habe.

Im Jahr 2012 erhielt Beckenbauer einen Vertrag als Sportbotschafter, abgeschlossen zwischen seiner Vermarktungsfirma und dem Verband russischer Gasproduzenten.

Stand: 30.10.2019, 19:30

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