Haft von Al Araibi verlängert

Hakeem Al Araibi in Handschellen

Fußballer im Gefängnis

Haft von Al Araibi verlängert

Hakeem Al Araibi soll nach einer Entscheidung eines Gerichts in Bangkok zwei weitere Monate in thailändischer Haft verbringen. Sein Heimatland Bahrain verlangt weiter die Auslieferung, er befürchtet dort Folter und Tod.

"Bitte schicken Sie mich nicht nach Bahrain", sagte Al Araibi vor Gericht. Das Gericht teilte am Montag (04.02.2019) mit, dass Al Araibi nun 60 Tage Zeit habe, um seine Verteidigung gegen das Auslieferungsersuchen vorzubereiten. Im April soll er seinen Fall darlegen.

Al Araibi ist wohnhaft in Australien, Ende November war er mit seiner Frau in die Flitterwochen nach Thailand geflogen und dort verhaftet worden. Al Araibi steht beim australischen Zweitligisten Pascoe Vale FC unter Vertrag.

Vorwurf: Anschlag auf eine Polizeistation in Bahrain

Er war 2014 aus Bahrain nach Australien geflüchtet. In seiner Heimat wird ihm vorgeworfen, für den Anschlag auf eine Polizeistation mitverantwortlich zu sein, Al Araibi bestreitet den Vorwurf und gibt, an zur fraglichen Zeit bei einem Spiel auf dem Platz gestanden zu haben. Schon 2012 wurde er laut eigener Aussage in Untersuchungshaft über Monate gefoltert.

Der Spieler gibt als Grund für die Verfolgung seine Kritik an Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa an. Al Khalifa ist Präsident der asiatischen Konföderation AFC und zugleich Teil der bahrainischen Königsfamilie. Er verlor 2016 die Wahl zum FIFA-Präsidenten gegen Gianni Infantino.

Fußballer Al Araibi weitere 60 Tage in Haft Sportschau 04.02.2019 00:43 Min. Verfügbar bis 04.02.2020 Das Erste

Zuletzt hatte sich auch die FIFA eingeschaltet und Al Araibis Freilassung gefordert.

sid | Stand: 04.02.2019, 09:33

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