Kamerun wird der Afrika-Cup 2019 entzogen

Michael Ngadeu-Ngadjui

Verband hat Bedenken

Kamerun wird der Afrika-Cup 2019 entzogen

Kamerun ist die Austragung des Afrika-Cups 2019 entzogen worden. Wie der afrikanische Fußball-Verband (CAF) am Freitag (30.11.2018) nach einem Treffen des Exekutivkomitees mitteilte, werde der Afrikameister nicht wie geplant im Sommer kommenden Jahres in dem westafrikanischen Land ausgespielt.

Seit einiger Zeit hatte es Bedenken gegen Kamerun als Gastgeber gegeben. Ein Grund sind aus Sicht des Verbandes erhebliche Verzögerungen bei Infrastrukturvorhaben.

Auch Sicherheit ist ein Thema

Kamerun war zusätzlich unter Druck geraten, weil die Endrunde nach der Vergabe von 16 auf 24 Mannschaften ausgeweitet worden war. Drei von fünf Austragungsorten verfügten außerdem nicht über die erforderlichen Unterbringungsmöglichkeiten, stellte die Konföderation fest.

Für Bedenken hatte auch die Sicherheitslage in dem Land gesorgt. Dort fühlt sich unter anderem die englischsprachige Minderheit gewaltsam von der französisch sprechenden Mehrheit unterdrückt und protestiert schon seit längerem dagegen.

Bis zum Ende des Jahres soll ein neuer Ausrichter gefunden werden. Als aussichtsreicher Ersatzkandidat wird der mehrfache WM-Bewerber Marokko gehandelt.

Thema in: Sport aktuell, Deutschlandfunk, 30.11., ab 22.50 Uhr

Stand: 30.11.2018, 19:33

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