Amateurvertreter fordern Amtsenthebung von DFB-Präsident Keller

Fritz Keller

Machtkampf

Amateurvertreter fordern Amtsenthebung von DFB-Präsident Keller

Die Chefs der Regional- und Landesverbände des Deutschen Fußball-Bundes haben ihren Rücktrittsaufruf an Fritz Keller wiederholt und fordern den DFB-Vorstand zur Amtsenthebung des Präsidenten auf.

Das teilte der DFB am Freitagabend (07.05.2021) mit. Zuvor hatte Keller in seiner ersten offiziellen Stellungnahme nach dem Misstrauensvotum des Amateurlagers erneut um Verzeihung gebeten, war aber nicht zurückgetreten.

In einer außerordentlichen Sitzung forderten die Chefs der Regional- und Landesverbände mit 33 Ja-Stimmen bei drei Enthaltungen, dass Keller sein Amt aufgebe, um "damit weiteren Schaden vom DFB abzuwenden". Das DFB-Präsidium solle eine Sitzung des Vorstands einberufen, hieß es weiter in der Mitteilung.

Vorstand des DFB kann den Präsidenten des Amtes entheben

Dabei solle es den Tagesordnungspunkt "Enthebung von Fritz Keller gemäß § 32 Nr. 3 der DFB-Satzung von seiner Tätigkeit als Präsident des Deutschen Fußball Bundes" geben. Dafür gab es 31 Ja-Stimmen. In dem entsprechenden Paragrafen heißt es unter anderem: "Der Vorstand ist berechtigt, Präsidiums-, Vorstands- und Ausschussmitglieder bei grober Pflichtverletzung oder bei Unwürdigkeit mit sofortiger Wirkung ihrer Tätigkeit im DFB durch schriftlich begründete Entscheidung bis zum nächsten ordentlichen Bundestag zu entheben."

Der Vorstand des DFB setzt sich aus Präsidiumsmitgliedern, den Landes- und Regionalchefs sowie zwölf Vertretern der Deutschen Fußball Liga zusammen. Die Landeschefs im DFB hatten Keller am vergangenen Sonntag das Vertrauen entzogen. Der 64 Jahre alte Verbandspräsident hatte seinen Vizepräsidenten Rainer Koch im April bei einer Präsidiumssitzung mit Nazi-Richter Roland Freisler verglichen. Die Ethikkommission beriet über den Vergleich Kellers und legte das Resultat am Montag dem DFB-Sportgericht zu einer Entscheidung vor.

sid/red | Stand: 07.05.2021, 20:47

Darstellung: