DFB-Frauen nach Sieg gegen Irland voll auf EM-Kurs

Die deutschen Nationalspielerinnen bejubeln die Führung gegen Irland

Starker Restart

DFB-Frauen nach Sieg gegen Irland voll auf EM-Kurs

Die deutschen Fußballerinnen haben ihren Durchmarsch in der EM-Qualifikation gegen Irland unbeirrt von der langen Corona-Zwangspause fortgesetzt. Giulia Gwinn allerdings verletzte sich erheblich.

Die dominante DFB-Auswahl siegte am Samstag (19.09.2020) beim Restart in Essen mit 3:0 (3:0) und löste mit dem fünften Sieg im fünften Spiel den bisherigen Spitzenreiter (13) der Gruppe I ab. "In der ersten Halbzeit haben wir viele, viele Dinge richtig gemacht, aber in der zweiten fehlte mir ein wenig", bilanzierte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg: "Ein bisschen mehr Spielintelligenz und Konsequenz hätte ich mir gewünscht, das vierte und fünfte Tor hätten wir gerne gesehen."

Marina Hegering (8. Minute), Dzsenifer Marozsan (38.) und Lea Schüller (41.) sorgten mit ihren Treffern dafür, dass der Rekordeuropameister voller Selbstvertrauen zur nächsten Aufgabe am Dienstag in Montenegro reisen kann.

Voss-Tecklenburg: "Möchten unsere makellose Bilanz beibehalten"

Sportschau 19.09.2020 00:32 Min. Verfügbar bis 19.09.2021 ARD

Die Gruppensieger und die drei besten Zweiten sind direkt für die Endrunde 2022 in England qualifiziert. Einziger Wermutstropfen: Giulia Gwinn wurde mit einer Knieverletzung ins Krankenhaus gebracht. Die Abwehrspielerin des FC Bayern München habe sich im EM-Qualifikationsspiel der deutschen Mannschaft in Essen gegen Irland eine Außenband- und Kapselverletzung im rechten Knie zugezogen, teilte der Deutsche Fußball-Bund am späten Samstagabend mit. "Das sah nicht so schön aus", meinte die Bundestrainerin. Nach der langen Pause hatte sich ihr Team "tierisch auf das Spiel gefreut", wie Marozsan betonte: "Man hat vor allem in der ersten Halbzeit den Mädels die Spielfreude angesehen." Dennoch machte sie noch Defizite aus: "Natürlich fehlt noch das Zusammenspiel, wir waren lange nicht zusammen. Wir hätten mehr Tore machen müssen."

Im Stadion an der Hafenstraße, in dem gemäß UEFA-Vorgabe keine Zuschauer zugelassen waren, gelang der DFB-Auswahl ein Traumstart. Nach einem Eckball von Marozsan köpfte die aufgerückte Ex-Essenerin Hegering ein und erzielte an alter Wirkungsstätte die Führung.

Keine Anlaufschwierigkeiten

Spielfreudig, dynamisch, kombinationssicher: Über ein halbes Jahr nach den Länderspielen im März beim Algarve Cup war von Anlaufschwierigkeiten beim deutschen Team keine Spur zu sehen. In einem variablen 4-3-3-System kamen die Offensivqualitäten des zweimaligen Welt- und achtmaligen Europameisters gut zur Geltung. Auf der Gegenseite fand das robuste Team des Weltranglisten-31. kaum ein Mittel. Nach einer halben Stunde musste die DFB-Auswahl jedoch einen herben Rückschlag verkraften.

Deutschland gegen Irland - die Tore Sportschau 19.09.2020 00:18 Min. Verfügbar bis 19.09.2021 Das Erste

Gwinn verletzt sich

WM-Shootingstar Gwinn verletzte sich bei einem unglücklichen Zusammenprall abseits des Balls am rechten Knie und musste vom Feld getragen werden. Den Aktivposten auf der linken Außenbahn ersetzte Leonie Maier.

Der Gastgeber ließ sich nicht beirren. Nach Doppelpass mit der präsenten Melanie Leupolz baute Marozsan in ihrem 99. Länderspiel mit einem satten Linksschuss die Führung aus, Schüller legte wenig später per Direktabnahme nach.

In Halbzeit zwei nicht mehr so zwingend

Im zweiten Durchgang blieben die Olympiasiegerinnen das klar überlegene Team, agierten mit zunehmender Müdigkeit allerdings nicht mehr so zwingend. Nach etwas mehr als einer Stunde gab Sara Däbritz ihr Comeback nach einem Kreuzbandriss und meldete sich in der zentralen Schaltstelle zurück.

sid/dpa | Stand: 20.09.2020, 00:06

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