DFB-Frauen mit Prestige-Erfolg gegen Kanada

Frauenfußball-Nationalmannschaft

Länderspiel gegen Kanada

DFB-Frauen mit Prestige-Erfolg gegen Kanada

Die deutschen Fußball-Frauen bleiben mit Trainer Horst Hrubesch auf Erfolgskurs. Die ersatzgeschwächte DFB-Auswahl kam gegen Kanada zu einem verdienten Sieg.

Das Team kam am Sonntag (10.06.2018) in Hamilton gegen Gastgeber Kanada zu einem verdienten 3:2 (1:0)-Sieg. Svenja Huth brachte die DFB-Elf bereits nach 46 Sekunden in Führung, ehe Christine Sinclair (59.) und Jessie Fleming (69.) die Partie zunächst drehten. Doch Sara Däbritz (70.) und die eingewechselte Turid Knaak (84.) bescherten dem Olympiasieger den dritten Sieg im dritten Spiel unter Trainer Horst Hrubesch.

"Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben früh das Tor gemacht. Dann haben wir Kanada mehr ins Spiel kommen lassen", befand Huth: "Nichtsdestotrotz haben wir große Moral bewiesen und das Spiel noch gedreht." Auch Knaak war glücklich, nachdem sie mit ihrem ersten Ballkontakt den Siegtreffer markiert hatte: "Direkt so einen Einstand zu haben, ist natürlich toll. Sara sollte aufs Tor schießen und ich versuchen, einen Abstauber zu bekommen. Genauso ist es gekommen."

DFB-Spielerinnen mit Trauerflor

Die deutsche Auswahl konnte zufrieden sein mit dem letzten Test vor dem wichtigen WM-Qualifikationsspiel am 1. September auf Island, wenn es um den Gruppensieg geht. Die DFB-Elf trat in Kanada mit Trauerflor an, weil die ehemalige Nationalspielerin und zweimalige Europameisterin Jutta Nardenbach am Freitag (08.06.2018) im Alter von 49 Jahren überraschend gestorben war.

Zwei neue Torhüterinnen

Gleich zwei deutsche Torhüterinnen feierte ihr Länderspieldebüt gegen die in Bestbesetzung angetreten "Ahornblätter". In den ersten 45 Minuten vertrat Lisa Schmitz von Turbine Potsdam Stammkeeperin Almuth Schult bestens. Nach dem Wechsel durfte auch die erst 21-jährige Carina Schlüter vom SC Sand erstmals das DFB-Tor hüten.

Auch ohne die zuletzt stark belastete Spielführerin Dzsenifer Marozsan (Olympique Lyon) sowie einige Stammkräfte vom Double-Sieger VfL Wolfsburg wie Alexandra Popp und Lena Goeßling erwischte der Rekordeuropameister einen Blitzstart. Nach einem Konter markierte Turbines Mittelfeldspielerin Huth schon nach 46 Sekunden die Führung, die dem Team Sicherheit gab.

Huth klärt auf der Linie

Gleichwohl hätte der Weltranglisten-Vierte vor der Pause fast den Ausgleich erzielt: Einen Kopfball der für Frankfurt spielenden Sophie Schmidt wehrte Huth (12.) auf der Linie ab. Und Sara Doorsoun hatte Glück, als sie bei einem Abwehrversuch Kanadas Topstürmerin Sinclair (27.) anschoss, der Ball aber am Tor vorbei trudelte. Doch auch die deutsche Mannschaft hatte noch gute Chancen durch Lena Petermann (24.) und die agile Huth (28.) auf der rechten Seite.

DFB-Frauen mit positiver Bilanz gegen Kanada

Nach dem Wechsel verflachte die Partie zunächst, ehe die Kanadierinnen das Tempo wieder anzogen. Nach einem Durcheinander im deutschen Straftraum nutzte Sinclair die Abstimmungsprobleme zu ihrem 174. Tor in ihrem 268. Länderspiel. Hrubesch wechselte fleißig durch, so dass die DFB-Elf etwas an Stabilität und Spielfluss verlor. Nach der Führung durch Fleming schlug Deutschland durch ein tollen Däbritz-Weitschuss und das erste Länderspieltor der Essenerin Knaak postwendend zurück und konnte den 15. Sieg im 16. Duell mit Kanada feiern.

red/dpa/sid | Stand: 10.06.2018, 22:05

Darstellung: