"Wir sagen Basta!": Spaniens Fußballerinnen in den Streik getreten

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"Wir sagen Basta!": Spaniens Fußballerinnen in den Streik getreten

Im Kampf um ein Mindestgehalt und einen Tarifvertrag sind die Fußballerinnen der ersten spanischen Liga in einen unbefristeten Streik getreten.

Am Samstagmittag (16.11.2019) wurde das erste Spiel zwischen Espanyol Barcelona und Granadilla abgesagt. Die Spielergewerkschaft AFE, die Männer und Frauen vertritt, sprach auf Twitter von einem "ersten und historischen Streik". "Heute sagen wir Spielerinnen basta!", sagte Nationaltorhüterin Mariasun Quiñones von Real Sociedad San Sebastián in einem Video der AFE. Jade Boho vom EDF Logroño betonte, man kämpfe auch für die künftigen Generationen von Fußballerinnen.

Große Unterstützung und Solidarität

Am ersten Tag des Ausstandes erhielten die Spielerinnen in den sozialen Netzwerken auch von Männern viel Unterstützung und Solidaritätsbekundungen. Die großen Stars der Primera División hüllten sich vorerst allerdings mehrheitlich in Schweigen. Nicht so der französische Weltmeister Antoine Griezmann. "Die Kameradinnen des Frauen-Fußballs, die für ihre Rechte im Streik sind, haben meine ganze Unterstützung. Viel Glück!", schrieb auf Twitter der 28 Jahre alte Stürmer von Meister FC Barcelona.

Die vorerst letzte Gesprächsrunde unter Vermittlung des Arbeitsministeriums war am Donnerstag trotz einer Annäherung erfolglos zu Ende gegangen. Die Frauen verlangen unter anderem ein Mindestgehalt von 16.000 Euro pro Jahr. Die Klubvereinigung des Frauenfußballs (ACFF) weist diese Forderung mit der Begründung zurück, ein solches Mindestgehalt würde die kleineren Vereine vor Problemen stellen.

Verhandlungen seit 13 Monaten

In einer wichtigen Frage hatte es allerdings ein Abkommen gegeben. Während die Spielerinnen lange Zeit auf Ganztagesverträge bestanden und die ACFF nur Halbtagesverträge angeboten hatte, einigte man sich vorige Woche auf 75-Prozent-Jobs.

Die Verhandlungen laufen seit mehr als 13 Monaten. Von der Arbeitsniederlegung sind nur die Liga-Begegnungen und nicht Länderspiele oder internationale Duelle betroffen.

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dpa | Stand: 16.11.2019, 19:07

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