EM-Qualifikation - DFB-Frauen gewinnen deutlich gegen Ukraine

DFB-Frauen siegen klar gegen die Ukraine Morgenmagazin 04.09.2019 01:34 Min. Verfügbar bis 04.09.2020 Das Erste

EM-Qualifikation

EM-Qualifikation - DFB-Frauen gewinnen deutlich gegen Ukraine

Die deutsche Frauen-Fußball-Nationalmannschaft hat auch ihr zweites Spiel in der EM-Qualifikation souverän gewonnen. Gegen die Ukraine trafen Deutschlands Nationalspielerinnen achtmal.

Die Auswahl von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gewann am Dienstag (03.09.2019) in der Ukraine beim vermeintlich unangenehmsten Qualifikationsgegner 8:0 (3:0) und führt die Gruppe I mit sechs Punkten an. Drei Tage nach dem lockeren 10:0 gegen Montenegro traf in Lwiw die herausragende Sara Däbritz (5./80./88.) dreimal, auch Lina Magull (28.), Felicitas Rauch (32.), Lena Oberdorf (54.), Svenja Huth (85.) und Leonie Maier (90.+2) waren für den Rekordeuropameister erfolgreich.

"Wir haben viele Tore gemacht und insgesamt ein gutes Spiel", sagte die Mittelfeldspielerin Däbritz im ZDF. "Ich freue mich natürlich über meine drei Tore. Und ich bin zufrieden mit der Mannschaft, so kann man weitermachen." Auch Bundestrainerin Voss-Tecklenburg war mit der Leistung einverstanden: "Wir haben sehr schnell die Tore erzielt, sodass der Gegner gemerkt hat: Hier ist heute nichts zu holen."

Vor nur rund 1.000 Zuschauern in der Arena Lwiw, Spielort bei der Männer-EM 2012, startete die deutsche Auswahl dominant und zielstrebig in die Partie. Per Flachschuss von der Strafraumgrenze mit ihrem starken linken Fuß gelang Däbritz die frühe Führung. Voss-Tecklenburg hatte vor den Gastgeberinnen gewarnt und an den 1:0-Heimerfolg der Ukraine in der WM-Qualifikation gegen Schweden erinnert. Gegen die Skandinavierinnen war die DFB-Auswahl vor rund zwei Monaten im WM-Viertelfinale ausgeschieden (1:2).

Magull zielt perfekt

Traf gegen die Ukraine dreimal: Deutschlands Nationalspielerin Sara Däbritz (l.)

Traf gegen die Ukraine dreimal: Deutschlands Nationalspielerin Sara Däbritz (l.)

So lauerte die Ukraine anfangs auf Konter - und Merle Frohms, Vertreterin der verletzten Almuth Schult im DFB-Tor, wurde nach schlechter Staffelung der Defensive bei einem weiten Ball frühzeitig geprüft. Im Eins-gegen-Eins mit Veronika Andruchiw behielt die Freiburgerin aber die Oberhand (9.). Doch das DFB-Team ließ sich durch früheres Pressing nicht beirren. Die auffällige Magull schraubte das Ergebnis mit einem perfekt gezirkelten Freistoß in die Höhe.

Auch das 3:0 fiel nach einem ruhenden Ball: Rauch staubte nach einem abgewehrten Handelfmeter von Alexandra Popp ab. Die Kapitänin war beim Schuss weggerutscht und beinahe umgeknickt. Der zweimalige Weltmeister hielt auch nach der Pause das Tempo hoch, doch wieder brauchte es eine Standardsituation für den nächsten Treffer. Nach einer Ecke von Dzsenifer Marozsan erzielte die 17-jährige Oberdorf ihr erstes Länderspieltor per Volleyabnahme.

Däbritz trifft gleich dreimal

Oberdorf organisierte wie gegen Montenegro unaufgeregt die deutsche Defensive, leistete sich in ihrem neunten Länderspiel allerdings ein paar riskante Abspielfehler. Vorne blieb das deutsche Team bis in die Schlussminuten gefährlich. Däbritz erzielte noch zwei weitere Tore an diesem Nachmittag, für die weiteren Treffer zum 8:0-Endstand sorgten Huth und Maier.

Das Rückspiel steigt am 5. Oktober in Aachen, die weiteren Gruppengegner sind Griechenland und Irland. Die neun Gruppensieger sowie die drei besten -zweiten qualifizieren sich direkt für die EM.

red/sid/dpa | Stand: 03.09.2019, 17:51

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