DFB-Frauen vor Nachbarschaftsduellen: "Wollen das Turnier gewinnen"

Die deutsche Fußballspielerin Sara Däbritz im Nationalmannschaftstrikot

Mini-Turnier

DFB-Frauen vor Nachbarschaftsduellen: "Wollen das Turnier gewinnen"

Pandemiegerechte Tests mit Signalwirkung für die WM 2027: Beim Miniturnier unter Nachbarn starten die DFB-Frauen mit dem Duell gegen Belgien ins Länderspieljahr. Auch ohne Leistungsträgerinnen soll das Turnier gewonnen werden.

Die deutschen Fußballerinnen gehen ihren Start ins Länderspieljahr beim Drei-Nationen-Turnier mit einer Mischung aus Demut und Ehrgeiz an. "Wir sind glücklich, dass dieses Turnier mit strengen Hygienemaßnahmen stattfinden kann. Wir hatten schon lange kein Spiel mehr, daher ist die Vorfreude riesig", sagte Nationalspielerin Sara Däbritz vor dem Duell mit Belgien in Aachen am Sonntag (18.00 Uhr).

Drei Tage darauf treffen die Olympiasiegerinnen in Venlo auf den Europameister und WM-Zweiten aus den Niederlanden (18.30 Uhr). Aufgrund der Corona-Reisebeschränkungen muss der DFB auf einige Legionärinnen wie Melanie Leupolz verzichten. Kurzfristig fiel zudem Mittelfeld-Stammkraft Lina Magull (Muskelverletzung) aus. Trotzdem sei die sportliche Zielsetzung klar. "Wir wollen gleich mit einem Sieg starten und natürlich am Ende auch dieses kleine Turnier gewinnen", erklärte die Mittelfeldspielerin von Paris St. Germain.

"Unser Spiel durchziehen"

Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg zeigte sich nach der bisherigen Trainingswoche in Düsseldorf "sehr zufrieden", nun gelte die Marschroute: "Wir wollen in beide Richtungen maximal spielen und unser Spiel durchziehen."

Voss-Tecklenburg kündigte an, auch junge Spielerinnen zu testen und viel zu rotieren, nur nicht im Tor. Merle Frohms (Eintracht Frankfurt) werde beide Spiele absolvieren, weil sie im Verein in diesem Jahr nach witterungsbedingten Spielabsagen noch keine Einsatzzeit hatte, erklärte die 53-Jährige.

Niederlande gewinnen Auftakt

Das Auftaktspiel zwischen Belgien und den Niederlanden fand bereits am Donnerstagabend in Brüssel statt. Die Gastgeberinnen kassierten dort eine bittere 1:6 (0:1)-Klatsche. Die deutschen Spielerinnen sind nach den frischen Eindrücken also gewarnt. "Die Niederlande haben eine unfassbare Qualität in der Offensive, da waren sie zeitweise unheimlich effektiv", sagte Innenverteidigerin Marina Hegering über den Sturm um Rekordtorjägerin Vivianne Miedema.

DFB-Frauen starten gegen Belgien ins Drei-Nationen-Turnier

Sportschau 21.02.2021 01:20 Min. Verfügbar bis 21.02.2022 ARD Von Marc Eschweiler


WM-Bewerbung 2027

Bei dem Mini-Turnier geht es aber mehr als nur um eine erste Standortbestimmung im Jahr 2021. Das zeigt auch die Anwesenheit von DFB-Präsident Fritz Keller: "Mit diesem Miniturnier wollen wir Begeisterung entfachen - für den Frauenfußball und für unsere WM-Bewerbung", sagte Keller über das Event unter dem Motto "Three Nations. One Goal". Denn mit diesem Slogan bewirbt sich der DFB gemeinsam mit Belgien und den Niederlanden um die Frauen-WM 2027.

Die im ostbelgischen Eupen aufgewachsene Abwehrspielerin Kathrin Hendrich, die mit ihren beiden Staatsbürgerschaften auch für das Nationalteam des Nachbarlandes hätte spielen können, findet das WM-2027-Projekt "großartig", denn: "Sportlich besteht eine große Rivalität, aber jetzt gibt es etwas Gemeinsames, bei dem sich alle Nationen zusammenschließen und ein tolles Event auf die Beine stellen wollen."

dpa/sid/red | Stand: 20.02.2021, 21:08

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